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02.04.2026 Energiepreisschock dämpft Erholung – Inflation steigt

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sehen die deutsche Konjunktur nach einem mehrjährigen Abschwung zwar in einer Erholungsphase, erwarten aber für 2026 nur eine moderate Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 0,6 Prozent und für 2027 von 0,9 Prozent. „Der Energiepreisschock im Zuge des Iran-Krieges trifft die Erholung hart, gleichzeitig stützt aber die expansive Fiskalpolitik die Binnenwirtschaft und verhindert ein stärkeres Abrutschen“, sagt Timo Wollmershäuser, Konjunkturchef des ifo Instituts. Die Inflationsrate wird nach Einschätzung der Institute im Jahr 2026 auf durchschnittlich 2,8 Prozent ansteigen, im Jahr 2027 auf 2,9 Prozent.

Während die gestiegene Inflation den privaten Konsum dämpft, sorgt die expansive Finanzpolitik für Impulse. Die kräftige Ausweitung der Neuverschuldung für Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz stützt insbesondere Unternehmen der Verteidigungsindustrie und des Tiefbaus. Insgesamt entwickelt sich die Industrie dennoch wenig dynamisch, da deren Auslandsgeschäfte angesichts weiter abnehmender Wettbewerbsfähigkeit, hoher geopolitischer Unsicherheit und fortbestehender handelspolitischer Belastungen kaum zunehmen.

(Quelle: DIW Berlin, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung)


























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