19.03.2026 EZB-Rat beschließt, die drei Leitzinssätze unverändert zu belassen
Der EZB-Rat hat heute beschlossen, die drei Leitzinssätze der EZB unverändert zu belassen. Er ist entschlossen, dafür zu sorgen, dass sich die Inflation auf mittlere Frist beim Zielwert von 2 % stabilisiert. Der Krieg im Nahen Osten hat zu deutlich unsichereren Aussichten geführt. Er hat Aufwärtsrisiken für die Inflation und Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum zur Folge. Durch höhere Energiepreise wird sich der Krieg auf kurze Frist erheblich auf die Inflation auswirken. Die mittelfristigen Auswirkungen werden sowohl von der Intensität und der Dauer des Konflikts als auch davon abhängen, wie die Energiepreise auf die Verbraucherpreise durchschlagen und die Wirtschaft beeinträchtigen.
Der EZB-Rat ist gut gerüstet, um diese Unsicherheit zu bewältigen. Die Inflation liegt in der Nähe des Zielwerts von 2 %, die längerfristigen Inflationserwartungen sind fest verankert, und die Wirtschaft hat sich in den letzten Quartalen als widerstandsfähig erwiesen. Die in nächster Zeit eingehenden Daten werden den EZB-Rat dabei unterstützen, die Auswirkungen des Krieges auf die Inflationsaussichten und die damit verbundenen Risiken zu beurteilen. Der EZB-Rat beobachtet die Lage genau. Sein datengestützter Ansatz wird ihm dabei helfen, die Geldpolitik dementsprechend festzulegen.
Die neuen von Fachleuten der EZB erstellten Projektionen enthalten ausnahmsweise Informationen bis zum 11. März, einem späteren Redaktionsschluss als üblich. Im Basisszenario wird eine Gesamtinflation von durchschnittlich 2,6 % für 2026, 2,0 % für 2027 und 2,1 % für 2028 erwartet. Die Inflation wurde gegenüber den Projektionen vom Dezember, insbesondere für 2026, nach oben revidiert. Ursächlich dafür ist, dass die Energiepreise aufgrund des Krieges im Nahen Osten höher sein werden. Bei der Inflation ohne Energie und Nahrungsmittel gehen die Fachleute von durchschnittlich 2,3 % für 2026, 2,2 % für 2027 und 2,1 % für 2028 aus. Dies ist ebenfalls höher als in den Projektionen vom Dezember angenommen, vor allem weil die höheren Energiepreise auf die Inflation ohne Energie und Nahrungsmittel durchschlagen. Die Fachleute erwarten ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 0,9 % für 2026, 1,3 % für 2027 und 1,4 % für 2028. Dies bedeutet, insbesondere für 2026, eine Abwärtsrevision, in der sich die globalen Auswirkungen des Krieges auf die Rohstoffmärkte, die Realeinkommen und das Vertrauen widerspiegeln. Zugleich dürften die niedrige Arbeitslosigkeit, solide Bilanzen im privaten Sektor und die öffentlichen Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur das Wachstum weiterhin stützen.
Im Einklang mit der Verpflichtung des EZB-Rats im Rahmen der geldpolitischen Strategie, Risiken und Unsicherheiten in die Beschlussfassung einfließen zu lassen, beurteilten die Fachleute außerdem, wie sich der Krieg im Nahen Osten in einigen alternativen illustrativen Szenarien auf das Wirtschaftswachstum und die Inflation auswirken könnte. Diese Szenarien werden zusammen mit den Projektionen unserer Fachleute auf der Website der EZB veröffentlicht. Die Szenarioanalyse deutet darauf hin, dass eine länger anhaltende Störung der Öl- und Gaslieferungen zur Folge hätte, dass die Inflation über und das Wachstum unter dem Basisszenario der Projektionen liegt. Die Auswirkungen auf die mittelfristige Inflation hängen entscheidend von dem Ausmaß der indirekten Auswirkungen und Zweitrundeneffekte eines stärkeren und länger anhaltenden Energieschocks ab.
Bei der Festlegung des angemessenen geldpolitischen Kurses wird der EZB-Rat einen datengestützten Ansatz verfolgen und von Sitzung zu Sitzung entscheiden. So werden seine Zinsbeschlüsse auf seiner Beurteilung der Inflationsaussichten und der damit verbundenen Risiken, vor dem Hintergrund aktueller Wirtschafts- und Finanzdaten, sowie der Dynamik der zugrunde liegenden Inflation und der Stärke der geldpolitischen Transmission basieren. Der EZB-Rat legt sich nicht im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad fest.
EZB-Leitzinsen
Der Zinssatz für die Einlagefazilität sowie die Zinssätze für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und für die Spitzenrefinanzierungsfazilität werden unverändert bei 2,00 %, 2,15 % bzw. 2,40 % belassen.
