12.06.2026 Insolvenzen: Steigende Kosten belasten Unternehmen
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im März 2026 um 15,8 Prozent gestiegen. Ob sich bereits Auswirkungen des Ende Februar begonnenen Iran-Krieges in den gestiegenen Zahlen zeigen, ist offen. Steigende Kosten belasten weiterhin viele Unternehmen. Andererseits eröffnet die Insolvenz Raum für wirtschaftliche Erneuerung und bietet bei frühzeitiger Einleitung auch Sanierungsperspektiven.
Mit der heutigen Pressemitteilung veröffentlicht das Statistische Bundesamt die Insolvenzzahlen von Unternehmen für den Monat März 2026. Danach ist die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,8 Prozent gestiegen. Für den zurückliegenden Monat Mai veröffentlicht das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) einen Rückgang der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften von 15,0 Prozent zum April 2026.
Auffällig ist die Entwicklung im Bereich Verkehr und Lagerei, der überdurchschnittlich stark von Unternehmensinsolvenzen betroffen ist. Eine mögliche Ursache sind die zuletzt deutlich gestiegenen Energie- und Kraftstoffkosten auch als Folge des Iran-Krieges und der damit verbundenen Belastungen auf den Energiemärkten.
„Insolvenzen sind grundsätzlich ein nachgelagerter Prozess. Zwischen ernsten wirtschaftlichen Schwierigkeiten und einem Insolvenzantrag eines Unternehmens liegen regelmäßig mehrere Monate“, sagt Dr. Christoph Niering, Insolvenzverwalter und Vorsitzender des Berufsverbandes der Insolvenzverwalter und Sachwalter Deutschlands (VID).
„Der Zeitraum seit der jüngsten Eskalation im Nahen Osten ist daher noch zu kurz, um bereits flächendeckende Auswirkungen auf die Insolvenzzahlen zu entfalten“, so Niering. In einzelnen Branchen wie dem Transportgewerbe können sich kriegsbedingte Belastungen jedoch bereits wegen des Anstiegs der Treibstoffkosten bemerkbar machen. Das Transportgewerbe kann höhere Kosten nur eingeschränkt oder zeitverzögert an ihre Kunden weitergeben.
Trotz der persönlichen und wirtschaftlichen Tragweite einer Insolvenz erfüllt das Insolvenzrecht eine wichtige volkswirtschaftliche Funktion. Nicht mehr wettbewerbsfähige Marktteilnehmer werden aus dem Markt genommen und die gebundenen Ressourcen, wie etwa Arbeitskräfte und Betriebsmittel, neuer Produktivität zugeführt.
Insolvenz ist daher nicht ausschließlich Endpunkt unternehmerischer Tätigkeit, sondern bietet vielfältige Möglichkeiten zur Sanierung und Restrukturierung von Unternehmen, wenn betroffene Unternehmer frühzeitig handeln und professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen.
„In der Praxis erleben wir leider häufig, dass Unternehmer erst dann Hilfe suchen, wenn die wirtschaftlichen Probleme bereits weit fortgeschritten sind. Mit jedem verlorenen Monat sinken die Sanierungschancen und die Möglichkeiten einer erfolgreichen Restrukturierung werden deutlich eingeschränkt“, erklärt der VID-Vorsitzende.
Vor dem Hintergrund eines derzeit weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds gewinnen Mechanismen frühzeitiger Krisenerkennung zunehmend an Bedeutung. Eine rechtzeitige Restrukturierung kann in vielen Fällen Arbeitsplätze erhalten und Unternehmen eine nachhaltige Zukunftsperspektive eröffnen.
(Quelle: VID)
Mit der heutigen Pressemitteilung veröffentlicht das Statistische Bundesamt die Insolvenzzahlen von Unternehmen für den Monat März 2026. Danach ist die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,8 Prozent gestiegen. Für den zurückliegenden Monat Mai veröffentlicht das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) einen Rückgang der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften von 15,0 Prozent zum April 2026.
Auffällig ist die Entwicklung im Bereich Verkehr und Lagerei, der überdurchschnittlich stark von Unternehmensinsolvenzen betroffen ist. Eine mögliche Ursache sind die zuletzt deutlich gestiegenen Energie- und Kraftstoffkosten auch als Folge des Iran-Krieges und der damit verbundenen Belastungen auf den Energiemärkten.
„Insolvenzen sind grundsätzlich ein nachgelagerter Prozess. Zwischen ernsten wirtschaftlichen Schwierigkeiten und einem Insolvenzantrag eines Unternehmens liegen regelmäßig mehrere Monate“, sagt Dr. Christoph Niering, Insolvenzverwalter und Vorsitzender des Berufsverbandes der Insolvenzverwalter und Sachwalter Deutschlands (VID).
„Der Zeitraum seit der jüngsten Eskalation im Nahen Osten ist daher noch zu kurz, um bereits flächendeckende Auswirkungen auf die Insolvenzzahlen zu entfalten“, so Niering. In einzelnen Branchen wie dem Transportgewerbe können sich kriegsbedingte Belastungen jedoch bereits wegen des Anstiegs der Treibstoffkosten bemerkbar machen. Das Transportgewerbe kann höhere Kosten nur eingeschränkt oder zeitverzögert an ihre Kunden weitergeben.
Trotz der persönlichen und wirtschaftlichen Tragweite einer Insolvenz erfüllt das Insolvenzrecht eine wichtige volkswirtschaftliche Funktion. Nicht mehr wettbewerbsfähige Marktteilnehmer werden aus dem Markt genommen und die gebundenen Ressourcen, wie etwa Arbeitskräfte und Betriebsmittel, neuer Produktivität zugeführt.
Insolvenz ist daher nicht ausschließlich Endpunkt unternehmerischer Tätigkeit, sondern bietet vielfältige Möglichkeiten zur Sanierung und Restrukturierung von Unternehmen, wenn betroffene Unternehmer frühzeitig handeln und professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen.
„In der Praxis erleben wir leider häufig, dass Unternehmer erst dann Hilfe suchen, wenn die wirtschaftlichen Probleme bereits weit fortgeschritten sind. Mit jedem verlorenen Monat sinken die Sanierungschancen und die Möglichkeiten einer erfolgreichen Restrukturierung werden deutlich eingeschränkt“, erklärt der VID-Vorsitzende.
Vor dem Hintergrund eines derzeit weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds gewinnen Mechanismen frühzeitiger Krisenerkennung zunehmend an Bedeutung. Eine rechtzeitige Restrukturierung kann in vielen Fällen Arbeitsplätze erhalten und Unternehmen eine nachhaltige Zukunftsperspektive eröffnen.
(Quelle: VID)




