News RSS-Feed

12.06.2026 München: Snøhetta plant neuen Gebäudekomplex für Rohde & Schwarz

Fotocredits: Filippo Bolognese and Snøhetta
Der Technologiekonzern Rohde & Schwarz plant die Erweiterung seiner Unternehmenszentrale im Münchner Werksviertel und beauftragt das Büro Snøhetta mit dem Entwurf eines neuen Gebäudekomplexes. Das geplante, subtil skulpturale Hochhaus mit einer Höhe von 65 Metern wird die Skyline der Stadt um eine markante Landmarke bereichern (DEAL-Magazin berichtet auch hier).

Inspiriert von der Sinuskurve – einer sanften, S-förmigen Welle, die mathematisch periodische Schwingungen darstellt und zugleich die technologische Expertise des Unternehmens symbolisiert – verjüngt sich der neue Baukörper in einer sanften Kurve nach oben. Diese subtile Geste verleiht dem Gebäude eine elegante Präsenz, deren Erscheinungsbild je nach Blickwinkel und Lichteinfall variiert. Die Farbgebung und die Farbverläufe unterstreichen die skulpturale Wirkung und harmonieren zugleich mit der umgebenden Bebauung auf dem Rohde & Schwarz-Campus. Verschiedene Blautöne betonen die Vertikalität; der Farbverlauf von Dunkel nach Hell vermittelt nach oben hin ein Gefühl von Leichtigkeit.

Subtile skulpturale Präsenz

„Wir wollten ein Hochhaus mit einer subtilen skulpturalen Präsenz entwerfen – präzise, zurückhaltend und unverwechselbar. Die Form übersetzt die Sinuskurve, ein Symbol des Hightech-Unternehmens Rohde & Schwarz, in eine feine Bewegung über die Nord- und Südfassaden. Es handelt sich nicht um eine plakative, imposante Form, sondern um eine subtile Gestalt, deren Wirkung durch die Farbgebung noch verstärkt wird“, sagt Patrick Lüth, Partner und Geschäftsführer von Snøhetta Studio Innsbruck.

Im Rahmen einer Münchner Hochhausstudie aus dem Jahr 2023 wurde das Areal im Werksviertel als geeigneter Standort für ein höheres Gebäude identifiziert. Auf dem rund 0,9 Hektar großen Grundstück soll der neue Gebäudekomplex entstehen, der das Hochhaus mit einem fünfgeschossigen Bauwerk verbindet, dessen Höhe sich an der Nachbarbebauung orientiert. Der Komplex wird Büros, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie ein öffentlich zugängliches Erlebniszentrum beherbergen. Ein großzügiger Eingangsbereich verbindet das Gebäude mit dem Vorplatz. Damit wird der Rohde & Schwarz-Campus zu einem zentralen Bestandteil des neuen Münchner Werksviertels.

Vielseitig nutzbarer Begegnungsbereich

Das lichtdurchflutete, zweigeschossige Atrium soll im Inneren des Gebäudes einen großzügigen Begegnungsbereich schaffen. Der organisch geformte Raum dient nicht nur als zwangloser Treffpunkt, sondern auch als Veranstaltungsort und Hörsaal für bis zu 500 Personen. Das gläserne Kuppeldach lenkt das Tageslicht tief in den Raum und unterstreicht die warme Atmosphäre des Atriums – ein bewusster Kontrast zur monolithischen Außenwirkung des Gebäudes.

Die geplante Skelettkonstruktion aus Betonfertigteilen spiegelt die technische Präzision der Fassadengestaltung wider und verbindet Ästhetik mit Funktionalität. Vertikale Lamellen schützen vor direkter Sonneneinstrahlung und reduzieren so den Wärmeeintrag. Gleichzeitig sind Photovoltaik-Module in die Nordwest-, Südost- und Südwestfassaden integriert. Die präzise, dreidimensionale Gebäudehülle, die Klimatisierung und Energiegewinnung vereint, stärkt zudem die Identität des Technologieunternehmens.

Transformationsplan

Der vorgeschlagene, markante 65 Meter hohe Turm fügt sich in den Transformationsplan des Gebiets ein; er dient als Wahrzeichen für das Quartier und übersetzt die Identität von Rohde & Schwarz in architektonische Form. Darüber hinaus unterstreicht dieses architektonische Statement das Bekenntnis des Unternehmens zum Standort München und zur städtischen Gemeinschaft.

„Dieses Projekt zeugt vom Anspruch und Qualitätsbewusstsein von Rohde & Schwarz – auch im Bereich der Architektur. Mit diesem eindrucksvollen Gebäudekomplex setzt das Unternehmen ein sichtbares Zeichen im Stadtbild, das den Status von Rohde & Schwarz als bedeutender Arbeitgeber der Region widerspiegelt.“

Stephan Kahl Gustafsson, Geschäftsführer der R&S Immobilienmanagement GmbH
„Der Entwurf schafft auf souveräne Weise ein ikonisches Hochhaus mit starker Eigenständigkeit. Seine fein strukturierte, skulpturale Fassade verleiht dem Gebäude eine dynamische Oberfläche und integriert es zugleich nahtlos in den Campus-Komplex von Rohde & Schwarz“, erklärt Lars Klatte, Juryvorsitzender, RKW Architektur+.
























Leserumfrage
Wir schätzen Ihre Expertenmeinung!
Hier ist unsere Leserumfrage:
schnell & unkompliziert
Jetzt starten!