26.06.2026 Projektmanagement: Schulsanierung ohne Unterrichtsausfall
Der Sanierungsbedarf an deutschen Schulen ist hoch. Laut KfW-Kommunalpanel 2026 plant deshalb jede zweite Kommune im laufenden Jahr Mittel aus dem Sondervermögen vor allem in den Bereichen Schulen und Straßen einzusetzen. Der größte Anteil der Mittel, rund 24 Prozent, soll in die Schulinfrastruktur fließen. „Kommunen investieren also Milliarden in die Modernisierung der Bildungsinfrastruktur, die häufig noch aus den 1950er- bis 1970er-Jahren stammt und deshalb meist nicht den heutigen Anforderungen an Energieeffizienz, Brandschutz, Barrierefreiheit, Digitalisierung oder moderne Lernkonzepte entspricht“, sagt Melanie Waldmann, Geschäftsführerin der mayer bährle GmbH und Bauingenieurin. „Sanierungen, Um- oder Neubaumaßnahmen sind also notwendig, gleichzeitig sollen Unterrichtsausfälle vermieden und Kosten sowie Termine eingehalten werden. Somit ist eine Schulsanierung heute ein komplexes Infrastrukturprojekt mit zahlreichen Schnittstellen. Neben Architektur und Bauausführung müssen Umzüge, Interimslösungen, Kommunikation und Logistik frühzeitig geplant und professionell gesteuert werden.“
Container als Interimslösung
Insbesondere bei umfassenden Sanierungen muss der Schulbetrieb teilweise oder vollständig ausgelagert werden. Mobile Containeranlagen haben sich dabei vielerorts als praktikable Lösung etabliert. Doch deren Einsatz ist weit mehr als das Aufstellen temporärer Klassenräume. Zu berücksichtigen sind unter anderem die technische Erschließung mit Strom, Wasser und IT, Brandschutz- und Sicherheitskonzepte, Barrierefreiheit sowie die Integration von Verwaltung, Lehrer- und Klassenzimmern.
Aber auch Sanitäranlagen sowie häufig Küchen und Pausenräume gilt es zu integrieren, da in vielen Bundesländern mittlerweile eine Ganztagsbetreuung angeboten werden muss. Nach Abschluss der Bauarbeiten folgt der Rückumzug – ebenfalls mit hohem organisatorischem Aufwand. „Mit der Fertigstellung des Schulgebäudes müssen gleichzeitig die Containeranlagen zurückgebaut, umgesetzt oder verkauft werden. Für die Container gibt es aktuell einen großen Bedarf, aber auch die Demontage, der Transport, Zustandsbewertungen und gegebenenfalls Ausschreibungen oder Vermarktungsprozesse gilt es zu koordinieren. Eine frühzeitige Strategie zur Nachnutzung oder Verwertung kann dabei erhebliche Kosten einsparen“, berichtet Waldmann.
Koordination und Kommunikation
Diese Vielzahl von Aufgaben zeigt, warum immer mehr Kommunen auf die Zusammenarbeit mit Projektmanagementbüros setzen. Diese übernehmen die übergeordnete Steuerung sämtlicher Projektphasen und sorgen dafür, dass Bau, Schulbetrieb und Verwaltung eng aufeinander abgestimmt bleiben. „So entwickeln Projektmanager/-innen nicht nur die Terminplanung oder übernehmen die Auftragsvergabe inklusive Verhandlung von Verträgen und Überwachung der Vertragsinhalte sowie das Budgetmanagement. Sie koordinieren außerdem alle Beteiligten – etwa Planer/-innen, Bauunternehmen und Handwerksbetriebe –, erstellen und verwalten alle wichtigen Berichte sowie Dokumente und übernehmen die Kommunikation mit weiteren Akteuren wie Denkmalschutzbehörden oder Stadt- und Gemeinderäten“, erläutert die Projektmanagerin. Zudem haben sie Befugnisse, Verträge zu verhandeln und deren Einhaltung zu überwachen. Durch diese zentrale Steuerung werden Schnittstellen reduziert, Entscheidungen beschleunigt und Risiken frühzeitig erkannt. Gleichzeitig werden Verwaltungen entlastet, deren personelle Ressourcen häufig begrenzt sind.
Container als Interimslösung
Insbesondere bei umfassenden Sanierungen muss der Schulbetrieb teilweise oder vollständig ausgelagert werden. Mobile Containeranlagen haben sich dabei vielerorts als praktikable Lösung etabliert. Doch deren Einsatz ist weit mehr als das Aufstellen temporärer Klassenräume. Zu berücksichtigen sind unter anderem die technische Erschließung mit Strom, Wasser und IT, Brandschutz- und Sicherheitskonzepte, Barrierefreiheit sowie die Integration von Verwaltung, Lehrer- und Klassenzimmern.
Aber auch Sanitäranlagen sowie häufig Küchen und Pausenräume gilt es zu integrieren, da in vielen Bundesländern mittlerweile eine Ganztagsbetreuung angeboten werden muss. Nach Abschluss der Bauarbeiten folgt der Rückumzug – ebenfalls mit hohem organisatorischem Aufwand. „Mit der Fertigstellung des Schulgebäudes müssen gleichzeitig die Containeranlagen zurückgebaut, umgesetzt oder verkauft werden. Für die Container gibt es aktuell einen großen Bedarf, aber auch die Demontage, der Transport, Zustandsbewertungen und gegebenenfalls Ausschreibungen oder Vermarktungsprozesse gilt es zu koordinieren. Eine frühzeitige Strategie zur Nachnutzung oder Verwertung kann dabei erhebliche Kosten einsparen“, berichtet Waldmann.
Koordination und Kommunikation
Diese Vielzahl von Aufgaben zeigt, warum immer mehr Kommunen auf die Zusammenarbeit mit Projektmanagementbüros setzen. Diese übernehmen die übergeordnete Steuerung sämtlicher Projektphasen und sorgen dafür, dass Bau, Schulbetrieb und Verwaltung eng aufeinander abgestimmt bleiben. „So entwickeln Projektmanager/-innen nicht nur die Terminplanung oder übernehmen die Auftragsvergabe inklusive Verhandlung von Verträgen und Überwachung der Vertragsinhalte sowie das Budgetmanagement. Sie koordinieren außerdem alle Beteiligten – etwa Planer/-innen, Bauunternehmen und Handwerksbetriebe –, erstellen und verwalten alle wichtigen Berichte sowie Dokumente und übernehmen die Kommunikation mit weiteren Akteuren wie Denkmalschutzbehörden oder Stadt- und Gemeinderäten“, erläutert die Projektmanagerin. Zudem haben sie Befugnisse, Verträge zu verhandeln und deren Einhaltung zu überwachen. Durch diese zentrale Steuerung werden Schnittstellen reduziert, Entscheidungen beschleunigt und Risiken frühzeitig erkannt. Gleichzeitig werden Verwaltungen entlastet, deren personelle Ressourcen häufig begrenzt sind.




