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01.03.2026 LabCampus: Erfolgsrezept Gastro fördert Innovation und Community

Innovationskraft zählt heute zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren für Unternehmen. Warum Räume einen echten Wettbewerbsvorteil schaffen können, haben Expertinnen und Experten Ende Februar bei einem Talk erläutert. Eingeladen hatte der Innovations-Hub LabCampus am Münchner Flughafen anlässlich der Neueröffnungen des Bistro forty8 und der Cafébar nosh. Neben André Schellenberg, Culinary Commercial Director bei der Compass Group, und Marina Kellerbauer, Senior Manager Operation & Design der LabCampus GmbH, gaben New-Work-Experte Prof. Dr. Klaus Bengler vom Lehrstuhl für Ergonomie der Technischen Universität München (TUM) und Hospitality-Pionier Philipp Kirnbauer, Director Project & Design für die Compass Group, Einblicke in die Trends moderner Arbeitswelten.

Unter dem Leitsatz „Serendipity is Strategic“ betonte Kirnbauer die strategische Bedeutung der sogenannten Serendipität – einer zufälligen Entdeckung von etwas Wertvollem. In der Geschäftswelt wird der Begriff oft mit dem glücklichen Moment veranschaulicht, in dem eine ungeahnte Begegnung an der Kaffeebar durch neue Impulse ein Projekt maßgeblich voranbringt. Oft entstehe durch diesen Moment echte Innovation. Für den Designer Kirnbauer steht fest: Zukunftsfähige Unternehmen sollten die Häufigkeit solcher Augenblicke erhöhen, indem sie attraktive Community-Flächen anbieten. Der Österreicher besichtigt weltweit innovative Firmenstandorte und entwickelt Konzepte für die Compass Group, den weltweit größten Anbieter von Gemeinschaftsgastronomie.

Die Experten waren sich einig, dass der LabCampus mit gastronomischen Angeboten wie dem Bistro forty8 und der Cafébar nosh die Innovationskraft der Unternehmen am Standort durch Gemeinschaft spürbar unterstützen kann. Bereits seit der Eröffnung der ersten beiden Gebäude LAB 48 und LAB 52 im Jahr 2023 hat sich der LabCampus einen Namen als Community-Quartier gemacht. Mit Einzug der TUM im Jahr 2026 werden Vielfalt und Austausch weiter gestärkt. Neben den Vernetzungsangeboten für die Studierenden und Unternehmen liegt die Besonderheit des Konzepts darin, dass auch Nachbarn aus der Region und Besucherinnen und Besucher des Flughafens Gelegenheit bekommen, Showrooms, Events und die Gastronomie zu besuchen.

„Alle sind eingeladen, hier Innovationsluft zu schnuppern – und jetzt gleichzeitig auch köstlich und gesund zu essen“, sagte Sarah Wittlieb, Vice President Sales & Innovation LabCampus GmbH, und erklärte, warum das Angebot für seine Mieter so relevant ist: „Aus der Forschung wissen wir, dass Innovation dann entsteht, wenn Menschen zusammenkommen. Gastronomie ist ein wichtiger Hebel für Unternehmen, um im Wettbewerb mit dem Homeoffice zu punkten.“

Soziale Nähe als Schlüssel

Gastronomie fördert soziale Nähe – in der Innovationsforschung „Social Proximity“ genannt. Diese Zwischenmenschlichkeit gilt als Motor für neue Ideen. Innenarchitektin Marina Kellerbauer begleitet den LabCampus schon seit dem ersten Mieterausbau und schafft gestalterisch die Voraussetzungen für das kreative Miteinander am LabCampus: „Es war mir eine große Freude, mit der Planung des forty8 und des nosh ein verbindendes Element für alle zu schaffen. Durch die vielseitige und spannende Zusammensetzung der Mieter in unseren Gebäuden entstehen so, gerade in der Mittagspause, immer wieder bereichernde Begegnungen, die den Kollaborationsgedanken des LabCampus widerspiegeln“, so Kellerbauer.

Die Entdeckung der Gastfreundschaft

In seiner Keynote wies Kirnbauer darauf hin, dass im Wettbewerb um die größten Talente bei vielen Unternehmen eine spannende Veränderung stattfinde. Als Initiator eines internationalen Research Dialogue mit UCL London, HSLU Lucerne sowie Partnern wie Google und Zaha Hadid Architects arbeitet Kirnbauer seit Jahren an der Schnittstelle von Hospitality, Design und Real Estate. „Arbeitgeber entdecken die Bedeutung der Gastfreundschaft“, erklärte Kirnbauer. Dies sei ein richtiger und wichtiger Weg. Hospitality entfalte im Zusammenspiel mit guten Räumen „einen messbaren sozialen Wirkungsgrad“. An diesem Wirkungsgrad würde Kirnbauer künftig den Wert einer Immobilie messen, „nicht mehr am Quadratmeterpreis“.

LabCampus festigt seinen Ruf als Standort, der als Innovations-Hub die Zukunft aktiv mitgestaltet. Auch die richtige Ausstattung spielt dabei eine wichtige Rolle. Prof. Dr. Klaus Bengler, der Inhaber des Lehrstuhls für Ergonomie der TUM School of Engineering and Design, richtet im LabCampus ein Living-Lab für Future Work ein. Unter echten Bedingungen untersucht Bengler, wie Räume mit Blick auf das Jahr 2040 gestaltet sein müssen. So treffen theoretische Erkenntnisse über die Ergonomie – also die Lehre von der optimalen Anpassung der Arbeitsbedingungen an den Menschen – auf den realen Arbeitsalltag.

Ein Lagerfeuer für urbane Quartiere

Mit dem gastronomischen Angebot reagieren forty8 und nosh auch auf veränderte Ernährungsgewohnheiten: Beschäftigte erwarten heute mehr ausgewogene, leichte und kreativ interpretierte Speisen statt nur der klassischen Angebote, weiß André Schellenberg vom Marktführer Compass Group. Mit seiner heterogenen Mieterstruktur – von Scale-ups über Technologieunternehmen bis zu Studierenden der Technischen Universität München (TUM) – bietet der LabCampus ein vielseitiges Testfeld, in dem unterschiedliche Erwartungen zusammenkommen. „Mediterran-alpine Kulinarik, zeitgemäße Tellersprache, individuell zusammenstellbare Komponenten sind der Inhalt unseres Gastronomiekonzeptes für das forty8“, erklärte Schellenberg. „Eine Ausrichtung, bei der sich LabCampus-Besucher wohlfühlen, unkompliziert miteinander in Kontakt und in den Austausch kommen sollen.“

Mit der benachbarten Cafébar im modernen Design reagiert man auf veränderte Interessen: „Snacking, mehrere kleinere tägliche Mahlzeiten und hochwertige Barista-Kultur haben sich bereits seit einigen Jahren als weiterer Trend in der Gemeinschafts-gastronomie manifestiert. Genau hierauf wollen wir mit dem etablierten Produkt im nosh einzahlen“, betonte Schellenberg. Für Innovations-Experte Kirnbauer ist es keine Überraschung, dass die Cafébar nosh so beliebt ist: Cafés bezeichnet er als „Lagerfeuer urbaner Quartiere“ – dort halte man sich gerne auf und genieße soziale Wärme.
































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