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25.02.2026 GEG-Reform: In deutsche Heizungskeller zieht wieder Vernunft ein

Der BVI Bundesfachverband der Immobilienverwalter e. V. begrüßt die gestern von der schwarz-roten Koalition vorgelegten Eckpunkte zur Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Aus Sicht des Verbandes setzen die geplanten Änderungen für Deutschlands Immobilienverwalter und Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) ein wichtiges Signal für mehr Praxisnähe, Planungssicherheit und Entscheidungsfreiheit:

„Die Eckpunkte der Koalition zur GEG-Reform sind ein Schritt zurück zur Machbarkeit und ein Schritt nach vorn für den Klimaschutz im Gebäudebestand“, erklärt BVI-Präsident Thomas Meier. „In deutsche Heizungskeller zieht wieder Vernunft ein. Jetzt ist dort wieder Raum für pragmatische, wirtschaftlich tragfähige Entscheidungen, die die Klimawende im Gebäudebestand voranbringen.“ Mit der Abkehr von starren Vorgaben und der Öffnung für verschiedene Heiztechnologien – von Wärmepumpe über Fernwärme und Biomasse bis hin zu Gas- und Ölheizungen mit steigenden Anteilen klimafreundlicher Brennstoffe – schaffe die Koalition einen realistischen Rahmen für Modernisierungen:

„Gerade im heterogenen Gebäudebestand bringen die Eckpunkte endlich die Flexibilität, auf die Millionen Wohnungseigentümer lange gewartet haben“, betont Meier. Denn in den meisten Altbauten seien die Voraussetzungen für Wärmepumpen oder Pelletanlagen schlicht nicht ideal. Es fehle an Platz, und die Investitionen stünden nicht immer in einem vernünftigen Verhältnis zur Amortisation. Dass moderne Gas- und Ölheizungen weiterhin möglich bleiben und Schritt für Schritt mit mehr Bio- oder synthetischen Kraftstoffen betrieben werden, eröffnet aus Sicht des BVI daher einen praxistauglichen Weg: So kann der Gebäudebestand klimafreundlich, bezahlbar und sozialverträglich beheizt werden.

Bei aller Zustimmung mahnt der Verband jedoch an, dass bei der konkreten Ausarbeitung des Gesetzesentwurfs ein Perspektivwechsel notwendig ist:
„Die Politik muss bei allem Reformwillen ihr Vokabular erweitern“, fordert Meier. „Wenn die Bundesregierung künftig von Eigentümern spricht, darf sie Eigentümergemeinschaften nicht länger gedanklich ausklammern.

Eigentumswohnungen machen rund 25 Prozent des deutschen Wohnungsbestands aus. Diese Realität muss sich konsequent im Gesetz und im Mindset von Schwarz-Rot widerspiegeln, wenn die Energiewende im Gebäudesektor gelingen soll.“

Ein maßgeschneidertes Förderprogramm wäre hierfür ein starkes Signal. In der aktuellen Förderlandschaft würden aktuell weder die hohe Kostenlast noch die komplexen, gesetzlich vorgeschriebene Abstimmungsprozesse in WEG mitgedacht. Der BVI bekräftigt daher seine Forderung, dies im Zuge der GEG-Reform zu ändern.

Insgesamt jedoch fällt das Fazit des BVI positiv aus: „Die Eckpunkte sind ein guter Auftakt für den überfälligen Kurswechsel in der Gebäudemodernisierung“, so Meier abschließend. „Jetzt muss daraus zügig ein belastbarer Gesetzesentwurf werden. Unsere Branche braucht klare Leitplanken und Verlässlichkeit für Investitionen. Je schneller Rechtssicherheit entsteht, desto schneller kommen Projekte vom Papier in die Umsetzung.“


























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