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14.04.2026 Berliner Sparkasse performt erfolgreich – Ergebnis von 293 Mio. Euro

Die Berliner Sparkasse hat das Geschäftsjahr 2025 trotz der äußerst herausfordernden wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen erfolgreich abgeschlossen. In einem Umfeld, das weiterhin vom russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, der eskalierenden Situation im Nahen Osten sowie der schwierigen Situation der deutschen Wirtschaft verbunden mit politischen Unsicherheiten geprägt war, konnte die Berliner Sparkasse ihre Position im intensiven Wettbewerb der Bundeshauptstadt in allen Bereichen weiter stärken. Sie gewann Kundinnen und Kunden hinzu und baute die führende Marktposition weiter aus. Mit 293 Millionen Euro lag das Ergebnis deutlich über den Erwartungen, das Ergebnisziel wurde übertroffen (Vorjahr: 368 Millionen Euro, jedoch von einem hohen Einmaleffekt geprägt).

Der Vorstandsvorsitzende der Berliner Sparkasse Johannes Evers sagt: „Wir haben auch im Geschäftsjahr 2025 ein eindeutig gutes Ergebnis erzielt und das Profil als moderne Sparkasse in der Hauptstadt weiter geschärft. Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als einfach. Die schwierige politische Lage und die schwache konjunkturelle Dynamik zeigten sich nicht zuletzt in einer andauernden Investitionszurückhaltung der Unternehmen. Auch die infolge der wirtschaftlichen Situation in Deutschland und auch in Berlin gestiegenen Risiken bei der Kreditvergabe mussten und müssen nochmals intensiver berücksichtigt werden. Vor diesem Hintergrund sind die Ergebnisse, die fast ausschließlich aus dem operativen Geschäft erwirtschaftet wurden, umso erfreulicher. Die Berliner Sparkasse ist wirtschaftlich robust. Wir haben die Substanz weiter gestärkt, die Kosten deutlich reduziert und investieren in die Zukunft der Berliner Sparkasse und ihre Leistungsfähigkeit. Dies versetzt uns in die Lage, einen nochmals erweiterten Beitrag für die Berliner Wirtschaft, die Hauptstadtregion und für unsere Kundinnen und Kunden zu leisten. Das ist vor allem das Ergebnis der engagierten Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der klaren Fokussierung auf die Bedürfnisse unserer Kundschaft.“

Evers weiter: „Wir sind 2026 gut gestartet und gehen mit Zuversicht in die nächsten Monate, aber wir wissen auch, dass dieses Jahr alles andere als einfach werden wird. Angesichts der Eskalation im Nahen Osten, steigenden Energiepreisen und einer zunehmenden Zahl an Firmeninsolvenzen muss die entschlossene und zügige Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland absolute Priorität haben. Auch wenn wir trotz der unsicheren Lage von einem leichten Wachstum der Berliner Wirtschaft ausgehen, müssen wir achtsam bleiben, um Kosten und Risiken im Griff zu behalten. Unsere Sparkasse steht bereit, die Wirtschaft in der Hauptstadtregion bei Investitionen in bezahlbaren Wohnraum, Digitalisierung, Bildung, Infrastruktur und auch im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit zu unterstützen. Der Berliner Senat hat mit dem Landesorganisationsgesetz eine wichtige Grundlage geschaffen, die Stadt weiter voranzubringen. Unsere Erwartung ist jetzt, dass dies nun auch umgesetzt wird und sich in der Verwaltung, beim Bauen, in den Schulen sowie bei der Verkehrsinfrastruktur positiv bemerkbar machen kann. Für Investitionen braucht es die richtigen Rahmenbedingungen durch die Politik, das Engagement der Unternehmer und Investoren sowie der Bürgerinnen und Bürger, um die Stadt weiterzuentwickeln. Das geht nicht durch staatliche Planwirtschaft. Hier wünsche ich mir mehr Mut und Zutrauen in die Leistungsfähigkeit unserer Stadt.“

Das Kreditneugeschäft legte um 14 Prozent zu: An private Kundinnen und Kunden, Firmenkunden sowie Kunden der gewerblichen Immobilienfinanzierung in der Region wurden neue Kredite in Höhe von 4 Milliarden Euro vergeben (2024: 3,51 Milliarden Euro). Der Kreditbestand blieb mit 29,22 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres (2024: 29,51 Milliarden Euro).

