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19.06.2026 Bundesbauministerin stellt Aktionsplan zur Baukosten-Senkung vor

Archivfoto. Verena Hubertz. Fotocredit: Markus C. Hurek
Die Schaffung von ausreichend bezahlbarem Wohnraum zählt zu einer der wichtigsten Aufgaben in unserem Land. Auf einer Investorenkonferenz in Frankfurt am Main haben Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil entscheidende Akteure der Politik, Immobilienwirtschaft und Investmentbranche zusammengebracht, um einen Impuls für die Mobilisierung von privatem und institutionellem Kapital in neuen Wohnraum zu setzen. Im Zentrum der Diskussion stand der von der Bauministerin vorgestellte Aktionsplan zur Senkung der Baukosten.

Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Verena Hubertz: „Wenn wir im Wohnungsbau wirklich durchstarten wollen, müssen wir uns vom Ballast der zu hohen Baukosten befreien. Und genau dazu dient der Aktionsplan zur Senkung der Baukosten mit insgesamt 13 verschiedenen Maßnahmen. Wir setzen dabei auf Digitalisierung mit der verbindlichen Einführung des digitalen Bauantrags bis 2028. Wir führen einen Planungstakt ein, der dafür sorgt, dass Planverfahren nicht mehr 15, sondern nur noch 2 Jahre dauern sowie ein Bonus-System für verkürzte Bauzeiten. Und wir wollen mit dem Aktionsplan auch neue finanzielle Anreize setzen: Ich setze mich für weitere steuerliche Erleichterungen ein, wie zum Beispiel die degressive Abschreibung zu verlängern. Ich danke Finanzminister Lars Klingbeil, dass wir zudem bei meinem Herzensprojekt auf die Zielgerade einbiegen: Ein Wohnungsbaumodul für den Deutschlandfonds, der privates Kapital mobilisieren soll.

Wir brauchen eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund, Ländern, Kommunen und der Wirtschaft. Denn der Wohnungsmarkt bietet langfristig gute Perspektiven für nachhaltige und rentable Investitionen. Wir müssen sie nur anstoßen.“

Bundesminister der Finanzen, Lars Klingbeil: „Wir wollen ein Land sein, das baut und auf das man bauen kann. Wir wollen schneller bauen und günstiger bauen. Denn wir brauchen mehr bezahlbare Wohnungen überall im Land. Dafür bringen wir öffentliches und privates Kapital zusammen. Mit unseren Rekordinvestitionen setzen wir Impulse: In den sozialen Wohnraum und die Städtebauförderung investieren wir bis 2029 insgesamt 23,5 Milliarden Euro. Mit dem Deutschlandfonds hebeln wir privates Kapital. Auch das wird dem Wohnungsbau zugutekommen. Wir setzen auf vereinfachte Verfahren und weniger Bürokratie. Wir wollen außerdem, dass auch der Bund zukünftig Wohnungen in großem Stil bauen kann. Daher haben Bauministerin Verena Hubertz und ich die Gründung einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft vorgeschlagen.“

Weitere Informationen zum Aktionsplan zur Senkung der Baukosten:

Die Baukosten in Deutschland sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Diese Entwicklung belastet private Bauherren, Investoren und die öffentliche Hand gleichermaßen. Hohe Baukosten sind einer der Hauptgründe, warum in Deutschland zu wenig gebaut wird. Mit dem Aktionsplan legt das Bundesbauministerium ein Bündel kurz- und mittelfristig wirksamer und strukturell angelegter Maßnahmen vor. Ziel ist es, die Kostentreiber systematisch zu adressieren, Effizienzpotenziale zu heben und Investitionen wieder attraktiver zu machen.

Der Aktionsplan umfasst insgesamt 13 Maßnahmen – von der Digitalisierung des Bauens, über schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, den Gebäudetyp E, ein zentrales Förderprogramm für den Neubau oder verbesserte steuerliche Anreize.
Uns ist bewusst: Eine schnelle und dauerhafte Senkung der Baukosten kann nur im Zusammenspiel aller Beteiligten gelingen. Mit dem Aktionsplan setzen wir hierfür den Rahmen und schaffen die Voraussetzung für eine breite Wirkung.




























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