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13.03.2026 Heiße Bauphase für Gewerbehof FairWerk Nordpark Dresden beginnt

Eine jahrzehntelang brachliegende Fläche im Industriegelände im Norden der sächsischen Landeshauptstadt bekommt neues Leben eingehaucht. Nach erfolgreicher Dekontaminierung des Geländes mit Unterstützung durch den Freistaat Sachsen und die EU erfolgte jetzt im Rahmen eines Hammerfestes auch die Grundsteinlegung. Mit dieser startete jetzt auch die heiße Bauphase, denn bereits in wenigen Monaten soll der erste Bauabschnitt übergeben werden. Grund für die extrem kurze Bauphase: Die fünf Hallen mit rund 4.900 Quadratmetern Mietfläche werden mit rund 550 Tonnen Holz in Holz-Bauweise errichtet. Die 20 Mieteinheiten sollen in drei Größen mit 122, 240 und 377 Quadratmetern von Mitte Juli bis September dieses Jahres an die zukünftigen Mieter übergeben werden.

Die in Leipzig und Frankfurt am Main ansässige „Family Value Management GmbH“ beschäftigt sich mit dem Vermögensaufbau und -erhalt in Immobilienwerten für Unternehmerfamilien. Ziel ist es, nachhaltige und moderne Vermögenswerte zu schaffen. Die Family Value ist mit großen vermietbaren Gewerbeflächen zwischen Hamburg und Überlingen am Bodensee deutschlandweit vertreten, hat 2019 das Grundstück Nordpark erworben und hält hier aktuell eine festvermietete 14.000 Quadratmeter große Mietfläche vor. Davon wurden bereits 40 Prozent saniert beziehungsweise neu gebaut.

„Aktuell starten wir auf der Erweiterungsfläche mit den Bodenplatten den Hochbau und wollen damit möglichst im dritten Quartal 2026 bezugsfertig sein. Dabei sind wir guter Dinge, denn wir erstellen die fünf Hallen mit 4.900 Quadratmetern Mietfläche komplett in modularer Holz-Bauweise. Bei der Größe der Mieteinheiten zeichnet sich der Baustoff Holz durch seine besondere Flexibilität, aber auch extrem lange Lebensdauer aus“, verrät Georg Prinz zu Salm-Salm, Partner der Family Value Management GmbH, Leipzig/Frankfurt am Main. „In Dresden dauert es nur drei bis vier Monate bis zur Baugenehmigung und die Wirtschaftsförderung unterstützt uns bei allen Belangen. Daher freuen wir uns besonders darüber, die rund 12 Millionen Euro jetzt in der sächsischen Landeshauptstadt investieren zu dürfen.“

„Es wird 20 zweigeschossige Mieteinheiten geben zwischen 122 und 377 Quadratmetern, also ideal für Start-Ups sowie Klein- und Mittelständische Unternehmen, die sich eine neue Bleibe suchen ‚müssen‘“, ergänzt Architekt Clemens Richter vom Dresdner „Atelier Lauströer Richter Architekten“. „Die Hallen werden bei der ‚Holzbau Moser KG‘ in Reinsberg bei Nossen vorproduziert und dann vor Ort zusammengebaut.“

Ein erster Mieter hat bereits unterschrieben: die Dresdner „ANYBRID GmbH“ hat einen 3-Achser mit 377 m² in der Halle I angemietet und wird im September 2026 dort einziehen können. ANYBRID ist ein Dresdner High-Tech-Unternehmen, das innovative Anlagentechnologien für die industrielle Fertigung hybrider Leichtbaukomponenten entwickelt. Das 2020 als Spin-Off der Technischen Universität Dresden gegründete Unternehmen beschäftigt aktuell rund zehn Mitarbeitende. Im Fokus stehen flexible und mobile Anlagensysteme, mit denen sich unterschiedliche Fertigungsverfahren kombinieren und neue Möglichkeiten in der hochautomatisierten Bauteilproduktion erschließen lassen. ANYBRID begleitet seine Kunden von der ersten Idee über die Produkt- und Prozessentwicklung bis hin zur Umsetzung in der Serienproduktion.

„Ich freue mich über die Aufwertung des Areals und darüber hinaus des ganzen Dresdner Nordens, die wir mit diesem Projekt erfahren. Die Zielgruppen Start-Ups und Handwerk sind genau die Unternehmen, bei denen momentan Bedarf nach neuen Räumlichkeiten besteht, die aber bisher in diesem Gebiet nur wenige Möglichkeiten fanden“, sagt Bürgermeister Jan Pratzka, Beigeordneter für Wirtschaft, Digitales, Personal und Sicherheit der Landeshauptstadt Dresden. Das gesamte Areal im heutigen Industriegelände war seit 1875 Standort einer Munitionsfabrik. Eine Explosion verwüstete 1916 große Teile der Fabrik und verteilte Schadstoffe im Boden. Später zog dort ein Werk zur Kraftfahrzeuginstandsetzung ein. Der Boden war durch beide Nutzungen bislang mit Schadstoffen wie Schwermetallen, Ölresten und anderen gesundheitsgefährdenden Stoffen belastet.

„Als Wirtschaftsbürgermeister freue ich mich aber auch über die erfolgreiche Sanierung einer jahrzehntelang belasteten Industriefläche als Grundlage für den zukünftigen Gewerbehof FairWerk Nordpark Dresden. Das Land Sachsen stellt bis zu einer Dreiviertelmillion Euro aus EU- und Landesmitteln für eine erfolgreiche Dekontaminierung des Geländes zur Verfügung und hat damit den jetzt beginnenden Hochbau überhaupt erst möglich gemacht“, so Pratzka weiter. 1.000 Säulen, die bis zu neun Meter in den sandigen Boden eingelassen werden, sorgen für die notwendige Stabilität der zukünftigen Hallen.

„Nachhaltigkeit beim Bau steht für uns an erster Stelle – sei es durch die Holzbauweise oder die Solaranlagen auf den Dächern. Mit Gottes Hilfe werden wir den Weg weiter vorangehen“, so Prinz zu Salm-Salm abschließend.


























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