22.07.2026 Zuschüsse für Gebäudesanierung: Klimaziele rücken in weite Ferne
Die institutionelle Wohnungswirtschaft ist auf den Barrikaden. Grund: Die Bundesregierung streicht ihre Zuschüsse für die Gebäudesanierung drastisch zusammen. „Ein Fiasko zu Lasten Tausender Mieterhaushalte und des Klimaschutzes“, heißt es vom Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen (vdw) und vom BFW Landesverband Niedersachsen Bremen.
Was ist passiert? Mit der geplanten Reform der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) kürzt der Bund seine Mittel auf breiter Front. Neue Förderanträge werden ab sofort nicht mehr angenommen. Besonders kritisch ist die drastische Absenkung der förderfähigen Kosten für energetische Einzelmaßnahmen in Mehrfamilienhäusern. Die Verbände verweisen auf aktuelle Berechnungen, wonach für eine Zwölf-Familien-Haus die förderfähige Kostenbasis von 360.000 auf 135.000 Euro sinkt. Dadurch wird der wirtschaftlich und ökologisch sinnvollste Modernisierungspfad geschwächt: die schrittweise energetische Erneuerung von Bestandsgebäuden im Zuge ohnehin notwendiger Instandhaltungen.
Außerdem? Bei Effizienzhaus-Sanierungen drohen ebenfalls erhebliche Einschnitte. Die Begrenzung des Bonus für die sogenannten Worst Performing Buildings auf die Effizienzhaus-Stufen 40 EE, 55 EE und 70 EE schmälert die Fördereffizienz. „Der Bonus sollte zwingend auf das Effizienzhaus 85 ausgeweitet werden“, betonen die Verbände.
Wer wird benachteiligt? BFW und vdw kritisieren, dass die Förderarchitektur selbstnutzende Eigentümer deutlich besserstellt als sozial orientierte Vermieter. vdw-Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt beklagt: „Wer soziale Treffsicherheit ernst meint, muss die Förderung stärker auf vermietete Wohnungsbestände ausrichten und dort unterstützen, wo die finanziellen Spielräume am geringsten sind.“
Da war doch mal was? Tatsächlich erinnert die aktuelle Entwicklung an den radikalen Förderstopp aller wohnungswirtschaftlichen Programme durch die KfW im Januar 2022. „Damals wie heute wird das Vertrauen unserer Wohnungsunternehmen und zahlloser Privatvermieter in ein bestehendes Fördersystem erschüttert. Und damals wie heute rückt das Erreichen der Klimaziele im Gebäudesektor dadurch in weite Ferne“, heißt es seitens der Vermieterverbände.
Und nun? Die Verbände fordern den Bund auf, die massiven Förderkürzungen bei Mehrfamilienhäusern zurückzunehmen, langfristig verlässliche Förderbedingungen für Investitionen in den Gebäudebestand zu schaffen und die Förderung energetisch besonders schlechter Gebäude zu verbessern.
Dr. Susanne Schmitt setzt Hoffnungen in das Land: „Ich bin Bauminister Grand Hendrik Tonne und der NBank sehr dankbar dafür, dass wir uns nach Inkrafttreten der neuen Wohnraumförderung mit den hervorragenden Konditionen für den Neubau noch über die Optimierung der Modernisierungs- und Sanierungsförderung verständigen wollen. Wir dürfen das nicht auf die lange Bank schieben. Nach dem Ausfall der Bundeszuschüsse besteht dringender Handlungsbedarf.“
Dirk Streicher, Vorsitzender des BFW Landesverband Niedersachsen/Bremen e.V., kritisiert das Vorgehen der KfW und des Bundes massiv: „Die aktuellen Vorgänge sind unverantwortlich und stellen den Umbau der Immobilienwirtschaft auf Klimaneutralität faktisch in Frage. Wenn der Bund sich derart aus der Verantwortung für den Bestand zieht, bleibt der Klimaschutz auf der Strecke. Was hier passiert, ist für den Mittelstand existenzgefährdend. Wir brauchen keine Förder-Achterbahn, sondern Verlässlichkeit.“
David Jacob Huber, BFW-Geschäftsführer, ergänzt: „Hier werden gerade viele Millionen Euro vernichtet, die von unseren Unternehmen bereits für konkrete Planungen auf Basis der bisherigen Förderungen aufgewendet wurden. Diese Projekte können nun nicht mehr umgesetzt werden. Umso wichtiger ist es, dass das Land Niedersachsen bei der sozialen Wohnraumförderung praxisnahe Wege geht. Nach diesem Ausfall auf Bundesebene müssen wir diesen partnerschaftlichen Weg in Niedersachsen und Bremen nun umso konsequenter gemeinsam weitergehen.“
Der vdw Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen vertritt die Interessen von 180 Wohnungsunternehmen. In ihren rund 400.000 Wohnungen leben fast eine Million Menschen. In Niedersachsen gehört jede fünfte Mietwohnung zum Bestand der vdw-Mitgliedsunternehmen, im Land Bremen liegt der Anteil sogar bei mehr als 40 Prozent. Die vdw-Mitgliedsunternehmen sind somit die wichtigsten Anbieter von Mietwohnungen in den beiden Ländern.
