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18.02.2026 Batteriespeicher rücken ins Zentrum der Energiewende

Der Anteil von Wind- und Solarenergie an der europäischen Stromerzeugung ist 2025 auf 30 % gestiegen und hat fossile Energieträger erstmals überholt. Dieser Erfolg bringt jedoch auch neue Herausforderungen: Netzengpässe nehmen zu, erneuerbare Anlagen müssen zeitweise abgeschaltet werden, Netzanschlüsse verzögern sich.

Damit verschiebt sich der Fokus der Energiewende: Nicht länger steht der Ausbau von Erzeugungskapazitäten im Vordergrund, sondern vielmehr die Integration und Systemstabilität. Batteriespeicher gewinnen in diesem Kontext strategisch an Bedeutung und gelten zunehmend als zentrale Lösung. Sie nehmen Produktionsspitzen auf, stellen Flexibilität bereit und ermöglichen die zeitliche Entkopplung von Erzeugung und Verbrauch. So wird erneuerbarer Strom auch dann nutzbar, wenn Wind und Sonne nicht verfügbar sind. Der Ausbau der Speicherinfrastruktur wird damit zu einer zentralen Voraussetzung für das Gelingen der nächsten Phase der Energiewende – inklusive Ausbau von Offshore-Wind, grünem Wasserstoff, Elektromobilität und elektrifizierter Wärmeversorgung.

Für institutionelle Investoren eröffnet sich damit ein attraktives Marktsegment. Batteriespeicher bieten – abhängig vom Geschäftsmodell – stabile bis marktbasierte Ertragsstrukturen, die nicht primär subventionsabhängig sind. Neben Netzstabilisierungs- und „Behind-the-Meter“-Lösungen, etwa in Gewerbeparks oder Neubauprojekten, gewinnt insbesondere der Arbitragemarkt an Bedeutung, bei dem Strompreisvolatilität gezielt genutzt wird.

Infrastrukturinvestment mit Renditepotenzial und klarer systemischer Relevanz

Der Markt entwickelt sich von der Pionierphase in die Skalierung. Mit zunehmender technologischer Reife und wachsender Nachfrage nach Netzflexibilität rücken Batteriespeicher strategisch ins Zentrum der Energiewende und werden zu einem zentralen Baustein einer resilienten, nachhaltigen und unabhängigen europäischen Energieversorgung. Für langfristig orientierte Investoren verbinden sich hier infrastrukturelle Stabilität und strukturelles Wachstumspotenzial mit einem klarer Beitrag zur nachhaltigen Transformation des Energiesystems und zur Energie-Unabhängigkeit Europas.

(Autor: Kay van der Kooi, Senior Anlageexperte bei Triodos Investment Management)


























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