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11.03.2026 Real Estate Marktausblick: Neue Impulse durch das Sondervermögen?

DLA Piper und JLL haben den Real Estate Marktausblick 2026 in den Münchner Räumlichkeiten von DLA Piper ausgerichtet und dazu bundesweit führende Vertreterinnen und Vertreter aus Immobilienwirtschaft und Politik eingeladen.

Den analytischen Auftakt setzte Matthias Barthauer, Lead Director Research bei JLL, der für 2026 eine graduelle Stabilisierung mit Kapitalverschiebungen in Richtung Logistik, digitale Infrastruktur und nutzungsflexible Immobilien skizzierte; die marktnahe Einordnung ergänzte Wolfgang Fackler, Mitglied des Bayerischen Landtags und Bürgerbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung, mit Blick auf Prioritäten und Grenzen staatlicher Programme.

In der anschließenden Diskussion brachten Christian Meister (Hines), Andreas Zeitler (Instone Real Estate Group) und Andreas Ochsenkühn (KGAL) ihre Perspektiven zu Kapitalströmen, Projektumsetzung und Infrastrukturbedarf ein; moderiert wurde die Runde von Michaela Sopp, Partnerin Bankrecht bei DLA Piper, und Dr. Manuel Indlekofer, Partner und Leiter des deutschen Infrastruktursektors der Kanzlei.

Trotz anhaltender Seitwärtsbewegung beim Investitionsvolumen im Immobilienmarkt, überwiegt vorsichtiger Optimismus in der Branche. Geopolitische Risiken und die US Wirtschaftspolitik bleiben zwar maßgebliche Unsicherheitsfaktoren, dennoch gilt Deutschland dank stabilem Preisniveau, steigender Auslandsinvestitionen und positiver BIP Prognosen weiterhin als sicherer Standort für Kapital. Die Expertinnen und Experten waren sich zugleich einig, dass das staatliche Sondervermögen ein relevantes Signal und potenzieller Wachstumstreiber ist. Seine tatsächliche Wirkung hängt jedoch davon ab, welcher Anteil der Mittel zusätzlich zu bereits bestehenden oder geplanten Vorhaben investiert wird und wie konsequent staatliche Budgets mit privatem Kapital gehebelt werden.

Als besonders naheliegende Wirkfelder wurden die Stromerzeugung und kritische Infrastruktur, Datencenter sowie Batteriespeicher und kommunale Infrastruktur identifiziert. Diese Bereiche wachsen zunehmend mit dem Immobiliensektor zusammen – insbesondere bei der Entwicklung moderner Quartiere. Für eine schnellere Marktwirkung benannte das Panel klare Voraussetzungen: weniger föderale und vergaberechtliche Komplexität, transparente und planbare Zugangswege zu Mitteln sowie eine Erfolgsmessung über konkrete Projekte – idealerweise getragen von enger Kooperation zwischen Öffentlicher Hand und privaten Akteuren.

Lars Reubekeul, Partner und Leiter der Real Estate Praxis von DLA Piper, ordnete ein, dass der Markt 2026 „mit vorsichtigem Optimismus nach vorn“ blicke und Deutschland „gerade wegen stabiler Preise, steigender Auslandsinvestitionen und positiver BIP Prognosen ein verlässlicher Standort“ bleibe; damit der Rückenwind in realen Projekten ankomme, brauche es „weniger regulatorische Komplexität, klarere Zugangswege zu Mitteln und mehr Planungssicherheit im Vollzug“.

Dr. Manuel Indlekofer ergänzte, das Sondervermögen setze „das richtige Signal“, spürbar werde es aber erst, wenn staatliche Mittel „systematisch mit privatem Kapital gehebelt“ würden; Priorität hätten „die Stromerzeugung samt Netze und kritische Infrastrukturen sowie Datencenter, Batteriespeicher und kommunaler Infrastruktur“, verbunden mit „weniger föderalen und vergaberechtlichen Hürden, transparenten Zugangswegen und einer Erfolgsmessung über konkrete Projekte“.

Damit verdichtet die Veranstaltung die Lage: Die Branche startet mit Rückenwind in ein weiterhin anspruchsvolles Jahr. Wenn Umsetzungstempo, Verfahren und Transparenz jetzt stimmen, kann das Sondervermögen als Katalysator wirken und dort Wirkung entfalten, wo der Bedarf am größten ist: in Energie und Digitalinfrastruktur, getragen von öffentlicher Hand und privatem Kapital.

























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