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11.05.2026 STRABAG erhält Großauftrag für den Bau des Pfaffensteigtunnels

STRABAG erhält im Konzernverbund mit ZÜBLIN nach zwei Jahren Planung und Bauvorbereitung den Auftrag für die bauliche Umsetzung mehrerer Vergabepakete des Projekts ABS Gäubahn Nord / Pfaffensteigtunnel. Es gilt als eines der zentralen Infrastrukturvorhaben des Gäubahnausbaus im Südwesten Deutschlands und spielt eine entscheidende Rolle für die Stärkung klima- und zukunftsorientierter Mobilität. Auftraggeber ist die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH.

Neue Verbindung für kürzere Fahrzeiten

Der rund 11 Kilometer lange Pfaffensteigtunnel wird zweiröhrig und jeweils eingleisig gebaut. Er schafft die direkte Verbindung zwischen dem Stuttgarter Flughafen-Fernbahnhof und der bestehenden Trasse der Gäubahn. Die neue Verbindung ermöglicht künftig deutlich kürzere Fahrzeiten zwischen Stuttgart und der Schweizer Grenze und stärkt damit die transeuropäische Vernetzung – ein wichtiger Schritt, um die Mobilitätswende in der Region weiter voranzubringen. Das Projekt ist in zwei Planfeststellungsabschnitte aufgeteilt: Der erste Abschnitt umfasst die Errichtung des ca. 11 km langen Haupttunnels, der auf einer Strecke von 9,8 km mit zwei Tunnelbohrmaschinen aufgefahren wird. Die Unterquerung der Autobahn A8 und der Neubaustrecke mitsamt Anschluss an den unterirdischen Fernbahnhof Flughafen erfolgt in konventioneller Bauweise.

Der zweite Abschnitt beinhaltet unter anderem den rund 240 Meter langen Tunnelabschnitt in offener Bauweise mit anschließendem Trogbauwerk sowie die oberirdischen Anbindungen bis zur S-Bahn-Station Sindelfingen-Goldberg mit mehreren Stützbauwerken und Eisenbahnunterführungen und eines Überwerfungsbauwerks. Weiterhin wird die ca. 3 km lange oberirdische Strecke an eine Geschwindigkeit von 200 km/h angepasst, teilweise neu trassiert und vollständig ertüchtig.

„Der Pfaffensteigtunnel ist weit mehr als ein beeindruckendes Infrastrukturprojekt – er ist ein entscheidender Baustein für eine nachhaltige und zukunftsträchtige Mobilität. Gleichzeitig unterstreicht das Projekt die Bedeutung partnerschaftlicher Vertragsmodelle als Schlüssel zur Beschleunigung von Infrastrukturprojekten, wenn alle Projektbeteiligten bereits in der Planungsphase gemeinsam am Tisch sitzen. Es setzt somit ein wichtiges Signal für die Modernisierungsoffensive in Deutschland", sagt Jörg Rösler, Mitglied des Vorstandes der STRABAG SE für das Segment Nord + West.

Partnerschaftsmodell Schiene für mehr Effizienz im Infrastrukturbau
Der Pfaffensteigtunnel wird in allen relevanten Leistungsphasen als Partnerschaftsmodell Schiene realisiert. Die Integrierte Projektabwicklung (IPA) beschreibt ein Mehrparteien-Vertragsmodell zur Planung und Ausführung komplexer Bauvorhaben. Ziel des Partnerschaftsmodells ist es, Bauprojekte besonders effizient umzusetzen. Da alle Partner:innen der Allianz bereits in die Entwurfs- und Genehmigungsplanung ihre Expertise einbringen, können in der Regel die Prozesse deutlich beschleunigt und Kosten eingespart werden.

Gleich mehrere Konzerneinheiten sind an drei Vergabepaketen beteiligt. Damit leistet STRABAG einen wesentlichen Beitrag zur baulichen Umsetzung dieses zentralen Infrastrukturprojekts.

• VP2 – Tunnelbau: Ausführung durch die Ed. Züblin AG in einer ARGE mit der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG
• VP3 – Erdbau: Ausführung durch die STRABAG
• VP4 – Konstruktiver Ingenieurbau: Ausführung durch die Ed. Züblin AG in einer ARGE mit der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG
























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