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16.07.2026 Büro zu Wohnen: Stadtrat München gründet Umbauagentur

Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats hat die Gründung einer zentralen Umbauagentur „Büro zu Wohnen“ vorberatend beschlossen. Oberbürgermeister Dominik Krause hatte unmittelbar nach seinem Amtsantritt das Referat für Stadtplanung und Bauordnung beauftragt, innovative Lösungen für die Umnutzung von leerstehenden Büroimmobilien zu entwickeln und die Aufgaben in einer Umbauagentur zu bündeln.

Damit wird angesichts des angespannten Wohnungsmarktes, des hohen Leerstands von Büroimmobilien (zehn Prozent im ersten Quartal 2026) und der Notwendigkeit, Ressourcen nachhaltiger zu nutzen auf die systematische Aktivierung und Umwandlung vorhandener Flächen gesetzt. „Die Umwandlung leerer Büros in Wohnungen ist ein wichtiger Beitrag, um den Wohnungsmarkt zu entlasten und vorhandene Ressourcen nachhaltig zu nutzen. Die Umbauagentur wird der Motor dieser Entwicklung sein“, betont Oberbürgermeister Dominik Krause.

„Die heutige Stadtratsentscheidung ist ein bedeutender Baustein für eine zukunftsweisende Strategie, die München als nachhaltige und umbaustarke Stadt positioniert“, so Stadtbaurätin Professorin Dr. (Univ. Florenz) Elisabeth Merk. „Ich freue mich auf spannende Pilotprojekte und die weitere dynamische Entwicklung.“

Das Thema gewinnt aktuell bundesweit an Bedeutung. So hat die Bundesregierung erst kürzlich das Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“ aufgelegt. Zudem hat der Freistaat Bayern das Modellprojekt „Leerstand jetzt WOHNEN“ ins Leben gerufen. Das Münchner ifo-Institut geht in seiner Studie „Homeoffice und die Zukunft der Büros“ von einem theoretischen, baurechtlichen Potenzial von etwa 60.000 Wohnungen in den Top-7-Städten (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf) aus.

Aufgabe der Umbauagentur wird es unter anderem sein, das für München realistische Potenzial zu identifizieren. Auch Gewerbegebiete werden betrachtet, denn in geeigneten Fällen kann auch hier mittels Befreiung eine Wohnnutzung ermöglicht werden – dabei hilft der „Bau-Turbo“. Die Agentur wird aktiv auf die Eigentümer*innen leerstehender Büroimmobilien zugehen, als zentrale Anlaufstelle die Umbau-Projekte von der ersten Idee bis zur Umsetzung begleiten und auch über Fördermöglichkeiten beraten. Sie wird den Austausch zwischen privaten und städtischen Akteuren fördern und ein Netzwerk aus Fachleuten, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aufbauen.

Ein Fokus liegt unter anderem auf der temporären Umnutzung für „junges Wohnen“, insbesondere für Auszubildende, Studierende und allgemein junge Menschen, die am Anfang ihres Berufslebens stehen. Ziel ist es, noch im laufenden Jahr fünf Pilotprojekte zu aktivieren. Interessierte Eigentümer*innen leerstehender Büroimmobilien werden gebeten, sich mit ihren Überlegungen an die Umbauagentur zu wenden.

Die Gründung der Umbauagentur ist Teil einer umfassenden Strategie des Referats für Stadtplanung und Bauordnung, um den Herausforderungen des angespannten Wohnungsmarktes, des Klimawandels und der Ressourcenknappheit zu begegnen. Bereits im April 2025 wurde eine Fachveranstaltung zum Thema „München wird Umbaustadt“ durchgeführt, bei der die Chancen im Umgang mit Bestandsflächen intensiv diskutiert wurden. Im zweiten Halbjahr 2026 wird der Stadtrat mit der „Münchner Umbaustrategie“ befasst werden. Die Gründung der Umbauagentur markiert den Auftakt.


























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