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13.07.2026 Wohneigentum bleibt gefragt, aber wie bleibt es auch bezahlbar?

Die Zahlen, die das Statistische Bundesamt am Freitag veröffentlicht hat, zeigen vor allem eines: Wohneigentum bleibt in Deutschland gefragt. Gleichzeitig verdeutlichen sie aber auch, dass wir die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau weiter verbessern müssen. Denn wenn die Kosten steigen, rückt der Traum vom Eigenheim für viele Menschen ein Stück weiter in die Ferne.

Dabei ist es wichtig, die Gesamtsituation zu betrachten. Im europäischen Durchschnitt leben rund 68 Prozent der Menschen in den eigenen vier Wänden. Deutschland hingegen weist mit rund 52 Prozent die niedrigste Wohneigentumsquote der Eurozone auf. Das ist kein Zufall und auch nicht allein eine Folge hoher Baupreise.

Gleichzeitig steigen die Mieten vielerorts seit Jahren kontinuierlich. Für viele Menschen bleibt der Wunsch nach Wohneigentum deshalb ungebrochen – nicht nur als Lebensziel, sondern auch als Schutz vor dauerhaft steigenden Wohnkosten.

Die hohe Nachfrage trifft dann auf ein strukturell zu geringes Angebot. Seit Jahren wird in Deutschland zu wenig gebaut. Um mehr Menschen den Weg ins Eigenheim zu ermöglichen, müssen deshalb zwei Hebel gleichzeitig bewegt werden: Zum einen braucht die Bau- und Immobilienwirtschaft verlässliche Rahmenbedingungen, damit schneller, einfacher und wirtschaftlicher gebaut werden kann. Zum anderen müssen die Einstiegshürden für Käufer sinken. Dazu gehört insbesondere, Lösungen für die Eigenkapitallücke zu schaffen.

Denn weder die Baukosten noch der Zins mit einem Niveau von rund 3,5 bis 4 Prozent sind historisch betrachtet das größte Problem. In unserer Beratung erleben wir täglich, dass viele Menschen – auch Singles und junge Familien – eine monatliche Finanzierungsrate durchaus stemmen könnten. Viel entscheidender sind die hohen Eigenkapitalanforderungen der Banken und die erheblichen Erwerbsnebenkosten. Wer zehntausende Euro für Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls Maklergebühren aufbringen muss, kommt erst gar nicht dazu, sich über Zinsen und Baupreise Gedanken zu machen.

Wer diese Hürde gezielt adressiert, ermöglicht Menschen den früheren Einstieg ins Wohneigentum. Sie kommen schneller aus der Mietspirale heraus, beginnen früher mit dem Vermögensaufbau und gewinnen wertvolle Jahre, in denen sie ihr Eigentum abbezahlen können.

Wenn Deutschland die Wohneigentumsquote erhöhen möchte, reicht es deshalb nicht aus, allein auf Baupreise oder Zinsen zu schauen. Es braucht bessere Rahmenbedingungen für mehr Wohnungsbau und gleichzeitig kluge Lösungen, die den Zugang zu Wohneigentum erleichtern. Die Nachfrage ist da. Jetzt gilt es, sie nicht länger auszubremsen.

(von Benjamin Papo, Geschäftsführer von Baufi24)

























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