25.06.2026 Wachstum: Aber steigende Energiekosten belasten Tourismusbranche
Europas Tourismusbranche bleibt trotz geopolitischer Unsicherheiten auf Wachstumskurs. Gleichzeitig verschlechtern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für viele Unternehmen. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten, steigende Energiepreise und höhere Kerosinkosten erhöhen den Druck auf Fluggesellschaften, Reiseveranstalter und touristische Dienstleister. In Deutschland sorgt die geplante Senkung der Luftverkehrssteuer zwar für Entlastung, die strukturellen Belastungen der Branche bleiben jedoch bestehen.
„Die Nachfrage nach Reisen ist weiterhin hoch. Die eigentliche Herausforderung liegt derzeit nicht auf der Nachfrageseite, sondern in den steigenden Kosten und den zunehmenden Unsicherheiten entlang der touristischen Wertschöpfungskette“, sagt Sarah Wagner-Werny, Risk Managerin beim internationalen Kreditversicherer Atradius.
Die europäischen Tourismusmärkte zeigen sich weiterhin widerstandsfähig. Viele Reisende halten auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten an ihren Urlaubsplänen fest. Gleichzeitig verändert sich das Reiseverhalten. Kürzere Reisen, eine stärkere Fokussierung auf europäische Destinationen sowie eine höhere Preissensibilität gewinnen an Bedeutung. Davon profitieren insbesondere klassische Urlaubsregionen in Süd- und Mitteleuropa.
Hohe Nachfrage trifft auf steigende Kosten
Besonders deutlich zeigen sich die Auswirkungen bei den Fluggesellschaften. Die noch nicht endgültig behobenen Unsicherheiten im Nahen Osten und die bisherigen Einschränkungen wichtiger Handels- und Transportrouten haben die Energie- und Kerosinpreise steigen lassen. Für Airlines bedeutet dies einen erheblichen Anstieg der Betriebskosten. Gleichzeitig können höhere Kosten nur begrenzt an Reisende weitergegeben werden. „Volle Flugzeuge allein garantieren keine wirtschaftliche Stabilität. Viele Unternehmen sehen sich mit einem Kostendruck konfrontiert, der die Margen zunehmend belastet“, erklärt Sarah Wagner-Werny.
Die Auswirkungen zeigen sich entlang der gesamten touristischen Wertschöpfungskette. Fluggesellschaften prüfen ihre Kapazitäten und Streckenführungen, während Reiseveranstalter mit einer geringeren Planbarkeit ihrer Angebote konfrontiert sind. Gleichzeitig steigt die Unsicherheit bei Investitions- und Expansionsentscheidungen. Besonders kleinere Anbieter verfügen häufig über geringere finanzielle Puffer, um auf kurzfristige Marktveränderungen zu reagieren.
Luftverkehrssteuer entlastet den Standort Deutschland
Vor diesem Hintergrund dürfte die geplante Senkung der Luftverkehrssteuer zum 1. Juli für die deutsche Reisebranche eine wichtige Entlastung darstellen. Die Maßnahme verbessert die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Flughäfen und Fluggesellschaften und könnte die Nachfrage zusätzlich stützen. Dennoch bleibt ihr Effekt begrenzt und wird für die wichtigen Buchungszeiträume in den Sommerferien kaum noch ausschlaggebend sein. Die wesentlichen Herausforderungen bleiben die hohen Energiepreise, steigenden Betriebskosten und die geopolitische Unsicherheit. „Die Senkung der Luftverkehrssteuer ist ein positives Signal für die Branche. Sie kann die strukturellen Belastungen durch höhere Energie- und Betriebskosten jedoch nur teilweise ausgleichen“, so Sarah Wagner-Werny.
Die geopolitischen Spannungen zeigen, wie schnell externe Ereignisse die Rahmenbedingungen einer international vernetzten Branche verändern können. Für Unternehmen wird es daher zunehmend wichtiger, Risiken frühzeitig zu erkennen, Abhängigkeiten zu reduzieren und ihre Finanzierung auf ein volatileres Umfeld auszurichten.
„Die Nachfrage nach Reisen ist weiterhin hoch. Die eigentliche Herausforderung liegt derzeit nicht auf der Nachfrageseite, sondern in den steigenden Kosten und den zunehmenden Unsicherheiten entlang der touristischen Wertschöpfungskette“, sagt Sarah Wagner-Werny, Risk Managerin beim internationalen Kreditversicherer Atradius.
Die europäischen Tourismusmärkte zeigen sich weiterhin widerstandsfähig. Viele Reisende halten auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten an ihren Urlaubsplänen fest. Gleichzeitig verändert sich das Reiseverhalten. Kürzere Reisen, eine stärkere Fokussierung auf europäische Destinationen sowie eine höhere Preissensibilität gewinnen an Bedeutung. Davon profitieren insbesondere klassische Urlaubsregionen in Süd- und Mitteleuropa.
Hohe Nachfrage trifft auf steigende Kosten
Besonders deutlich zeigen sich die Auswirkungen bei den Fluggesellschaften. Die noch nicht endgültig behobenen Unsicherheiten im Nahen Osten und die bisherigen Einschränkungen wichtiger Handels- und Transportrouten haben die Energie- und Kerosinpreise steigen lassen. Für Airlines bedeutet dies einen erheblichen Anstieg der Betriebskosten. Gleichzeitig können höhere Kosten nur begrenzt an Reisende weitergegeben werden. „Volle Flugzeuge allein garantieren keine wirtschaftliche Stabilität. Viele Unternehmen sehen sich mit einem Kostendruck konfrontiert, der die Margen zunehmend belastet“, erklärt Sarah Wagner-Werny.
Die Auswirkungen zeigen sich entlang der gesamten touristischen Wertschöpfungskette. Fluggesellschaften prüfen ihre Kapazitäten und Streckenführungen, während Reiseveranstalter mit einer geringeren Planbarkeit ihrer Angebote konfrontiert sind. Gleichzeitig steigt die Unsicherheit bei Investitions- und Expansionsentscheidungen. Besonders kleinere Anbieter verfügen häufig über geringere finanzielle Puffer, um auf kurzfristige Marktveränderungen zu reagieren.
Luftverkehrssteuer entlastet den Standort Deutschland
Vor diesem Hintergrund dürfte die geplante Senkung der Luftverkehrssteuer zum 1. Juli für die deutsche Reisebranche eine wichtige Entlastung darstellen. Die Maßnahme verbessert die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Flughäfen und Fluggesellschaften und könnte die Nachfrage zusätzlich stützen. Dennoch bleibt ihr Effekt begrenzt und wird für die wichtigen Buchungszeiträume in den Sommerferien kaum noch ausschlaggebend sein. Die wesentlichen Herausforderungen bleiben die hohen Energiepreise, steigenden Betriebskosten und die geopolitische Unsicherheit. „Die Senkung der Luftverkehrssteuer ist ein positives Signal für die Branche. Sie kann die strukturellen Belastungen durch höhere Energie- und Betriebskosten jedoch nur teilweise ausgleichen“, so Sarah Wagner-Werny.
Die geopolitischen Spannungen zeigen, wie schnell externe Ereignisse die Rahmenbedingungen einer international vernetzten Branche verändern können. Für Unternehmen wird es daher zunehmend wichtiger, Risiken frühzeitig zu erkennen, Abhängigkeiten zu reduzieren und ihre Finanzierung auf ein volatileres Umfeld auszurichten.




