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03.03.2026 Essener Büromarkt bleibt stabil: 71.700 m² Flächenumsatz

Der Essener Büromarkt erreichte im Jahr 2025 einen Flächenumsatz von rund 71.700 Quadratmetern. Wie eine Analyse der EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH zeigt, entfielen davon etwa 54.100 Quadratmeter auf Vermietungen und rund 17.600 Quadratmeter auf Eigennutzungen. Damit lag der Umsatz rund 24 Prozent unter dem Vorjahreswert. Trotz des Rückgangs unterstreicht das Ergebnis Essens Status als verlässlicher Bürostandort mit stabiler Nachfrage. Weitere Zahlen und Fakten rund um den Essener Büromarkt liefert der aktuelle Bericht BÜROMARKT 2026 der EWG, der ab sofort zum Download bereitsteht.

Mit dem Kontorhausviertel entstehen auf einer Fläche von rund 35.000 Quadratmetern westlich der Innenstadt zukünftig bis zu 60.000 Quadratmeter moderne Büroflächen, ergänzt durch Wohnungen, ein Hotel und Nahversorgungsmöglichkeiten. Den Auftakt bildet das Kontorhaus Ost – mit 104 Wohnungen und rund 11.000 Quadratmetern hochflexiblen Büroflächen. Foto: Dr. Helmut Greve Bau und Boden-AG
„Der Essener Büromarkt zeigt sich im Jahr 2025 weitgehend stabil und resilient. In einem von wirtschaftlichen Unsicherheiten und geopolitischen Spannungen geprägten Umfeld behauptet sich Essen als etablierter Bürostandort im Ruhrgebiet mit ausgeprägter Funktion als Verwaltungs- und Dienstleistungsstandort. Diese Kontinuität unterstreicht die nachhaltige Qualität des Marktes und das Vertrauen von Investoren sowie Nutzern gleichermaßen“, sagt Andreas Hill, Prokurist und Leiter Flächen und Immobilien bei der EWG.

Öffentliche Hand stabilisiert den Markt

Zur Stabilität trugen insbesondere einzelne größere Abschlüsse aus dem Bereich der öffentlichen Hand bei, die das Marktgeschehen 2025 maßgeblich mitprägten. So sicherte sich die Stadt Essen rund 13.000 Quadratmeter in der Altendorfer Straße für das Amt für Soziales und Wohnen sowie rund 5.600 Quadratmeter für den Fachbereich Immobilienwirtschaft im Kontorhausviertel, das sich gerade im Bau befindet. Die Feuerwehr Essen mietete zudem rund 2.200 Quadratmeter im Nordviertel an. Einen weiteren Impuls setzt die Universität Duisburg-Essen mit dem neuen Forschungszentrum „ACTIVE SITES“, das nach Fertigstellung im Jahr 2027 über rund 4.000 Quadratmeter Labor- und Bürofläche verfügen wird. Auch die Privatwirtschaft war mit größeren Anmietungen vertreten: ETL Freund & Partner (rund 5.700 Quadratmeter), Hatch Küttner (rund 2.300 Quadratmeter) sowie die GEA Bischoff GmbH (rund 2.000 Quadratmeter) sicherten sich neue Büroflächen im Essener Stadtgebiet.

Innenstadt bleibt gefragt

Die Nachfrage konzentrierte sich auch 2025 auf die etablierten Bürostandorte: Rund 33 Prozent des Flächenumsatzes entfielen auf die Innenstadt und das Südviertel, knapp 20 Prozent auf den Krupp-Gürtel und rund 13 Prozent auf die Weststadt.

Neubauprojekte bereichern den Büromarkt

Im Jahr 2025 wurden in Essen rund 27.200 Quadratmeter Bürofläche fertiggestellt. Exemplarisch für die Nachfrage nach nachhaltigen und standortgerechten Gebäudekonzepten steht der Bezug der neuen Deutschlandzentrale von Atlas Copco im Umfeld des TÜV-Campus im Technologiepark Nord. Mit der neuen Unternehmenszentrale von Deichmann in Essen-Schönebeck bekräftigt zudem ein weiteres international tätiges Unternehmen sein langfristiges Engagement am Standort.

Neue Nutzungskonzepte gegen Leerstand

Der Büroflächenleerstand ist 2025 leicht auf rund 233.500 Quadratmeter (7,4 Prozent) gesunken. Die strukturellen Herausforderungen bleiben jedoch: Vor allem ältere, energetisch schwache Bestände sind schwer vermittelbar. Zunehmend gewinnt daher die qualitative Weiterentwicklung und Umnutzung von leerstehenden Büroflächen an Bedeutung – etwa an der Rellinghauser Straße, wo rund 5.500 Quadratmeter künftig im Rahmen eines Beherbergungskonzepts neu genutzt werden sollen.

Mieten steigen

Sowohl die Durchschnitts- als auch die Spitzenmiete legten im Jahresverlauf zu. Die Durchschnittsmiete stieg von 12,50 Euro im Jahr 2024 auf 13,90 Euro pro Quadratmeter, die Spitzenmiete von 18,50 Euro auf 19,80 Euro pro Quadratmeter.

Ausblick

Die weitere Entwicklung des Essener Büromarktes wird maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Lage und den strategischen Flächenentscheidungen der Unternehmen abhängen. Gefragt bleiben hochwertige und flexibel nutzbare Büroflächen, während ältere Bestände zunehmend unter Anpassungsdruck geraten. Essen profitiert dabei von seiner starken Unternehmensstruktur mit mehreren DAX- und MDAX-Konzernen sowie zahlreichen Hidden Champions, die dem Markt langfristige Stabilität verleihen.






















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