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09.04.2026 Rückbau der Ex-KWU-Türme am Offenbacher Kaiserlei startet im Mai

Bildquelle: ABG / Jochen Müller
Der Rückbau der ehemaligen KWU-Türme am Offenbacher Kaiserlei beginnt im Mai 2026. Die ABG FRANKFURT HOLDING hat den Auftrag für dieses Großprojekt an die auf Abbruch, Erdbau und Entsorgung spezialisierte Firma Becker Sanierungstechnik GmbH aus Oberhausen vergeben, die in Offenbach eine Niederlassung unterhält. Am 30. März wurde die für den Rückbau erforderliche Anzeige der Abbrucharbeiten bei der Stadt Offenbach gestellt. Nach Ablauf der vorgeschriebenen Frist von vier Wochen sollen die Arbeiten Mitte Mai 2026 beginnen. Die ABG plant auf dem seit vielen Jahren ungenutzten Areal bis Ende 2029 den Bau von fast 1.200 Mietwohnungen. Ein Teil der Wohnungen soll als öffentlich gefördertes Studierendenwohnheim mit Platz für über 350 Student:innen gebaut werden. Geplant sind auch über 4.000 Quadratmeter neue Büroflächen.

„Es freut mich sehr, dass die ABG Wort hält und wie versprochen zügig mit den Abbrucharbeiten der KWU-Türme beginnt. Nach vielen Jahren des Stillstands wird jetzt endlich der Grundstein für das neue Kaiserviertel am Eingang der Stadt Offenbach gelegt. Dort entsteht in den nächsten Jahren ein völlig neues Stadtquartier, das Wohnen, studentisches Wohnen, Arbeiten und Gewerbe sowie soziale Infrastruktur verbindet.

Dieses Vorhaben wird den Dienstleistungsstandort Kaiserlei insgesamt erheblich aufwerten“, sagt der Offenbacher Oberbürgermeister Felix Schwenke zum baldigen Beginn der Abbrucharbeiten. Besonders wichtig ist OB Schwenke, dass zusätzlich zu den studentischen Wohneinheiten auch öffentlich geförderte Wohnungen entstehen. Die Offenbacher Wohnungsbaugesellschaft GBO hat hierfür eine Kaufoption vereinbart, um die rund 100 Wohnungen künftig selbst betreiben zu können.

Wie Frank Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG FRANKFURT HOLDING, erklärt, wurde sehr sorgfältig geprüft, welches Verfahren beim Rückbau der Turm-Gerippe zum Einsatz kommen soll. „Wir wollten ein Verfahren, das die benachbarte Bevölkerung am Standort möglichst wenig durch Lärm und Staub beeinträchtigt, gleichzeitig wollten wir eine hohe Sicherheit und den Emissionsschutz mit einem zügigen Baufortschritt kombinieren. Bis Ende des Jahres werden die Gebäude voraussichtlich zurückgebaut sein.“ Die Erfahrung der Becker-Unternehmensgruppe bei Entkernung, Abbruch und Schadstoffsanierung habe die ABG bei der Vergabe überzeugt. „Wichtig war uns bei der Entscheidung auch, dass das Abbruchmaterial nahezu komplett auf der Baustelle verbleibt und vor Ort für die Neubauarbeiten aufbereitet wird“, so Junker.

Baustelleneinrichtung für Rückbau hat bereits begonnen

Die Spezialisten des Abbruchunternehmens haben bereits mit der Baustelleneinrichtung begonnen. Nach Abschluss der Baustelleneinrichtung erfolgen zunächst vorbereitende Maßnahmen für die Gerüststellung sowie erste Entkernungs- und Schadstoffsanierungsarbeiten. Die Gerüststellung ist für Anfang Mai vorgesehen.

Sichtbare Abbrucharbeiten beginnen voraussichtlich ab Ende Mai. Aktuell werden Abläufe und Randbedingungen noch im Detail abgestimmt. „Wir freuen uns sehr über die Beauftragung und darüber, mit dem Rückbau der KWU-Hochhäuser am Kaiserlei ein herausragendes Projekt in unserem Portfolio realisieren zu dürfen. Die Gebäude prägen das Stadtbild seit vielen Jahren - entsprechend hoch sind die Anforderungen an einen sicheren und strukturierten Rückbau. Durch das gewählte, abschnittsweise Verfahren mit selektivem Rückbau und moderner Abbruchtechnik stellen wir sicher, dass Sicherheit, Qualität und ein effizienter Bauablauf optimal zusammengeführt werden“, sagt Lukas Schirmer, Prokurist der Becker Sanierungstechnik GmbH.

Das Unternehmen mit bundesweit rund 340 Mitarbeitenden setzt für den Rückbau auf ein kombiniertes, abschnittsweises Verfahren. Zunächst werden die Gebäude selektiv und geschossweise zurückgebaut. Dabei werden Bauteile mit Kleingeräten und Betonsägetechnik segmentiert, per Kran ausgehoben und am Boden weiter aufbereitet.

Dieses Vorgehen wird so lange fortgeführt, bis die Gebäudehöhen erreicht sind, bei denen ein maschineller Abbruch mit Longfront-Baggern möglich ist. So entstehen nur verhältnismäßig geringe Lärm- und Staubemissionen. Die Rückbauarbeiten sind ab Ende Mai in zwei Bauabschnitten geplant. Bis dahin werden die Gebäudeteile eingerüstet und mit Planen versehen, um Sicherheit und geringe Belastung durch Emissionen zu gewährleisten.


























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