Die Kundeneinlagen erhöhten sich ebenfalls. Sie stiegen um 816 Millionen Euro und lagen zum Jahresende bei 33,10 Milliarden Euro (2024: 32,28 Milliarden Euro).

Als eine der größten Arbeitgeberinnen der Stadt konnte die Berliner Sparkasse im vergangenen Jahr neue Stellen schaffen, sodass sie zum Jahresende 2025 3.441 Beschäftigte zählte (31.12.2024: 3.367). Auch für junge Menschen ist die Sparkasse attraktiv: 202 Nachwuchskräfte absolvieren derzeit eine klassische Ausbildung oder ein duales Studium.

2026: Hohe Investitionen in Digitalisierung, Produkte und Standorte

Ihre Investitionsoffensive wird die Berliner Sparkasse im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen und in Digitalisierung, innovative Produkte und Infrastruktur für ihre Kundinnen und Kunden investieren. Dabei spielt auch der verantwortungsbewusste Einsatz von KI eine zunehmende Rolle, vorausgesetzt, es ergibt sich daraus ein Nutzen, der auch den Kundinnen und Kunden dient.

Investiert wird vor allem in Produkte und Prozesse, die die deutschen Sparkassen zusammen entwickeln. Gemeinsam wird unter anderem die erst kürzlich erneut als beste Banking-App Deutschlands ausgezeichnete Sparkassen-App weiterentwickelt. Über 842.000 Kundinnen und Kunden der Berliner Sparkasse nutzen mittlerweile die App (plus 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Beim Online-Banking wurde die Marke von einer Million erstmals überschritten: Mit 1,1 Millionen sind gut zwei Drittel der Girokonten registriert (plus 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr).

Die Services rund um das Girokonto wurden zudem um Wero und PAYBACK erweitert. Das direkt in die App integrierte Bezahlsystem Wero ist die europäische Lösung für schnelle und sichere Geldtransfers. Wero leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der europäischen Souveränität im Zahlungsverkehr. PAYBACK verbindet klassische Bankprodukte mit einem etablierten Bonusprogramm zahlreicher bekannter Marken und schafft so zusätzliche Mehrwerte für Kundinnen und Kunden.

Auch die KI spielt eine größere Rolle, und zwar überall dort, wo es dadurch für den Kunden komfortabler und einfacher wird. So hat zum Beispiel der Chatbot „Linda“ im vergangenen Jahr gut 250.000 Kundenanfragen bearbeitet. Darüber hinaus nutzt die Berliner Sparkasse zur Unterstützung und Vereinfachung ihrer Arbeit einen sparkasseneigenen und geschützten KI-Agenten. “Eine klare Haltung sowie ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit neuen digitalen Werkzeugen stehen dabei für uns immer an erster Stelle. Daher begleiten und unterstützen wir alle Themen rund um die digitale Fitness mit umfassenden Schulungsangeboten“, berichtet Johannes Evers.

Das Programm zur Standortmodernisierung wird fortgesetzt. 2026 werden sechs weitere Center modernisiert. Unverändert unterhält die Berliner Sparkasse das mit Abstand dichteste Standort- und Servicenetz in der Hauptstadt. Dazu gehören 78 Filialen, fünf FirmenCenter und sieben FirmenCenter Branchen, zwei ImmobilienCenter, vier Private-Banking-Standorte, davon ein HeilberufeCenter, der „Klub zur hohen Kante“ sowie die Haltestellen für zwei Sparkassenbusse. Mit mehr als 500 Geldautomaten und rund 300 SB-Terminals leistet sie darüber hinaus einen wesentlichen Beitrag zur Bargeldversorgung Berlins inklusive der kritischen Infrastruktur. Jährlich werden rund 7,5 Milliarden Euro an den Automaten ausgezahlt.

