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23.07.2026 Europäische Core-Immobilien vor neuer Erholungsphase

Europäische Core-Immobilien könnten vor einer wachstumsgetriebenen Erholung stehen. Zwar halten der Nahostkonflikt, höhere Energiepreise und erneute Inflationsrisiken die Zinsen länger hoch und verzögern die Erholung der Kapitalwerte. Doch ein neuer Faktor rückt in den Fokus: Europas Streben nach größerer Eigenständigkeit eröffnet Immobilieninvestoren jetzt erhebliche Wachstumschancen.

„Europa investiert verstärkt in seine Verteidigungs- und Energieinfrastruktur, um seine Souveränität zu stärken. Dies wird einen erheblichen zusätzlichen Flächenbedarf an den Immobilienmärkten erzeugen“, sagt Justin Curlow, Global Head of Research & Strategy bei BNPP AM Alts.

Gleichzeitig bleiben die Fundamentaldaten in allen wichtigen europäischen Immobiliensektoren robust. Besonders bei gut gelegenen, hochwertig ausgestatteten und zertifizierten Flächen ist der Leerstand extrem niedrig, da die Nutzernachfrage hier spürbar anzieht.

Die wichtigsten Kernpunkte der aktuellen BNPP AM Alts Analyse im Überblick:

• Ertragsgetriebenes Wachstum: Die Kapitalwerte europäischer Immobilien haben sich stabilisiert, in den stärksten Sektoren steigen sie bereits wieder. Diese Zuwächse kommen durch steigende operative Nettoerträge und Marktmieten zustande – nicht durch Renditekompression. „Die nächste Phase der Erholung wird überwiegend ertragsgetrieben sein“, prognostiziert Curlow.

• Attraktive relative Bewertung: Kontinentaleuropa bleibt im Vorteil. Erstklassige Immobilien bieten sektorübergreifend Transaktionsrenditen von rund 5 % und damit weiterhin einen deutlichen Aufschlag gegenüber langfristigen Staatsanleihen. Vor allem bei Logistik und Einzelhandel sind die Renditeaufschläge im internationalen Vergleich attraktiv, da der europäische Markt deutlich schneller korrigiert hat als der US-Markt.

• Breitere Erholung: Die Dynamik erfasst nicht mehr nur Wohn- und Logistiksegmente. Auch die Nutzermärkte für Einzelhandel, Büros und Hotels haben sich deutlich verbessert. In einigen südeuropäischen Märkten wird das Angebot an hochwertigen Einkaufszentren wegen der starken Mieternachfrage bereits knapp.

Allerdings öffnet sich die Schere zwischen modernen, nachgefragten Objekten und älteren Beständen weiter „Qualität, Lage und Nachhaltigkeitseigenschaften bestimmen die Ergebnisse zunehmend“, betont Curlow. Eine selektive Kapitalallokation und aktives Asset Management werden in der kommenden Erholungsphase daher die entscheidenden Treiber für die Portfolioentwicklung sein.


























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