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05.06.2026 Die Energiewende braucht mehr Systemintelligenz

Aktuelle Auswertungen des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) zeigen, dass der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Strommix weiterwächst. Gleichzeitig verdeutlichen die Zahlen, wie groß die Herausforderung auf dem Weg zu den energie- und klimapolitischen Zielen der kommenden Jahre bleibt.

Julius Pahmeier, Gründer und Geschäftsführer von VREY, ordnet die aktuelle Entwicklung wie folgt ein: „Wir müssen weiterhin mehr erneuerbare Energie erzeugen. Entscheidend ist jedoch nicht nur, wie viel Strom wir erzeugen, sondern wie intelligent wir ihn in das Gesamtsystem integrieren. Mit jedem zusätzlichen Gigawatt Solar- oder Windleistung steigt der Bedarf an Flexibilität.

Künftig werden Phasen zunehmen, in denen zeitweise mehr Strom erzeugt als unmittelbar benötigt wird. Diese temporären Überkapazitäten sind kein Fehler des Systems, sondern eine natürliche Eigenschaft einer Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien. Entscheidend ist, ob wir diese Energie speichern, verteilen und nutzbar machen können.

Gleichzeitig befindet sich unser Energiesystem weiterhin in einer Doppelstruktur aus erneuerbarer und konventioneller Stromerzeugung. Diese ist für die aktuelle Versorgungssicherheit wichtig, stellt jedoch keine dauerhaft tragfähige Perspektive dar. Je besser wir Erzeugung, Verbrauch und Speicher miteinander verbinden, desto stärker können fossile Grundlastkapazitäten zurückgedrängt werden.

Die Energiewende braucht deshalb nicht nur mehr Leistung, sondern vor allem mehr Systemintelligenz.“

























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