23.07.2026 EZB belässt den Einlagensatz wie erwartet bei 2,25 %
Die Zinspause der Europäischen Zentralbank (EZB) kommt nicht überraschend. Nachdem die EZB den Einlagensatz im Juni um 25 Basispunkte angehoben hatte, hat sich der Inflationsdruck zuletzt etwas abgeschwächt. Die Inflation im Euroraum sank im Juni 2026 auf 2,8 % und in Deutschland sogar auf 2,3 %. Vor diesem Hintergrund sieht die Notenbank derzeit keinen akuten Handlungsbedarf.
Der Rückgang der Inflation hat der EZB etwas Spielraum verschafft. Aber gleichzeitig sorgt die jüngste Eskalation im Nahen Osten dafür, dass die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Energiepreise hoch bleibt. Entscheidend für den weiteren Zinspfad wird sein, ob sich der erneute Energiepreisanstieg der letzten Tage dauerhaft in höheren Inflationserwartungen oder steigenden Lohnforderungen niederschlägt.
Für die Immobilienwirtschaft bedeutet die Zinspause zunächst Kontinuität. Das Finanzierungsumfeld bleibt vorerst berechenbar. Allerdings sollten die Entwicklungen an den Kapitalmärkten aufmerksam beobachtet werden. Die Renditen langfristiger Staatsanleihen haben zuletzt erneut gezeigt, wie sensibel die Kapitalmärkte weiterhin auf die geopolitischen Ereignisse reagieren.
Fazit: Die EZB hält an ihrem datenabhängigen Kurs fest und belässt die Leitzinsen vorerst unverändert. Sollte sich der Inflationsdruck erneut verstärken, dürfte auch ein weiterer Zinsschritt nach der Sommerpause wieder stärker in den Fokus rücken.
(Von Annika Steiner MRICS, Partner und Managing Director bei Wüest Partner)
Der Rückgang der Inflation hat der EZB etwas Spielraum verschafft. Aber gleichzeitig sorgt die jüngste Eskalation im Nahen Osten dafür, dass die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Energiepreise hoch bleibt. Entscheidend für den weiteren Zinspfad wird sein, ob sich der erneute Energiepreisanstieg der letzten Tage dauerhaft in höheren Inflationserwartungen oder steigenden Lohnforderungen niederschlägt.
Für die Immobilienwirtschaft bedeutet die Zinspause zunächst Kontinuität. Das Finanzierungsumfeld bleibt vorerst berechenbar. Allerdings sollten die Entwicklungen an den Kapitalmärkten aufmerksam beobachtet werden. Die Renditen langfristiger Staatsanleihen haben zuletzt erneut gezeigt, wie sensibel die Kapitalmärkte weiterhin auf die geopolitischen Ereignisse reagieren.
Fazit: Die EZB hält an ihrem datenabhängigen Kurs fest und belässt die Leitzinsen vorerst unverändert. Sollte sich der Inflationsdruck erneut verstärken, dürfte auch ein weiterer Zinsschritt nach der Sommerpause wieder stärker in den Fokus rücken.
(Von Annika Steiner MRICS, Partner und Managing Director bei Wüest Partner)




