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11.03.2026 Vision für die EXPO 2035 in Berlin Tegel auf der MIPIM vorgestellt

Copyright: gmp
Auf der internationalen Immobilienmesse MIPIM 2026 in Cannes wurden erstmals architektonische Entwürfe vorgestellt, wie sich der ehemalige Flughafen Berlin Tegel zu einem möglichen Standort der EXPO 2035 entwickeln könnte. Daniel-Jan Girl, Aufsichtsratsvorsitzender der EXPO 2035 Berlin GmbH, und Stephan Schütz, Executive Partner bei gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner, präsentierten eine Vision, wie Teile des Geländes zu einem der zentralen EXPO-Standorte werden könnten.
Das vorgestellte Konzept zeigt, wie sich die bestehenden Planungen der Urban Tech Republic mit einer Weltausstellung verbinden lassen und wie die EXPO 2035 Berlin als Katalysator für Infrastruktur, Innovation und nachhaltige Stadtentwicklung wirken kann.

Tegel ist einer von drei möglichen Standorten für die EXPO 2035. Im Rahmen der MIPIM wurden Ideen für eine mögliche Teilnutzung der Fläche vorgestellt. Diese müssten im Falle einer erfolgreichen Bewerbung ausgearbeitet und mit der Gesamtentwicklung des Standorts weiter synchronisiert werden.

„Der Standort Tegel bietet die einzigartige Chance, eine Weltausstellung nicht nur auszurichten, sondern sie direkt in ein dauerhaftes, lebendiges Stadtquartier zu überführen”, sagt Stephan Schütz.

Neben dem Konzept von gmp wurden dabei auch internationale Architekturstudien der aac – Academy for Architectural Culture vorgestellt, bei denen 16 Architekturstudierende in vier Teams alternative Entwürfe für ein mögliches EXPO-Gelände entwickelten.
Architekturgeschichte und Zukunftsvision

Gleich dreimal befasste sich gmp mit dem Tegeler Flughafenareal: Von 1966 bis 1974 entstand hier nach den Entwürfen des Büros der erste Drive-In-Flughafenterminal der Welt. Das als „Flughafen der kurzen Wege“ konzipierte und seit 2019 denkmalgeschützte Bauwerk wurde zu einem Wahrzeichen der Hauptstadt.

Zwischen 2008 und 2021 entwickelte gmp im Auftrag des Berliner Senats und der Tegel Projekt GmbH die konzeptionelle Grundlage für die Nachnutzung des rund 460 Hektar großen Flughafenareals. Mit der Urban Tech Republic entsteht hier bereits ein Forschungs- und Industriepark für urbane Technologien, die Städte nachhaltiger, effizienter und lebenswerter machen.

Fünf Jahre später engagiert sich gmp erneut auf dem Areal. Diesmal im Rahmen einer zukunftsweisenden Initiative: als einer von drei möglichen Standorten der EXPO 2035 Berlin und der anschließenden Transformation des Geländes in ein städtisches Quartier, das den räumlichen und programmatischen Schlussstein der Urban Tech Republic bildet.

Potenzial des Standorts Tegel

Gemeinsam mit der Initiative Global Goals für Berlin e.V., die sich dafür einsetzt, die Metropolregion Berlin bis 2035 nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten, untersuchte gmp, inwiefern das östliche Areal der Urban Tech Republic zwischen Terminal und Kurt-Schumacher-Quartier für die EXPO 2035 Berlin genutzt werden kann.

Die Analyse zeigt: Mit rund 127 Hektar übertrifft das mögliche Areal sogar die Fläche des EXPO-Geländes am letzten Veranstaltungsort Osaka. Verkehrsanbindungen bestehen im Süden und Westen oder können aus der Logik der bestehenden Mobilitätskonzepte weiterentwickelt werden.

Die angrenzenden Stadtquartiere sowie der Campus der Urban Tech Republic bieten zudem ideale Voraussetzungen für eine spätere Nachnutzung als gemischt genutztes Stadtquartier, das zusätzlich von den Landschaftsräumen im Norden profitieren kann.

Architektur und räumliches Konzept

Die Studien beziehen sich auf die durch das Flughafengebäude als Nukleus geprägte Dreiecksgeometrie und leiten daraus geometrische Bezugssysteme ab, die das Campusareal mit dem Kurt-Schumacher-Quartier zu lebendigen Stadträumen verknüpfen.

Als verbindendes Element entsteht im Entwurf die Expo Plaza im Zentrum der Weltausstellung. An sie grenzen Arena, Deutschland-Pavillon und Berlin-Pavillon, während ein filigraner Aussichtsturm mit scheinbar schwebenden Glasringen als mögliches Wahrzeichen der EXPO 2035 Berlin in Erscheinung tritt.

EXPO und Urban Tech Republic als gemeinsames Zukunftsprojekt

Die Urban Tech Republic und die EXPO 2035 Berlin ergänzen sich sowohl thematisch als auch räumlich. Dadurch entsteht ein Mehrwert für beide Projekte sowie für Berlin und Deutschland.

Im Mittelpunkt der gemeinsamen Initiative von gmp und Global Goals für Berlin stehen Innovation, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Austausch – als Katalysator für die weitere Entwicklung und zukunftsfähige Weiternutzung des ehemaligen Flughafens Tegel.

Internationale Architekturstudien als Proof of Concept

Parallel zur Machbarkeitsstudie lud die von gmp gegründete aac – Academy for Architectural Culture Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Europa und Amerika ein, eigene Konzepte und Visionen für eine EXPO 2035 Berlin auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel zu entwickeln.

Die Entwürfe der Studierenden werden im Rahmen von Ausstellungen sowohl in Hamburg als auch in Berlin zu sehen sein.

Gemeinsam bilden die beiden Projekte einen Proof of Concept: Sie zeigen, dass das Tegeler Gelände über die räumlichen, infrastrukturellen und wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine Weltausstellung verfügt und dass die EXPO 2035 Berlin zugleich einen entscheidenden Impuls für die langfristige Entwicklung des Standorts geben kann.
























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