Programm zum Ankauf von Vermögenswerten (APP) und Pandemie-Notfallankaufprogramm (PEPP)
Die APP- und die PEPP-Bestände verringern sich in einem maßvollen und vorhersehbaren Tempo, da das Eurosystem die Tilgungsbeträge von Wertpapieren bei Fälligkeit nicht wieder anlegt.
(Originalmeldung der EZB)
Der EZB-Rat ist gut gerüstet, um diese Unsicherheit zu bewältigen. Die Inflation liegt in der Nähe des Zielwerts von 2 %, die längerfristigen Inflationserwartungen sind fest verankert, und die Wirtschaft hat sich in den letzten Quartalen als widerstandsfähig erwiesen. Die in nächster Zeit eingehenden Daten werden den EZB-Rat dabei unterstützen, die Auswirkungen des Krieges auf die Inflationsaussichten und die damit verbundenen Risiken zu beurteilen. Der EZB-Rat beobachtet die Lage genau. Sein datengestützter Ansatz wird ihm dabei helfen, die Geldpolitik dementsprechend festzulegen.
Die neuen von Fachleuten der EZB erstellten Projektionen enthalten ausnahmsweise Informationen bis zum 11. März, einem späteren Redaktionsschluss als üblich. Im Basisszenario wird eine Gesamtinflation von durchschnittlich 2,6 % für 2026, 2,0 % für 2027 und 2,1 % für 2028 erwartet. Die Inflation wurde gegenüber den Projektionen vom Dezember, insbesondere für 2026, nach oben revidiert. Ursächlich dafür ist, dass die Energiepreise aufgrund des Krieges im Nahen Osten höher sein werden. Bei der Inflation ohne Energie und Nahrungsmittel gehen die Fachleute von durchschnittlich 2,3 % für 2026, 2,2 % für 2027 und 2,1 % für 2028 aus. Dies ist ebenfalls höher als in den Projektionen vom Dezember angenommen, vor allem weil die höheren Energiepreise auf die Inflation ohne Energie und Nahrungsmittel durchschlagen. Die Fachleute erwarten ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 0,9 % für 2026, 1,3 % für 2027 und 1,4 % für 2028. Dies bedeutet, insbesondere für 2026, eine Abwärtsrevision, in der sich die globalen Auswirkungen des Krieges auf die Rohstoffmärkte, die Realeinkommen und das Vertrauen widerspiegeln. Zugleich dürften die niedrige Arbeitslosigkeit, solide Bilanzen im privaten Sektor und die öffentlichen Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur das Wachstum weiterhin stützen.
Im Einklang mit der Verpflichtung des EZB-Rats im Rahmen der geldpolitischen Strategie, Risiken und Unsicherheiten in die Beschlussfassung einfließen zu lassen, beurteilten die Fachleute außerdem, wie sich der Krieg im Nahen Osten in einigen alternativen illustrativen Szenarien auf das Wirtschaftswachstum und die Inflation auswirken könnte. Diese Szenarien werden zusammen mit den Projektionen unserer Fachleute auf der Website der EZB veröffentlicht. Die Szenarioanalyse deutet darauf hin, dass eine länger anhaltende Störung der Öl- und Gaslieferungen zur Folge hätte, dass die Inflation über und das Wachstum unter dem Basisszenario der Projektionen liegt. Die Auswirkungen auf die mittelfristige Inflation hängen entscheidend von dem Ausmaß der indirekten Auswirkungen und Zweitrundeneffekte eines stärkeren und länger anhaltenden Energieschocks ab.
Bei der Festlegung des angemessenen geldpolitischen Kurses wird der EZB-Rat einen datengestützten Ansatz verfolgen und von Sitzung zu Sitzung entscheiden. So werden seine Zinsbeschlüsse auf seiner Beurteilung der Inflationsaussichten und der damit verbundenen Risiken, vor dem Hintergrund aktueller Wirtschafts- und Finanzdaten, sowie der Dynamik der zugrunde liegenden Inflation und der Stärke der geldpolitischen Transmission basieren. Der EZB-Rat legt sich nicht im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad fest.
EZB-Leitzinsen
Der Zinssatz für die Einlagefazilität sowie die Zinssätze für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und für die Spitzenrefinanzierungsfazilität werden unverändert bei 2,00 %, 2,15 % bzw. 2,40 % belassen.
Programm zum Ankauf von Vermögenswerten (APP) und Pandemie-Notfallankaufprogramm (PEPP)
Die APP- und die PEPP-Bestände verringern sich in einem maßvollen und vorhersehbaren Tempo, da das Eurosystem die Tilgungsbeträge von Wertpapieren bei Fälligkeit nicht wieder anlegt.
(Originalmeldung der EZB)




