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24.07.2026 Wohnen dominiert: 437 Immobilientransaktionen im ersten Halbjahr

437 Ankäufe deutscher Immobilien hat Listenchampion im ersten Halbjahr 2026 erfasst – mit einer klaren Botschaft: Der deutsche Investmentmarkt ist breit aktiv, aber er hat sich strukturell verschoben. Wohnimmobilien sind mit großem Abstand die gefragteste Assetklasse, Büroimmobilien machen nur noch gut jeden zehnten Deal aus, und auf der Käuferseite prägen Family Offices, Privatinvestoren und spezialisierte Bestandshalter das Geschehen. Das zeigt die aktuelle Halbjahresauswertung von Listenchampion, dem Experten für Datenbanken in der Immobilienbranche. Das Unternehmen beobachtet laufend sämtliche öffentlich bekannt gewordenen Immobilientransaktionen in Deutschland, bereitet sie strukturiert nach Assetklassen, Regionen, Käufern und Verkäufern auf und veröffentlicht sie fortlaufend über sein Transaktionsportal transaktionen.listenchampion.de.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

– 437 erfasste Immobilientransaktionen zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2026

– im Schnitt mehr als zwei Ankäufe pro Kalendertag.

– Wohnen ist die stärkste Assetklasse: 123 Transaktionen und damit 28 Prozent des gesamten Marktgeschehens.

– Büro nur noch jeder zehnte Deal: 47 Transaktionen entsprechen einem Marktanteil von 10,8 Prozent.

– Logistik und Light-Industrial stehen für knapp 16 Prozent der Deals – aber für über 1,8 Millionen Quadratmeter und damit die mit Abstand größte gehandelte Fläche.

– Gesundheits- und Pflegeimmobilien etablieren sich mit 23 Transaktionen (5,3 Prozent) als eigenständiges Marktsegment.

– Family Offices und private Investoren stehen zusammen für rund 14 Prozent aller Ankäufe.

– Nordrhein-Westfalen führt das Bundesländer-Ranking mit 101 Transaktionen vor Bayern (65) und Baden-Württemberg (48).

Wohnen, Mixed-Use und Handel tragen fast zwei Drittel des Marktes

Auf die drei stärksten Assetklassen Wohnen, Mixed-Use und Handel entfallen zusammen 278 Transaktionen und damit knapp 64 Prozent aller erfassten Ankäufe. Auffällig ist die Robustheit des Handelssegments: Mit 73 Transaktionen – getragen vor allem von Fachmarktzentren und Nahversorgungsimmobilien – ist Handel die drittstärkste Assetklasse. Büroimmobilien spielen mit 47 Transaktionen dagegen nur noch eine Nebenrolle im Transaktionsgeschehen.

Logistik: Wenige Deals, riesige Flächen

Gemessen an der gehandelten Fläche zeichnet sich ein anderes Bild als bei der reinen Deal-Anzahl: Die insgesamt erfassten Transaktionen mit Flächenangabe summieren sich auf über 4,3 Millionen Quadratmeter Nutzfläche – davon entfallen allein rund 1,2 Millionen Quadratmeter auf Logistikimmobilien und weitere knapp 600.000 Quadratmeter auf Light-Industrial. Zu den größten Deals des Halbjahres zählen der Erwerb eines Logistikportfolios im Raum Duisburg/Düsseldorf mit rund 180.000 Quadratmetern durch Frasers Logistics & Commercial Trust, der Ankauf eines Logistikpakets mit 139.000 Quadratmetern durch Prologis von Union Investment sowie ein Wohnportfolio mit rund 115.000 Quadratmetern, das an Breevast ging.

Nordrhein-Westfalen ist der aktivste Transaktionsmarkt Deutschlands

Regional führt Nordrhein-Westfalen das Ranking mit 101 erfassten Transaktionen klar an – fast jeder vierte Deal in Deutschland fand zwischen Rhein und Ruhr statt. Dahinter folgen Bayern (65), Baden-Württemberg (48), Hessen (37) und Berlin (36). Bei den Städten liegen Berlin (35), München (31) und Hamburg (22) vorn – bemerkenswert ist jedoch, wie viel Marktgeschehen sich inzwischen in B- und C-Städten wie Duisburg, Bremen, Nürnberg oder Bonn abspielt.

Family Offices und Privatinvestoren nutzen die Marktphase

Rund 14 Prozent aller erfassten Ankäufe gehen auf Family Offices und private Investoren zurück – ein Beleg dafür, dass eigenkapitalstarke Privatvermögen die aktuelle Marktphase konsequent für Zukäufe nutzen. Zu den aktivsten benannten Käufern des Halbjahres zählen die Saller Unternehmensgruppe (6 Transaktionen), die Deutsche Fachmarkt AG (DEFAMA) und TSC Real Estate (je 5) sowie die VK Immobilien Gruppe, IMAXXAM und DPI Deutsche Projekt Invest (je 4). Ebenfalls mehrfach auf der Käuferseite aktiv waren unter anderem HIH Invest Real Estate, Aachener Grundvermögen, die Deutsche Investment Kapitalverwaltung und die BlueRock Group.

„Der deutsche Immobilienmarkt ist deutlich lebendiger, als es die Schlagzeilen vermuten lassen – nur eben anders: Nicht die großen Portfolio-Deals treiben das Geschehen, sondern eine hohe Zahl mittelgroßer Transaktionen, getragen von Family Offices, Privatinvestoren und spezialisierten Bestandshaltern. Wer heute wissen will, wer in Deutschland tatsächlich kauft, muss auf Transaktionsebene schauen – genau das machen wir mit unserer Datenbank jeden Tag", sagt Manuel Zilly, Research-Lead von Listenchampion.


























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