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26.06.2026 Bund fördert Klimavorsorge an der Gebäudehülle

Mit der „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)“ rückt der Bund außenliegende Verschattung stärker in den Fokus der Klimavorsorge im Bestand: Rollläden, Raffstoren oder Markisen gelten ebenso wie Maßnahmen zur Dämmung und zum Austausch von Fenstern und Türen als förderfähige Maßnahme an der Gebäudehülle. Aus Sicht des Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e. V. (BVRS) ist das ein wichtiges Signal für das Rollladen- und Sonnenschutzhandwerk. „Klimavorsorge ist ohne außenliegenden Sonnenschutz nicht mehr zu denken, deswegen ist es richtig, dass die Bundesregierung hier Fördermittel bereitstellt“, sagt Simon Schmid, Hauptgeschäftsführer des BVRS.

Beratungskompetenz als Wettbewerbsvorteil der Fachbetriebe

Die Förderbedingungen sind zwar klar geregelt, für viele Bauherren und Entscheider aber schwer zu überblicken. „Unsere Mitgliedsbetriebe verfügen über das Know-how, um technische Planung, Wirtschaftlichkeit und Förderbedingungen zusammenzuführen“, betont Simon Schmid. In der Praxis heißt das: Sie beraten zu geeigneten Sonnenschutzlösungen, prüfen die baulichen Voraussetzungen und behalten die Förderfähigkeit im Blick. Digitale Fördermittel-Tools, wie sie einzelne Hersteller anbieten, helfen dabei, Förderchancen und voraussichtliche Zuschüsse im Vorfeld einzuschätzen.

Außenliegender Sonnenschutz als Baustein der Klimavorsorge

Für die Klimavorsorge an Wohngebäuden spielt der sommerliche Wärmeschutz eine zentrale Rolle. Die Vorteile belegt eine Studie von Guidehouse, die im Auftrag der European Solar Shading Organization erhoben wurde: Wird dynamischer Sonnenschutz eingesetzt, kann der Stromverbrauch für Raumkühlung bis zum Jahr 2050 im Vergleich zu einer Entwicklung ohne gezielten Ausbau solcher Systeme um rund 60 Prozent sinken. Das führt auf energieeffiziente Weise zu spürbar weniger Hitzelast in den Gebäuden. „Außenliegender Sonnenschutz hält die Hitze draußen, bevor sie in die Räume gelangt“, erklärt Simon Schmid. So bleiben Wohnungen auch in heißen Sommern besser bewohnbar, gleichzeitig sinkt der Bedarf an Klimageräten, die viel Strom verbrauchen. Das zeigt auch die Prognose der Studie des Ingenieurbüros Hauser, die im Auftrag der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle durchgeführt wurde: Mit fachgerecht geplantem außenliegenden Sonnenschutz bleibt ein Wohnraum auch 2045 ohne Klimaanlage nutzbar. Damit wird das Rollladen- und Sonnenschutzhandwerk zu einem zentralen Partner der Klimavorsorge.

BEG EM: Eckdaten für das Fachhandwerk

Der Grundfördersatz liegt bei 15 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Eigentümer müssen mindestens 300 Euro investieren. Je Wohneinheit lassen sich bis zu 30.000 Euro an förderfähigen Kosten pro Jahr ansetzen. Liegt ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vor und werden die Maßnahmen genehmigt, steigt diese Grenze auf bis zu 60.000 Euro. Bei bestimmten Sanierungsmaßnahmen kann ein Bonus von fünf Prozent gewährt werden.




























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