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01.07.2026 Neues Quartier an der Spree: Sieger für Viktoriaspeicher-Areal steht fest

Fotocredit: Behles & Jochimsen Gesellschaft von Architekten mbH
Die Entwicklung des Viktoriaspeicher-Areals am Kreuzberger Spreeufer geht in die nächste Phase: Eine Jury unter dem Vorsitz der Architektin und Städtebauerin Anne Luise Müller hat am 30. Juni den städtebaulichen Entwurf der Planungsteams Behles & Jochimsen Gesellschaft von Architekten mbH und Weidinger Landschaftsarchitekten aus fünf eingereichten Arbeiten als Sieger ausgewählt.

Neben den gut 1.000 Wohnungen – von denen 50 % dauerhaft preisgebunden sein werden – ist ein prägendes Element des Entwurfs der entlang der Spree geplante weitläufige Klimapark, der als öffentlich zugänglicher Grün- und Erholungsraum einen neuen Zugang zum Wasser schafft. Die Jury würdigte insbesondere die klare städtebauliche Gliederung des Entwurfs, das ausgewogene Verhältnis der unterschiedlichen Nutzungen und Baukörper sowie das Freiraumkonzept.

Die landeseigene BEHALA entwickelt das Quartier gemeinsam mit der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH. Beide Unternehmen haben das Werkstattverfahren in Abstimmung mit dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen vorbereitet und ausgelobt. Mit der Entscheidung für den Siegerentwurf beginnt nun die Vertiefung der Planung. Anschließend folgen das Bebauungsplanverfahren sowie die Sanierung und Erschließung des Geländes. Der Baubeginn ist ab 2030 vorgesehen.

Auf dem Areal zwischen Spreeufer, Schillingbrücke und Köpenicker Straße, das derzeit von der BEHALA als Lagerfläche genutzt wird, entsteht ein neues Stadtquartier. Vorgesehen sind rund 1.000 Wohnungen sowie Flächen für Nahversorgung, Kultur, soziale Einrichtungen, Handwerk und Produktion.

Die Entwicklung des Quartiers war bis Ende 2025 aufgrund eines benachbarten Störfallbetriebs planungsrechtlich eingeschränkt. Nachdem die BEHALA mit dem Unternehmen eine Einigung erzielt hatte und der störfallrelevante Produktionsprozess eingestellt wurde, konnten die Voraussetzungen für die städtebauliche Entwicklung geschaffen werden.

Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen: „Die Entwicklung des Viktoriaspeicher-Areals ist mit dem städtebaulichen Entwurf wieder einen wichtigen Schritt weitergekommen. An diesem markanten Ort direkt an der Spree, in bester innerstädtischer Lage, werden Wohnungen für 2.000 Menschen entstehen und ein neues Zuhause für die Berlinerinnen und Berliner geschaffen. Ergänzt wird das Quartier durch Gewerbeflächen und weitere Nutzungen, die eine ausgewogene Quartiersmischung ermöglichen. Das Viktoriaspeicher-Areal zeigt einmal mehr, dass unsere landeseigenen Gesellschaften in allen Bereichen der Stadt Wohnraum realisieren.“

Florian Schmidt, Stadtrat für Bauen, Planen und Kooperative Stadtentwicklung, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg: „Nach einem langen, durch die Nachbarschaft eines Störfallbetriebs bedingten Dornröschenschlaf, gelingt es mit dem Siegerentwurf aus dem Werkstattverfahren nun, einen weiteren Stadtbaustein am Spreeufer einer weitgehend gemeinwohlorientierten Nutzung zuzuführen. Besonders froh bin ich über die gelungene Mischung aus vielfältigen Gewerbeflächen, hohem bezahlbarem Wohnanteil, bei gleichzeitiger Zugänglichkeit des Ufers für die Öffentlichkeit im geplanten Klimapark. Ich freue mich über den erfolgreichen, kooperativen Prozess, danke BEHALA und WBM für die gute Zusammenarbeit und bin überzeugt von dem gemeinsam erreichten Ergebnis.“

Petra Cardinal, Geschäftsführerin der BEHALA: „Als Grundstückseigentümerin hat die BEHALA sich trotz langjährigem Interesse privater Investoren bewusst dafür entschieden, das Viktoriaspeicher-Areal gemeinsam mit einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft im Interesse Berlins zu entwickeln. Der Siegerentwurf zeigt eindrucksvoll, dass Wirtschaftlichkeit und Gemeinwohlorientierung nicht im Widerspruch zueinander stehen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit der WBM und dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg die nächsten Schritte zu gehen und aus Plänen Realität werden zu lassen.“

Steffen Helbig, Geschäftsführer der WBM: „Berlin braucht mehr Wohnraum – auch innerhalb des S-Bahn-Rings. Als städtische Wohnungsbaugesellschaft mit dem größten Bestand in Friedrichshain-Kreuzberg haben wir uns gerne in das Werkstattverfahren eingebracht und die Entwicklung dieses wichtigen innerstädtischen Standorts begleitet. Der ausgewählte Entwurf zeigt das Potenzial des Viktoriaspeicher-Areals, neuen Wohnraum mit vielfältigen gewerblichen Nutzungen zu verbinden und zugleich das Spreeufer für die Berlinerinnen und Berliner zugänglich zu machen.“



























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