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18.02.2026 Hamburg: Campusentwicklung der Helmut-Schmidt-Universität startet

Fotocredit: HSU UniBw Hamburg
Eines der größten Bauvorhaben Deutschlands startet in die Planungsphase – die Campusentwicklung der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg. Am Mittwochvormittag unterzeichneten sämtliche Bau- und Planungspartner sowie die Bundesbauabteilung als Bauherrenvertretung den Mehrparteienvertrag. Dieser bildet die Grundlage einer kollaborativen Zusammenarbeit aller Partner über den gesamten Planungs- und Bauprozess hinweg. Die Unterzeichnung stellt einen wichtigen Meilenstein im Projekt dar: Damit beginnt nach einem europaweiten, umfangreichen Vergabeverfahren nun das Projekt.

Das Bauprojekt der Campusentwicklung auf der Douaumont-Kaserne „Campus DOK“

Für die Campusentwicklung stellt die Bundeswehr Finanzmittel in Höhe von etwa einer Milliarde Euro zur Verfügung. Damit soll nahezu der gesamte Campus der Douaumont-Kaserne (DOK) in Hamburg-Jenfeld neu entwickelt werden: Auf einem Areal von 205.000 m² werden Neubauten und Bestandssanierungen mit einer Fläche von über 100.000 m², sowie die zugehörige Infrastruktur und Freianlagen realisiert. Das Ziel: ein klimaneutraler, innovativer und moderner Wissenschaftsstandort, der alle derzeit ausgegliederten Fachbereiche der Universität auf dem Campus wieder zusammenführt.

Eine innovative Methode der Zusammenarbeit

Die Gesamtkomplexität des Bauvorhabens mit großem Bauvolumen, einer geplanten Laufzeit von rund 10 Jahren, den Anforderungen aus dem laufenden Universitätsbetrieb und dem Denkmalschutz erfordert eine andere Herangehensweise an die Projektabwicklung. Deshalb haben sich der Bauherr Bundeswehr und die Bundesbauabteilung für eine innovative Abwicklungsmethode entschieden: die Integrierte Projektabwicklung (IPA). Alle Bau- und Planungspartner sowie der Auftraggeber bilden dabei von Anfang an eine gleichberechtigte Allianz, die gemeinsam die Verantwortung übernimmt – inkl. der Chancen und Risiken. Diese kollaborative Zusammenarbeit soll einen zügigen und effizienten Planungs- und Bauprozess gewährleisten im Sinne „Best for Project“.

Bundesweite Bedeutung des Bauvorhabens

Vor dem Hintergrund aktueller Debatten über die Stärkung der Bundeswehr kommt dem Projekt „Campus DOK“ eine wichtige Rolle zu. Die Bundeswehr tätigt mit der Campusentwicklung eine wichtige Investition in die Zukunft der universitären Ausbildung ihres Führungskräftenachwuchses als elementaren Bestandteil der Offizierausbildung. Auch für die Stadt Hamburg ist das Projekt von enormer Bedeutung, da der neue Campus den Forschungs- und Wissenschaftsstandort stärken wird.

Die Bundesbauabteilung als Bauherrenvertreterin hat folgende Bau- und Planungspartner für das Projekt gewinnen können:

Objektplanung Gebäude:

• Heinlewischer Partnerschaft freier Architekten mbB
• MO Architekten - Moritz + Krause PartGmbB
• Wetzel & von Seht - Beratende Ingenieure Partnerschaft mbB

Erweiterte Objektplanung/ Freianlagen Ingenieurbau:

• WES GmbH LandschaftsArchitektur
• Glück Landschaftsarchitektur GmbH
• BPR Dr. Schäpertöns Consult GmbH & Co.KG

Fachplanung Technische Ausrüstung ELT (elektrische Anlagen):

• RMN Ingenieure GmbH

Fachplanung Technische Ausrüstung HLSM (Heizung, Lüftung, Sanitär & Maschinentechnik):

• Buro Happold GmbH

Ausführung Abbruch, erweiterter Rohbau und Fassade:

• HOCHTIEF Infrastructure GmbH Building Hamburg

Ausführung Ausbau und Laborbau:

• Lindner SE

Ausführung Tiefbau, Abbruch, Außen- und Verkehrsanlagen:

• WIWA Wilko Wagner GmbH

Ausführung Technische Ausrüstung ELT (elektrische Anlagen):

• Rud. Otto Meyer Technik GmbH

Ausführung Technische Ausrüstung HLS (Heizung, Lüftung, Sanitär):

• ENGIE Deutschland GmbH, NL Hamburg

Karen Pein, Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen: „Das Projekt ‚Campus DOK‘ ist in vielerlei Hinsicht besonders. Zum einen geht der Bau der öffentlichen Hand mit der Integrierten Projektabwicklung (IPA) neue, innovative Wege. Wir sind gespannt auf die wertvollen Erfahrungen, die sich daraus für unsere Stadt ergeben. Zugleich ist die Campusentwicklung von großer Bedeutung für den Wissenschaftsstandort Hamburg: Auf dem Gelände der Helmut-Schmidt-Universität entsteht ein moderner Campus der Zukunft. Darüber hinaus leistet Hamburg mit diesem Projekt einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Sicherheit und Verteidigung.“

Donald Appel, Leiter der Bundesbauabteilung Hamburg: „Mit der Vertragsunterzeichnung starten wir nun in die konkrete Umsetzung der Campusentwicklung der Helmut-Schmidt-Universität. Das ist ein großer Meilenstein für das Projekt ‚Campus DOK‘. Mit der innovativen Abwicklungsmethode IPA haben wir deutlich mehr Kontrolle über den Kosten- und Zeitrahmen und arbeiten als gemeinsame Projektgestalter im Sinne ‚Best for Project‘. Wir sind froh, mit unseren neun Allianzpartnern feste Mitstreiter gefunden zu haben, die genauso für das Projekt brennen wie wir.“
























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