Was ist passiert? Mit der geplanten Reform der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) kürzt der Bund seine Mittel auf breiter Front. Neue Förderanträge werden ab sofort nicht mehr angenommen. Besonders kritisch ist die drastische Absenkung der förderfähigen Kosten für energetische Einzelmaßnahmen in Mehrfamilienhäusern. Die Verbände verweisen auf aktuelle Berechnungen, wonach für eine Zwölf-Familien-Haus die förderfähige Kostenbasis von 360.000 auf 135.000 Euro sinkt. Dadurch wird der wirtschaftlich und ökologisch sinnvollste Modernisierungspfad geschwächt: die schrittweise energetische Erneuerung von Bestandsgebäuden im Zuge ohnehin notwendiger Instandhaltungen.
Außerdem? Bei Effizienzhaus-Sanierungen drohen ebenfalls erhebliche Einschnitte. Die Begrenzung des Bonus für die sogenannten Worst Performing Buildings auf die Effizienzhaus-Stufen 40 EE, 55 EE und 70 EE schmälert die Fördereffizienz. „Der Bonus sollte zwingend auf das Effizienzhaus 85 ausgeweitet werden“, betonen die Verbände.
Wer wird benachteiligt? BFW und vdw kritisieren, dass die Förderarchitektur selbstnutzende Eigentümer deutlich besserstellt als sozial orientierte Vermieter. vdw-Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt beklagt: „Wer soziale Treffsicherheit ernst meint, muss die Förderung stärker auf vermietete Wohnungsbestände ausrichten und dort unterstützen, wo die finanziellen Spielräume am geringsten sind.“
Da war doch mal was? Tatsächlich erinnert die aktuelle Entwicklung an den radikalen Förderstopp aller wohnungswirtschaftlichen Programme durch die KfW im Januar 2022. „Damals wie heute wird das Vertrauen unserer Wohnungsunternehmen und zahlloser Privatvermieter in ein bestehendes Fördersystem erschüttert. Und damals wie heute rückt das Erreichen der Klimaziele im Gebäudesektor dadurch in weite Ferne“, heißt es seitens der Vermieterverbände.
Und nun? Die Verbände fordern den Bund auf, die massiven Förderkürzungen bei Mehrfamilienhäusern zurückzunehmen, langfristig verlässliche Förderbedingungen für Investitionen in den Gebäudebestand zu schaffen und die Förderung energetisch besonders schlechter Gebäude zu verbessern.
Dr. Susanne Schmitt setzt Hoffnungen in das Land: „Ich bin Bauminister Grand Hendrik Tonne und der NBank sehr dankbar dafür, dass wir uns nach Inkrafttreten der neuen Wohnraumförderung mit den hervorragenden Konditionen für den Neubau noch über die Optimierung der Modernisierungs- und Sanierungsförderung verständigen wollen. Wir dürfen das nicht auf die lange Bank schieben. Nach dem Ausfall der Bundeszuschüsse besteht dringender Handlungsbedarf.“
Dirk Streicher, Vorsitzender des BFW Landesverband Niedersachsen/Bremen e.V., kritisiert das Vorgehen der KfW und des Bundes massiv: „Die aktuellen Vorgänge sind unverantwortlich und stellen den Umbau der Immobilienwirtschaft auf Klimaneutralität faktisch in Frage. Wenn der Bund sich derart aus der Verantwortung für den Bestand zieht, bleibt der Klimaschutz auf der Strecke. Was hier passiert, ist für den Mittelstand existenzgefährdend. Wir brauchen keine Förder-Achterbahn, sondern Verlässlichkeit.“
David Jacob Huber, BFW-Geschäftsführer, ergänzt: „Hier werden gerade viele Millionen Euro vernichtet, die von unseren Unternehmen bereits für konkrete Planungen auf Basis der bisherigen Förderungen aufgewendet wurden. Diese Projekte können nun nicht mehr umgesetzt werden. Umso wichtiger ist es, dass das Land Niedersachsen bei der sozialen Wohnraumförderung praxisnahe Wege geht. Nach diesem Ausfall auf Bundesebene müssen wir diesen partnerschaftlichen Weg in Niedersachsen und Bremen nun umso konsequenter gemeinsam weitergehen.“
Der vdw Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen vertritt die Interessen von 180 Wohnungsunternehmen. In ihren rund 400.000 Wohnungen leben fast eine Million Menschen. In Niedersachsen gehört jede fünfte Mietwohnung zum Bestand der vdw-Mitgliedsunternehmen, im Land Bremen liegt der Anteil sogar bei mehr als 40 Prozent. Die vdw-Mitgliedsunternehmen sind somit die wichtigsten Anbieter von Mietwohnungen in den beiden Ländern.




