22.07.2026 Deutsche Banken sehen Gewerbeimmobilien weiter unter Druck
Deutsche Banken rechnen bei Gewerbeimmobilien vorerst nicht mit einer schnellen Erholung. Zwar erwarten viele Institute, dass sich der Anteil notleidender Kredite in ihren Portfolios stabilisiert oder leicht zurückgeht. Das Marktumfeld bleibt aus Sicht der befragten Workout-Verantwortlichen aber schwierig, wie eine aktuelle Roland Berger-Studie zeigt.
Für die Untersuchung wurden Workout-Manager führender deutscher Banken befragt, die zusammen ein gewerbliches Immobilienkreditvolumen von mehr als 110 Milliarden Euro repräsentieren. Laut Europäischer Bankenaufsichtsbehörde lag die NPL-Quote im deutschen CRE-Segment Ende 2025 bei 6,91 Prozent. Mehr als 30 Prozent des EU-weiten Volumens notleidender Immobilienkredite entfallen damit auf Deutschland.
Keine deutliche Erholung erwartet
45 Prozent der Befragten rechnen für 2026 und 2027 mit einer leichten Verschlechterung des deutschen Gewerbeimmobilienmarkts, 26 Prozent mit einer Stabilisierung und 29 Prozent mit einer leichten Erholung. Eine deutliche Erholung erwartet keiner der Befragten.
Besonders kritisch bleiben Büroimmobilien: Alle Befragten sehen hier den stärksten Anstieg der Kreditrisiken und erwarten bis Ende 2027 die größten Preisrückgänge. Auch Einzelhandelsimmobilien bleiben unter Druck: 71 Prozent nennen Retail-Finanzierungen als Risikosegment, 88 Prozent rechnen mit weiteren Preisrückgängen.
Banken setzen auf Restrukturierung und Verkäufe
Beim Abbau notleidender Kredite setzen die Institute vor allem auf Restrukturierungen mit Kreditnehmern (96 Prozent), Immobilienverkäufe (67 Prozent) und den Verkauf einzelner NPL-Engagements (56 Prozent). Zugleich erschweren geringe Marktliquidität, niedrige Verkaufspreise und komplexe Finanzierungsstrukturen die Umsetzung.
Intern nennen die Banken vor allem die Komplexität der Engagements (70 Prozent) und begrenzte personelle Kapazitäten (64 Prozent) als Hürden. Roland Berger empfiehlt daher ein proaktives, datenbasiertes NPL-Management mit klaren Kriterien für Restrukturierung, Verkauf oder alternative Lösungen.
Alternatives Kapital als mögliche Entlastung
Als mögliche Instrumente nennt die Studie unter anderem professionelle Auffanggesellschaften und Treuhandmodelle. Sie können problematische Immobilienprojekte stabilisieren, Wertsteigerungsmaßnahmen ermöglichen und Verkäufe auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.
Dafür steht laut Roland Berger grundsätzlich Kapital bereit: Für deutsche Immobilien gibt es demnach rund 79 Milliarden Euro relevantes Dry Powder, davon etwa 37 Milliarden Euro aus Private Equity und 42 Milliarden Euro aus Private Credit.
Für die Untersuchung wurden Workout-Manager führender deutscher Banken befragt, die zusammen ein gewerbliches Immobilienkreditvolumen von mehr als 110 Milliarden Euro repräsentieren. Laut Europäischer Bankenaufsichtsbehörde lag die NPL-Quote im deutschen CRE-Segment Ende 2025 bei 6,91 Prozent. Mehr als 30 Prozent des EU-weiten Volumens notleidender Immobilienkredite entfallen damit auf Deutschland.
Keine deutliche Erholung erwartet
45 Prozent der Befragten rechnen für 2026 und 2027 mit einer leichten Verschlechterung des deutschen Gewerbeimmobilienmarkts, 26 Prozent mit einer Stabilisierung und 29 Prozent mit einer leichten Erholung. Eine deutliche Erholung erwartet keiner der Befragten.
Besonders kritisch bleiben Büroimmobilien: Alle Befragten sehen hier den stärksten Anstieg der Kreditrisiken und erwarten bis Ende 2027 die größten Preisrückgänge. Auch Einzelhandelsimmobilien bleiben unter Druck: 71 Prozent nennen Retail-Finanzierungen als Risikosegment, 88 Prozent rechnen mit weiteren Preisrückgängen.
Banken setzen auf Restrukturierung und Verkäufe
Beim Abbau notleidender Kredite setzen die Institute vor allem auf Restrukturierungen mit Kreditnehmern (96 Prozent), Immobilienverkäufe (67 Prozent) und den Verkauf einzelner NPL-Engagements (56 Prozent). Zugleich erschweren geringe Marktliquidität, niedrige Verkaufspreise und komplexe Finanzierungsstrukturen die Umsetzung.
Intern nennen die Banken vor allem die Komplexität der Engagements (70 Prozent) und begrenzte personelle Kapazitäten (64 Prozent) als Hürden. Roland Berger empfiehlt daher ein proaktives, datenbasiertes NPL-Management mit klaren Kriterien für Restrukturierung, Verkauf oder alternative Lösungen.
Alternatives Kapital als mögliche Entlastung
Als mögliche Instrumente nennt die Studie unter anderem professionelle Auffanggesellschaften und Treuhandmodelle. Sie können problematische Immobilienprojekte stabilisieren, Wertsteigerungsmaßnahmen ermöglichen und Verkäufe auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.
Dafür steht laut Roland Berger grundsätzlich Kapital bereit: Für deutsche Immobilien gibt es demnach rund 79 Milliarden Euro relevantes Dry Powder, davon etwa 37 Milliarden Euro aus Private Equity und 42 Milliarden Euro aus Private Credit.




