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12.03.2026 Freisinger Landstraße München: Baurecht für rund 600 Wohnungen

An der Freisinger Landstraße in Freimann ist ein urbanes und nachhaltiges Wohnquartier mit Kindertagesstätten sowie Einkaufs-, Sport- und Freizeitmöglichkeiten geplant. Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats hat nun den Satzungsbeschluss für den zugehörigen Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2113 und den vorberatenden Beschluss für die Änderung des Flächennutzungsplans mit integrierter Landschaftsplanung gefasst.

Das etwa 13,5 Hektar große Planungsgebiet nördlich der Floriansmühlstraße soll im Bereich zwischen der Freisinger Landstraße und dem Garchinger Mühlbach neu bebaut werden. Rund 600 Wohnungen sollen hier entstehen, bis zu 40 Prozent davon im geförderten Wohnungsbau beziehungsweise im preisgedämpften Mietwohnungsbau.
Das Planungsgebiet besteht aus zwei Teilgebieten, die durch den Emmerigweg getrennt sind. Nördlich des Emmerigwegs sind Gebäude mit bis zu sieben Geschossen und mit etwa 260 Wohnungen vorgesehen.

Form und Anordnung der Gebäude wurden so gewählt, dass der wertvolle Baumbestand weitestgehend erhalten bleibt und der Luftaustausch sichergestellt ist. Der Baukörper im Norden des Gebiets beherbergt eine Kindertagesstätte mit zwei Kinderkrippen- und zwei Kindergartengruppen und ist durch eine grüne Fuge mit altem Baumbestand von dem Gebäude in der Mitte des Gebiets getrennt. Dieses umfasst einen begrünten Wohnhof mit gemeinschaftlichen Spiel- und Aufenthaltsbereichen und öffnet sich zum umgebenden Grün und dem Garchinger Mühlbach. Im südlichen Gebäudeteil sind Flächen für den Einzelhandel, Gewerbe und Gastronomie vorgesehen, die sich zum baumüberstandenen, zentralen Platzbereich hin orientieren. Südlich des Platzes befinden sich Vereinssportflächen mit einer Dreifachsporthalle und mit einem Fitnessbereich und Freisportflächen. Die Bebauung ist komplett von Grün umgeben.

Die vier- bis siebengeschossigen Wohnbauten mit etwa 340 Wohnungen im Teilgebiet südlich des Emmerigwegs sind versetzt zueinander angeordnet. Dadurch ist sowohl der Schallschutz zur vielbefahrenen Freisinger Landstraße hin als auch ein Blick ins Grüne und zum Garchinger Mühlbach gewährleistet. Eine Kindertagesstätte mit drei Kinderkrippen- und drei Kindergartengruppen ist im Gebäude am Emmerigweg untergebracht. Die bisher für die Allgemeinheit nicht zugänglichen Flächen des ehemaligen Floriansmühlbads und des ehemaligen Tennisparks St. Florian östlich des Garchinger Mühlbachs sollen zu ökologischen Ausgleichsflächen und zu einem öffentlichen Park mit Sportangeboten werden. Zusätzliche Wege verbessern zudem die fußläufige Erschließung des Areals. So ist beispielsweise entlang des Garchinger Mühlbachs eine öffentliche Grünfläche mit Fußweg geplant, eine neue Brücke verbindet das Teilgebiet Süd barrierefrei mit dem neuen Park.

Bei der Realisierung des neuen Quartiers werden die Vorgaben einer Nachhaltigkeitscharta mit Maßnahmen zur Ressourcenschonung und Energieeffizienz bei der Bebauung sowie zu einem nachhaltigen Mobilitätsmanagement umgesetzt.
Grundlage für die Planung sind die Konzepte aus einem städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb sowie eine Machbarkeitsstudie, beide vom Büro zillerplus Architekten aus München in Zusammenarbeit mit den Freisinger Landschaftsarchitekten grabner huber lipp. Der neue Bebauungsplan schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die städtebauliche Entwicklung des Areals.


























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