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23.02.2026 OB Reiter zur SEM München Nord/Nordost: Es braucht den Neustart

Zum weiteren Vorgehen bei den Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen (SEM) Münchner Nordosten und Münchner Norden erklärt Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Das Instrument der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme hat 15 Jahre nach Einleitung der vorbereitenden Untersuchungen für den Münchner Nordosten und sechs Jahre nach Einleitung für den Münchner Norden zu keinem Baurecht geführt, geschweige denn zu einer einzigen gebauten Wohnung.

Vielmehr ist die Situation vor Ort festgefahren, die Fronten sind verhärtet. Daher müssen wird der Tatsache ins Auge sehen: Mit dem Instrument der SEM wird auch künftig keine städtebauliche Entwicklung möglich sein. Gleichwohl halte ich an der Notwendigkeit, im Münchner Nordosten und Münchner Norden Wohnungsbau zu entwickeln, fest.
Eine solche Entwicklung kann jedoch nur im Konsens und in Kooperation mit den Grundeigentümern gelingen. Aus meiner Sicht braucht es dafür einen neuen Ansatz. Ich halte es für sinnvoll, eine gemeinsame Institution ins Leben zu rufen, die konstruktiv sowohl im Interesse der Grundeigentümer handelt als auch dem Ziel, neuen Wohnraum zu schaffen, verpflichtet ist.

Ich kann mir zum Beispiel eine Genossenschaft oder Gesellschaft aller Grundeigentümer vorstellen, die die städtebauliche Entwicklung vorantreibt. Auch die Landeshauptstadt München wäre mit ihren Flächen Teil dieser neu zu gründenden Stadtentwicklungsgesellschaft. Grundlage müssen transparente Kosten- und Lastenberechnungen sein, auf deren Basis sowohl der Wertzuwachs der Grundstücke als auch der notwendige Beitrag zur Infrastruktur fair und nachvollziehbar ermittelt werden. Dies auf Grundlage von Wirtschaftlichkeitsberechnungen – ohne Drohkulisse eines Enteignungsszenario, aber auch unter Anerkennung der erforderlichen Infrastrukturkosten.

Ich habe daher meine Verwaltung beauftragt, ein entsprechendes Modell auszuarbeiten und dieses zeitgleich mit der Aufhebung der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen im Münchner Nordosten und dem Münchner Norden dem Stadtrat zur Entscheidung vorzulegen.

Die vorliegenden räumlichen Planungen für den Münchner Nordosten und Münchner Norden sind die Grundlage, um mit allen Grundeigentümern – auch den angrenzenden – ins Gespräch zu kommen. Individuelle Lösungen und Modifizierungen sind jedoch weiterhin möglich.

Um die Entwicklung eng zu begleiten und Entscheidungen zu beschleunigen, wird das Thema künftig direkt im Büro des Oberbürgermeisters angesiedelt. Damit ist für mich die SEM Geschichte – keine Enteignungsdrohung, sondern Verhandlung auf Augenhöhe und Freiwilligkeit.“


























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