Ihr gesellschaftliches Engagement hat die Berliner Sparkasse nochmals erheblich ausgebaut: Fast 8 Millionen Euro flossen im vergangenen Jahr direkt oder über ihre drei Stiftungen in insgesamt rund 700 verschiedene Vereine, Projekte oder Initiativen (2024: 6,3 Millionen Euro). „Wir engagieren uns für Engagierte und unterstützen damit diejenigen, die sich für den Zusammenhalt und die Chancengleichheit in unserer Stadt einsetzen“, so Evers. „Denn diese Menschen übernehmen Verantwortung, zeigen Haltung und stärken die Gemeinschaft und damit unsere Gesellschaft, ob das im Sportverein ist, in einer Musikeinrichtung, einem Jugendclub, einem Umweltprojekt oder einem Kindertheater.“

Das Kundengeschäft im Überblick

Auch im Jahr 2025 gewann die Berliner Sparkasse neue Kundinnen und Kunden dazu. Die Anzahl der Privatgirokonten erhöhte sich netto um rund 16.000 auf 1,48 Millionen Konten.

Wertpapiere sind ein zunehmend wichtiger Baustein, wenn es ums Sparen geht: Das Depotvolumen konnte um fast 1 Milliarde Euro auf 9 Milliarden Euro ausgebaut werden (Vorjahr: 8,03 Milliarden Euro). Die Anzahl der Depotkonten stieg um rund 8.000. Das „SmartVermögen“ war hier wieder besonders gefragt. Bereits mit Beträgen ab 25 Euro monatlich kann damit in überwiegend ETF-basierte Portfolios mit breiter Risikostreuung angelegt werden.

Die Berliner Sparkasse hat 2025 rund 1.500 Berlinerinnen und Berliner beim Weg in die eigenen vier Wände oder bei deren Modernisierung begleitet. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte wurden private Baufinanzierungen stärker nachgefragt, sodass das Neugeschäft in Höhe von 510 Millionen Euro über dem Vorjahr (475 Millionen Euro) lag. Der Bestand wuchs zum Jahresende auf 6,2 Milliarden Euro (2024: 6,14 Milliarden Euro).

Im Firmenkundengeschäft entwickelte sich das valutierte Kreditneugeschäft positiv und lag mit 3,40 Milliarden Euro über dem Vorjahr (2024: 2,99 Milliarden Euro). Der Kreditbestand blieb mit 20,99 Milliarden Euro (2024: 21,34 Milliarden Euro) nahezu auf der Höhe des Vorjahres. „Wir stehen den Berliner Unternehmen bei ihren Investitionsvorhaben mit Expertise zur Seite, insbesondere auch mit Blick auf die nachhaltige Transformation“, sagt Evers. „Wir sprechen gemeinsam mit den Unternehmen über dieses Thema und schaffen so mehr Bewusstsein dafür, was möglich ist. So geben wir Orientierung und vermitteln bei Bedarf die entsprechenden Experten oder finanzieren nachhaltige Transformationsvorhaben.“

Wesentlichen Anteil am Kreditneugeschäft hatte auch die regionale gewerbliche Immobilienfinanzierung. Hier stieg das valutierte Neugeschäft auf 2,37 Milliarden Euro (2024: 1,83 Milliarden Euro). Der Kreditbestand der gewerblichen Immobilienfinanzierung lag mit 15,01 Milliarden Euro auf Vorjahreshöhe (14,95 Milliarden Euro).

Im Bereich der Gründungsfinanzierung ist die Berliner Sparkasse die führende Finanziererin in der Hauptstadt. In Berlin werden im Vergleich mit anderen deutschen Städten weiterhin die meisten Startups gegründet. 2025 begleitetet die Berliner Sparkasse insgesamt 202 Gründungen, davon 60 Startups. Um die Berliner Startup-Szene weiter zu stärken und zu entwickeln, unterstützt die Berliner Sparkasse neben zahlreichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen seit Tag eins die Startup-Factory JUNI. Die Kooperation ist eine von bundesweit zehn Startup-Factories, die eine Anschubfinanzierung in Höhe von 10 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erhalten haben.

