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20.03.2026 Investoren mögen Studiwohnungen, Ein-Mehrfamilienhäuser, Co-Living

Laut der vierten jährlichen Investorenumfrage des internationalen Immobilienberatungsunternehmens Savills und von Savills Investment Management, an der Investoren mit einem verwalteten Immobilienvermögen von insgesamt 540 Milliarden Euro teilnahmen, sind Studierendenwohnanlagen das zweite Jahr in Folge der begehrteste Sektor im Bereich von Operational Real Estate (OpRE), also Immobiliensegmenten mit aktiv gemanagten Wohn- und Beherbergungskonzepten.
Des Weiteren ist die Zahl der Investoren, die auf Einfamilienhäuser, Co-Living, Seniorenwohnungen und Pflegeheime setzen, weiter gestiegen, was auf die anhaltende Reifung dieser Sektoren in den letzten Jahren hindeutet.

Im Hinblick auf die verschiedenen Arten von Nutzungskonzepten haben für Investoren folgende Immobilientypen die höchste Priorität:

• Studierendenwohnanlagen – 58 % (Ø 63% in den Umfragen von Savills zwischen 2023-2025)
• Mehrfamilienhäuser – 52 % (71 %)
• Einfamilienhäuser – 52 % (44 %)
• Co-Living – 50 % (42 %)
• Seniorenwohnungen – 42% (37%)
• Pflegeheime – 42% (25%)

Auch im Hotelsektor ist das Interesse der Investoren gestiegen, angeführt von Serviced Apartments inkl. Aparthotels, deren Beliebtheit im Jahresvergleich von 27 % auf 33 % gestiegen ist.

Aus geographischer Sicht sind das Vereinigte Königreich und Irland, gefolgt von der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) und Südeuropa (Italien, Spanien und Portugal) die am stärksten nachgefragten Märkte für Investoren in den nächsten drei Jahren. Etwa 16 % der Investoren verfolgen ebenfalls eine paneuropäische Strategie, was mit den Ergebnissen des Vorjahres übereinstimmt.

Auf die Frage nach ihrer bevorzugten Art des Markteintritts gab mehr als die Hälfte der Befragten (58 %) an, Direktinvestitionen oder Joint Ventures zu bevorzugen. In der aktuellen Umfrage stieg das Interesse der Investoren an einem Zugang zu den Wohn- und Beherbergungskonzepten über Fondsvehikel wieder an. 23 % der Befragten gaben diese als ihren bevorzugten Weg an, verglichen mit nur 8 % im Jahr 2025. Die Zunahme der Investoren, die Fonds nutzen möchten, dürfte die Fundraising-Aktivitäten im Jahr 2026 unterstützen. Dies ermöglicht Investoren in Wohn- und Beherbergungskonzepte zu investieren, ohne die für die Verwaltung und den Betrieb von Direktinvestitionen erforderliche Infrastruktur aufbauen zu müssen.

Marcus Roberts, Head of Europe - Savills Operational Capital Markets, sagt: „Die Teilnehmer unserer Umfrage beabsichtigen, in den nächsten drei Jahren rund 45 Milliarden Euro in Wohn- und Beherbergungskonzepten in Europa zu investieren, wobei die meisten davon ausgehen, dass sie 2027 am aktivsten sein werden. Nach einigen schwierigen Jahren für die Kapitalbeschaffung sind die Investoren für die kommenden 12 Monate optimistischer und rechnen mit einer Verbesserung der Bedingungen, wobei Value-Add- und Core-Plus als die Strategien angesehen werden, für die sich am leichtesten Kapital beschaffen lässt.“

Harry de Ferry Foster, Head of UK, Savills Investment Management, sagt: „Die Verbesserung der Anlegerstimmung ist ein ermutigendes Zeichen dafür, dass Kapital allmählich wieder in den europäischen Immobilienmarkt zurückfließt. Die Nachfrage bleibt je nach Sektor und Region weiterhin uneinheitlich, was die Bedeutung einer disziplinierten Aktienauswahl selbst in resilienteren Wohn- und Beherbergungskonzepten und den Bedarf an aktiven Vermögensverwaltungskompetenzen in einem mittlerweile einnahmeorientierten, fundamental getriebenen Investitionszyklus unterstreicht.”

Richard Valentine-Selsey, Head of European Living Research & Consultancy bei Savills, sagt: „Die Investitionen in die Wohn- und Beherbergungskonzepte in ganz Europa machen seit 2022 einen wachsenden Anteil des gesamten Transaktionsvolumens aus und sind von 30 % auf 38 % gestiegen. Im Jahr 2026 rechnen fast zwei Fünftel der Befragten damit, ihre Allokationen in den nächsten drei Jahren weiter zu erhöhen.“

Florian Gust, Director Operational Capital Markets – PBSA & Micro-Living bei Savills in Deutschland, berichtet: „Studentisches Wohnen in Europa steht bei vielen in- und ausländischen Investoren sehr hoch im Kurs und Deutschland gehört zu den begehrtesten Standorten für Investitionen in diesem Sektor. Wir sehen viele Investoren, die hierzulande eine Pipeline aufbauen oder erweitern möchten und dementsprechend hoch ist die Nachfrage am Investmentmarkt. Dass Transaktionsvolumen stieg im letzten Jahr bereits wieder spürbar an und diverse laufende Transaktionen deuten auf ein dynamisches Jahr 2026 hin.“
























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