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18.06.2026 X8 BauDialog: ZIA begrüßt Dialog und fordert schnellen Finanz-Turbo

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) als Teilnehmer der morgen stattfindenden Investorenkonferenz X8 BauDialog begrüßt die Initiative von Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil zum direkten Austausch zwischen Investoren, Immobilienwirtschaft, Verbänden und Verwaltung. Angesichts der angespannten Lage auf dem Immobilienmarkt ist dieser Dialog mit institutionellen und internationalen Investoren dringend notwendig, um Investitionen insbesondere in den Wohnungsmarkt in Deutschland wieder anzukurbeln.

“Die Krise im deutschen Wohnungsbau ist nicht nur konjunktureller Natur, sondern hat strukturelle Ursachen“ betont ZIA-Präsidentin Iris Schöberl. Für den dringend benötigten Wohnungsneubau seien auch erhebliche private Investitionen erforderlich, Investoren reagierten allerdings derzeit extrem zurückhaltend – vor allem aufgrund schwieriger Finanzierungsbedingungen, regulatorischer Unsicherheit, steigender Kosten und teilweise immer noch langwieriger Genehmigungsverfahren. Ohne international wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen werde es jedoch nicht gelingen, diese privaten Mittel zu mobilisieren.

„Ein wesentliches Hindernis für viele Projekte sind die aktuell erschwerten Finanzierungsbedingungen und das oft fehlende Eigenkapital. Hier gibt es aber Vorschläge für Maßnahmen, die schnell greifen würden. Wir sollten diese Lücke mit einem neuen Finanz-Turbo schließen, damit zahlreiche Projekte auch schnell realisiert werden können”, so Schöberl weiter.

Ein zentrales Instrument dieses Finanz-Turbos wären eigenkapitalersetzende Maßnahmen, also staatliche Unterstützungsinstrumente wie Bürgschaften, Garantien oder Zuschüsse. Diese könnten dazu beitragen, Finanzierungshürden sowohl für Projektentwickler und Investoren als auch für private Haushalte zu verringern. Während die Maßnahmen auf Seiten der Projektentwickler die Umsetzung wirtschaftlich tragfähiger Wohnungsbauprojekte erleichtern und zusätzliches privates Kapital mobilisieren würden, könnten sie privaten Haushalten den Zugang zu Krediten und damit den Erwerb von Wohneigentum erleichtern. Ergänzend sind verbesserte und verlässliche Abschreibungsbedingungen erforderlich, um Investitionen anzureizen und zusätzliche Liquidität zu mobilisieren. Die daraus resultierenden steuerlichen Mehreinnahmen – etwa aus Umsatzsteuer sowie aus zusätzlichen Beschäftigungseffekten – würden die fiskalischen Effekte der Abschreibungen mittelfristig mehr als kompensieren.

“Wir müssen außerdem auch die Rahmenbedingungen beim Erwerb von Immobilien in den Blick nehmen: Wohneigentum ist die Basis für Vermögensbildung und Altersvorsorge zugleich - und für viele Menschen ein wichtiger Baustein des wirtschaftlichen Aufstiegs. Deshalb plädieren wir dafür, jetzt die Grunderwerbsteuer deutlich zu reduzieren bzw. für diejenigen, die zum ersten Mal Wohneigentum erwerben und die privat vermieten, auszusetzen”, so Schöberl.

Besonders kritisch sieht der ZIA die Debatte um Vergesellschaftung und Enteignung. “Jegliche Vergesellschaftungs- und Enteignungsdebatte würgt die dringend notwendigen Investitionen in den Wohnungsbau ab. Wenn die Bundesregierung hier nicht klar Position bezieht, wird der Zweck jeder Investorenkonferenz konterkariert”, betont Schöberl. Wer Wohnraum schaffen wolle, müsse Investitionen ermöglichen und nicht bekämpfen. Die Bundesregierung müsse Maßnahmen ergreifen, um Investitionen auf dem Wohnungsmarkt nachhaltig zu schützen.


























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