Weitere Kennzahlen zum 31. Dezember 2025 (nach HGB)

Der Zinsüberschuss lag mit 956 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert
(2024: 1,1 Milliarden Euro). Neben dem niedrigeren allgemeinen Zinsniveau war vor allem die im Vorjahr umgesetzte Beendigung der ADAC-Kooperation im Kreditkartengeschäft ursächlich.

Der Provisionsüberschuss lag mit 331 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert (2024: 339 Millionen Euro).

Die Verwaltungsaufwendungen wurden deutlich reduziert. Sie lagen mit 721 Millionen Euro um 129 Millionen Euro unter dem Niveau des Vorjahres (2024: 850 Millionen Euro). Einsparungen resultierten unter anderem aus erheblich gesunkenen Mietkosten durch den Umzug an den neuen Standort in Berlin-Johannisthal sowie weitaus niedrigeren Projektkosten nach dem Abschluss mehrerer Großprojekte. Dies ist umso bemerkenswerter, als die Kosten insgesamt weiter und zum Teil deutlich gestiegen sind, unter anderem infolge der Tarifabschlüsse.

Die Cost-Income Ratio sank auf 56,4 Prozent nach 58,8 Prozent im Vorjahr.

Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen (Sonstiges betriebliches Ergebnis) betrug -9 Millionen Euro und lag um 12 Millionen Euro unter dem Vorjahr (2024: 3 Millionen Euro).

Die Risikovorsorge lag mit einem Aufwand von 182 Millionen Euro über dem Niveau des Vorjahres (2024: 141 Millionen Euro). Die darin enthaltene Risikovorsorge im Kreditgeschäft erhöhte sich auf netto 215 Millionen Euro (2024: 117 Millionen Euro). Die Risikovorsorge auf Wertpapiere der Liquiditätsreserve weist einen Ertrag von 33 Millionen Euro (2024: -24 Millionen Euro) auf. Damit hat die Berliner Sparkasse den angesichts der Wirtschaftslage steigenden Risiken angemessen Rechnung getragen. Insgesamt achtet die Sparkasse angesichts der weiter anhaltenden Schwäche der Wirtschaft bei Entscheidungen zur Vergabe von Krediten sehr aufmerksam auf die erkennbar höheren Risiken.

Mit 293 Millionen Euro konnte die Berliner Sparkasse ein deutlich über den Erwartungen liegendes Ergebnis erzielen (2024: 368 Millionen Euro).

Bilanzsumme per 31. Dezember 2025

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2024 um 0,6 Milliarden Euro auf 44,8 Milliarden Euro.

Harte Kernkapitalquote zum 31. Dezember 2025 bei 20,7 Prozent

Die Berliner Sparkasse untersteht der direkten Aufsicht durch die EZB. Die harte Kernkapitalquote lag per 31. Dezember 2025 bei 20,7 Prozent (31.12.2024: 21,9 Prozent), die Gesamtkapitalquote bei 22,5 Prozent (31.12.2024: 24,4 Prozent). Damit lagen die Quoten deutlich über den aufsichtsrechtlichen Vorgaben.

Ausblick 2026

Die Berliner Sparkasse geht davon aus, dass der weitere Verlauf des Jahres 2026 von sehr schwierigen gesamtwirtschaftlichen, politischen und geopolitischen Rahmenbedingungen geprägt sein wird. Angesichts der zahlreichen Herausforderungen ist daher jede Prognose mit großen Unsicherheiten behaftet. Dennoch ist die Berliner Sparkasse vorsichtig zuversichtlich, erneut ein ordentliches Geschäftsjahr absolvieren zu können.

Gleichwohl können angesichts der anhaltend schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen negative Auswirkungen auf die Risikolage nicht ausgeschlossen werden. Dem trägt die Berliner Sparkasse auch weiterhin Rechnung durch Maßnahmen zum gezielten Ausbau des Kundengeschäfts und zur Steigerung der Kundenzufriedenheit bei gleichzeitig straffem Kosten- und aktivem Risikomanagement.



























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