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09.07.2026 Öffentliche Hand treibt den Büroumsatz in der Rhein-Neckar-Region

Der Büromarkt in der Metropolregion Rhein-Neckar hat das erste Halbjahr 2026 mit einem soliden Ergebnis abgeschlossen. Der Flächenumsatz in den Städten Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen summierte sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres auf rund 30.000 m². Im Vergleich zum Vorjahr (33.900 m²) ist das ein leichter Rückgang.

Der größte Anteil am Gesamtumsatz entfällt mit 12.000 m² auf Mannheim, dicht gefolgt von Ludwigshafen (11.000 m²) und mit etwas Abstand Heidelberg (7.000 m²). Allerdings profitierte die Nachbarstadt Mannheims von einem Großabschluss: Die Stadt Ludwigshafen gab die Anmietung von rund 10.000 m² im Projekt „Palatineo“ am Berliner Platz bekannt. Dort sollen mehrere über das Stadtgebiet verteilte Verwaltungseinheiten in einem neuen Rathaus zusammengelegt werden.

Auch in Mannheim hatte die öffentliche Hand einen wesentlichen Anteil am Flächenumsatz. Das Amtsgericht Mannheim hat 5.750 m² im von Landmarken energetisch sanierten Bürogebäude Augustaanlage 33 angemietet. „Bereits im Vorjahr hatte das Land Baden-Württemberg mit der Dualen Hochschule für einen ordentlichen Flächenumsatz in Mannheim gesorgt und aktuell sondieren weitere öffentliche Einrichtungen den Markt. Die öffentliche Hand ist im Moment der Treiber für den Büromarkt in der Rhein-Neckar-Region“, unterstreicht Konstantinos Krikelis, Metro Lead Office Leasing & Investment JLL Rhein-Neckar.

Bei der Flächensuche achten die Nutzer seiner Beobachtung zufolge zunehmend auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. „Außerhalb des CBDs ist das Flächenangebot deutlich gestiegen, was den Druck auf die Vermieter erhöht. Für hochpreisige Flächen finden sich aktuell nur wenige Abnehmer. Eher machen die Nutzer Abstriche bei der Lage als einen aus ihrer Sicht zu hohen Mietpreis zu bezahlen. Der Markt hat sich hier zugunsten der Mieter gedreht“, beschreibt Krikelis die Lage. Wer als Eigentümer mit einem Interessenten verhandelt, versucht ihm entgegenzukommen und zum Abschluss zu bewegen. „Das trifft auf die gesamte Region zu.“

Das hat zur Folge, dass die Spitzenmiete schon seit einiger Zeit stagniert. Aktuell liegt sie bei 22,50 Euro/m² und ist allenfalls für Mannheimer Toplagen anzunehmen. In Heidelberg sind bis zu 19,50 Euro/m² möglich, in Ludwigshafen maximal 14 Euro/m². Krikelis rechnet aufgrund der Marktlage nicht damit, dass die Spitzenmiete kurz- bis mittelfristig steigen wird.

Stark nachgefragt sind seiner Beobachtung zufolge derzeit gut angebundene Teilmärkte mit modernem Flächenbestand. Für Mannheim zählt dazu neben dem Glücksteinquartier das Gebiet entlang der Augustaanlage und in Heidelberg alles rund um den Hauptbahnhof: „Die Bahnstadt und vor allem der Heidelberg Innovation Park sind die Lagen, wo zurzeit alle hinwollen.“



























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