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30.04.2026 Baugenehmigungen: Warten auf den Durchbruch im Hochbau

DIP-Partner Aengevelt Immobilien zieht aus einer differenzierten Analyse der Baugenehmigungen sowie der Auftragseingänge und Umsätze im Bauhauptgewerbe die Schlussfolgerung, dass die Schwächephase im Hochbau noch nicht beendet ist. Während die Auftragseingänge im Tiefbau stabil geblieben sind, sind sie im Hochbau im kalender- und saisonbereinigten Dreimonatsvergleich zuletzt sogar um 9,4 % zurückgegangen. Da die Auftragseingänge einen zuverlässigeren Frühindikator für die Bautätigkeit darstellen als die Baugenehmigungen, zieht das Immobilienhaus die Schlussfolgerung, dass die Trendwende im Wohnungsbau noch nicht geschafft ist.

Die Zahl der Baugenehmigungen hatte sich im gesamten Verlauf des Jahres 2025 bundesweit positiv entwickelt. Im Februar 2026 sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts in ganz Deutschland 22.200 Wohnungen genehmigt worden, das bedeutet gegenüber dem Vorjahresmonat eine Steigerung um 24,1 %. Nach einer Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung werden von den erteilten Baugenehmigungen zwischen 93 % (im Geschosswohnungsbau) und 95 % (bei Ein- und Zweifamilienhäusern) auch tatsächlich realisiert – Quoten, die im Zeitablauf stabil geblieben sind. Der Bauüberhang, d.h. die Zahl der genehmigten, aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen, hatte bis Ende 2022 kräftig zugenommen, ist in den letzten Jahren aber wieder zurückgegangen. Die Höhe des Bauüberhang hängt einerseits von der Wartezeit bis zur Erteilung eines Bauauftrags ab, die u.a. durch die Verfügbarkeit von För dermitteln, etwaiges Spekulieren auf ein sinkendes Zinsniveau und Kapazitäten des Baugewerbes bestimmt wird. Andererseits wird der Bauüberhang durch die Verlängerung der Bauzeiten auf inzwischen rund 2,5 Jahre erhöht.

Wegen des Zeitverzugs zwischen Baugenehmigung und Fertigstellung stellen die Auftragseingänge im Baugewerbe einen zuverlässigeren Frühindikator dar. Im Dreimonatsvergleich lag der kalender- und saisonbereinigte Auftragseingang von Dezember 2025 bis Februar 2026 im Hochbau um 9,2 % niedriger als in den drei Monaten zuvor und im Tiefbau (der von der Infrastrukturinitiative des Bundes profitiert) um 0,4 % niedriger. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe lagen im Februar 2026 preisbereinigt sogar um 13,2 % unter denen des Vorjahresmonats.

Dr. Wulff Aengevelt, geschäftsführender Gesellschafter des DIP-Partners Aengevelt Immobilien: „Trotz der positiven Entwicklung der Zahl der Baugenehmigungen warten wir immer noch auf die Trendwende bei der Bautätigkeit, von den mit weiterer Zeitverzögerung eintretenden Fertigstellungen ganz zu schweigen. Angesichts der weiter bestehenden Zurückhaltung im Wohnungsneubau wird der Wohnungsmangel in den Großstädten weiter anhalten und zu knappheitsbedingten Mietsteigerungen führen. Der Bauturbo der Bundesregierung zeigt somit noch keine durchschlagende Wirkung. Angesichts der auseinanderklaffenden Schere zwischen der Entwicklung der Grundstücks- und Baukosten sowie der erzielbaren Mieten erfordert eine wirksame Stimulation des Wohnungsbaus weitergehende Entlastungen bei den kostentreibenden regulativen Auflagen sowie verbesserte steuerliche Rahmenbedingungen und Förderkulissen im Miet- und Eigentum ssektor.“


























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