20.07.2026 Strategischer Infrastrukturausblick zur zweiten Jahreshälfte 2026
Der Infrastrukturmarkt startet relativ widerstandsfähig in die zweite Hälfte des Jahres 2026, allerdings mit einem deutlich vorsichtigeren Investitionsausblick als noch zu Jahresbeginn erwartet. Die Anlageklasse profitiert weiterhin von einer potenziell stabilen Nachfrage und langfristigen strukturellen Wachstumsthemen wie Energiesicherheit, Elektrifizierung und Dekarbonisierung. Gleichzeitig haben geopolitische Risiken im vergangenen Halbjahr erneut die makroökonomischen Diskussionen geprägt.
Höhere Zinsen bleiben derzeit der stärkste Belastungsfaktor für Infrastrukturinvestitionen, auch wenn es momentan unwahrscheinlich erscheint, dass die Märkte vor einem längeren Zinserhöhungszyklus stehen. In Verbindung mit einer erneuten Energiepreisvolatilität haben diese zusätzlichen Belastungen die Erwartungen hinsichtlich Wachstum, Bewertungen und Marktaktivität gedämpft.
Die Inflation dürfte zwar eingedämmt werden können, doch die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt bleibt bestehen. Vor diesem Hintergrund rechnen wir bei Infrastrukturinvestitionen im weiteren Jahresverlauf mit einer verhalteneren Wertentwicklung sowie einer vorsichtigeren Investitionstätigkeit.
Im Gegensatz zur Anpassungsphase der Jahre 2023 und 2024 sprechen die aktuell robusteren wirtschaftlichen Fundamentaldaten jedoch gegen einen vergleichbaren Rückgang der Marktaktivität. Die Volkswirtschaften sind heute robuster, und Inflationsrisiken erscheinen besser kontrollierbar. Zudem dürfte die in früheren Phasen makroökonomischer Unsicherheit beobachtete Widerstandsfähigkeit der Anlageklasse weiterhin dazu beitragen, dass Infrastruktur eine stabilisierende Rolle innerhalb von Portfolios einnimmt.
Anleger werden voraussichtlich noch stärker auf Preisdisziplin, solide Bilanzen, Inflationsschutz, operative Umsetzung und die Planbarkeit der Nachfrage achten. Gleichzeitig können Investoren insbesondere in Europa weiterhin ein strukturell attraktives Umfeld für Infrastrukturinvestitionen finden. Dafür sprechen etablierte, sich weiterentwickelnde regulatorische Rahmenbedingungen, ein breites und diversifiziertes Spektrum investierbarer Infrastrukturanlagen sowie ein umfangreicher Investitionsbedarf in den Bereichen Energiesicherheit, Elektrifizierung, digitaler Infrastruktur, nachhaltiger Mobilität und strategischer Resilienz.
(by: Richard Marshall, Head of Research, Infrastructure bei der DWS)
Höhere Zinsen bleiben derzeit der stärkste Belastungsfaktor für Infrastrukturinvestitionen, auch wenn es momentan unwahrscheinlich erscheint, dass die Märkte vor einem längeren Zinserhöhungszyklus stehen. In Verbindung mit einer erneuten Energiepreisvolatilität haben diese zusätzlichen Belastungen die Erwartungen hinsichtlich Wachstum, Bewertungen und Marktaktivität gedämpft.
Die Inflation dürfte zwar eingedämmt werden können, doch die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt bleibt bestehen. Vor diesem Hintergrund rechnen wir bei Infrastrukturinvestitionen im weiteren Jahresverlauf mit einer verhalteneren Wertentwicklung sowie einer vorsichtigeren Investitionstätigkeit.
Im Gegensatz zur Anpassungsphase der Jahre 2023 und 2024 sprechen die aktuell robusteren wirtschaftlichen Fundamentaldaten jedoch gegen einen vergleichbaren Rückgang der Marktaktivität. Die Volkswirtschaften sind heute robuster, und Inflationsrisiken erscheinen besser kontrollierbar. Zudem dürfte die in früheren Phasen makroökonomischer Unsicherheit beobachtete Widerstandsfähigkeit der Anlageklasse weiterhin dazu beitragen, dass Infrastruktur eine stabilisierende Rolle innerhalb von Portfolios einnimmt.
Anleger werden voraussichtlich noch stärker auf Preisdisziplin, solide Bilanzen, Inflationsschutz, operative Umsetzung und die Planbarkeit der Nachfrage achten. Gleichzeitig können Investoren insbesondere in Europa weiterhin ein strukturell attraktives Umfeld für Infrastrukturinvestitionen finden. Dafür sprechen etablierte, sich weiterentwickelnde regulatorische Rahmenbedingungen, ein breites und diversifiziertes Spektrum investierbarer Infrastrukturanlagen sowie ein umfangreicher Investitionsbedarf in den Bereichen Energiesicherheit, Elektrifizierung, digitaler Infrastruktur, nachhaltiger Mobilität und strategischer Resilienz.
(by: Richard Marshall, Head of Research, Infrastructure bei der DWS)




