17.02.2026 Über 363 Tage für eine Transaktion – Stagnation als Trendwende?
Lange und komplexe Transaktionen, Großes Interesse an der DACH und CEE-Region: Die Due Diligence Plattform Drooms veröffentlicht zum vierten Mal in Folge seinen Real Estate Trends Report und analysiert die über Drooms abgewickelten Transaktionen hinsichtlich Dauer und Umfang. 2025 entfielen 70 Prozent der Transaktionen auf den Immobiliensektor, während die übrigen 30 Prozent auf Corporate-Finance-, Energy- und Legal-Deals verteilt waren. Erstmals seit Beginn der Erhebungen ist die Transaktionsdauer in Europa mit 363 Tagen gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. Ergänzend zur Datenauswertung hat Drooms 80 Immobilienexpertinnen und -experten zu ihren Investmentabsichten und Markteinschätzungen für 2026 befragt.
So wollen die meisten Befragten 2026 maximal 20 Millionen Euro in Immobilien investieren (36 Prozent). 15 Prozent planen ein Investitionsvolumen zwischen 20 und 50 Millionen Euro, 14 Prozent zwischen 50 und 100 Millionen Euro, 11 Prozent zwischen 100 und 250 Millionen Euro und 14 Prozent sogar mehr als 250 Millionen Euro.
Eine der zentralen Erkenntnisse des Reports ist, dass 53 Prozent der Befragten über alle europäischen Märkte hinweg eine verlängerte Transaktionsdauer in den vergangenen zwölf Monaten festgestellt haben. 16 Prozent berichten sogar von einer Zunahme um mehr als 20 Prozent, 27 Prozent von einer Zunahme zwischen 10 und 20 Prozent. Ebenso geben 24 Prozent an, dass die Wahrscheinlichkeit, einen Deal nach der Due Diligence abzuschließen, im vergangenen Jahr abgenommen habe; 54 Prozent berichten von einer gleichbleibenden Wahrscheinlichkeit.
Stagnierende Transaktionsdauer in Europa – Trendwende in Sicht?
Die anonymisierte Auswertung der Drooms-Datenbank zeigt hingegen eine stagnierende Transaktionsdauer. Gegenüber 2024 blieb die europäische Transaktionsdauer mit 363 Tagen stabil. Allerdings lassen sich deutliche länderspezifische Unterschiede beobachten: In Großbritannien dauert eine Transaktion nun 577 Tage – gegenüber 499 Tagen im Vorjahr ein neuer Rekord. Für Deutschland gibt es gute Nachrichten: Dort sank die Transaktionsdauer mit 398 Tagen gegenüber 405 Tagen im Vorjahr erstmals wieder. In Frankreich ließ sich mit 336 Tagen gegenüber 329 Tagen im Vorjahr ebenfalls ein Anstieg beobachten, ebenso in Spanien (244 gegenüber 206 Tagen).
Die Datenmenge pro Immobilientransaktion ist nach dem Höchststand von 3,6 Gigabyte im Jahr 2024 auch 2025 stabil geblieben. Hauptgrund für die weiterhin hohe Datenmenge sind die gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen an Immobilientransaktionen.
Die stabile Transaktionsdauer in Europa und der leichte Rückgang in Deutschland können laut Drooms-CEO Alexandre Grellier Frühzeichen einer Trendwende sein.
„Die Transaktionsdauer ist in Europa seit Jahren von Rekordhoch zu Rekordhoch geeilt. Nun beobachten wir erstmalig eine Stagnation. Das kann ein Indikator für ein aufhellendes Transaktionsumfeld sein. Allerdings muss auch festgestellt werden, dass trotz der leichten Erholung die Dealsicherheit abnimmt und sich die Transaktionsdauer trotz allem weiter auf hohem Niveau befindet“, kommentiert Alexandre Grellier, Mitgründer & CEO von Drooms. „Es ist eine Riesenherausforderung, diese Komplexität zu managen. Umso wichtiger sind strukturierte und digitale Prozesse zum Austausch und zur Bearbeitung von Informationen und Dokumenten – gerade bei komplexen und grenzüberschreitenden Transaktionen.“
CEE- und DACH-Region im Fokus
Diese Regionen stehen bei Investoren weiterhin hoch im Kurs: 28 Prozent der Befragten planen, 25 bis 50 Prozent ihres Investitionsvolumens außerhalb ihres Heimatmarktes zu investieren. 58 Prozent gaben an, maximal 25 Prozent im Ausland investieren zu wollen. Besonders gefragt sind Spanien (43 Prozent), die DACH-Region (37 Prozent), die CEE-Region (34 Prozent), gefolgt von Benelux (22 Prozent). Gleichzeitig sehen Investoren Herausforderungen: 47 Prozent nennen das unterschiedliche regulatorische Umfeld als größte Hürde, 28 Prozent fehlenden Marktzugang.
Wohn- und Logistikimmobilien bleiben Investorenliebling – Infrastruktur gefragt
Wie schon 2025 bleiben Wohnen (43 Prozent; -1) und Logistik (15 Prozent; -5) im Fokus der Investoren, gefolgt von Infrastruktur (inkl. Rechenzentren: 14 Prozent; ±0) und Hospitality (11 Prozent; +1), Retail (8 Prozent; +3), Healthcare (7 Prozent; +3) und Büro (1,3 Prozent; -2,7). Trotz der zurückhaltenden Einstufung als attraktivste Asset-Klasse wollen 62 Prozent der Investoren ihr Infrastruktur-Engagement ausbauen; nur rund 10 Prozent wollen es reduzieren.
Finanzierung bleibt Herausforderung
Die größte Herausforderung für die befragten Unternehmen bleibt die Finanzierungssituation: 46 Prozent geben an, dass die Sicherung weiterer Finanzmittel ihre größte Herausforderung ist. Für 16 Prozent ist die Restrukturierung und Anschlussfinanzierung ihrer Verbindlichkeiten eine weitere große Herausforderung. 39 Prozent nennen mangelnde Investmentopportunitäten; jeweils 28 Prozent zählen Fachkräftemangel und den Umgang mit Regulierung zu ihren drei größten Herausforderungen. Trotzdem wollen 60 Prozent der Befragten 2026 aktiver am Transaktionsmarkt sein als 2025. Nur 15 Prozent planen, ihre Aktivitäten einzuschränken.
Mehr Deals dank KI
Zu den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf das Transaktionsgeschäft erwarten die meisten Befragten, dass sie dank KI mit derselben Personalstärke mehr Deals sichten und vorbereiten können (49 Prozent). 15 Prozent gehen davon aus, dass Deals schneller und günstiger werden und/oder mithilfe von KI die Kosten für Transaktions- und Rechtsberatung gesenkt werden können. 12 Prozent erwarten, dass durch KI Arbeitsplätze im Transaktionsgeschäft abgebaut und dadurch Kosten eingespart werden könnten.
„KI hat das Potenzial, den Transaktionsmarkt fairer zu machen. Während für große Deals heute entsprechende Strukturen und Manpower vorhanden sein muss, können künftig kleinere Boutiquen mit den großen Investmentmanagern und Investoren konkurrieren“, erklärt Grellier. „KI wird nicht von allein das Dealsourcing oder die Due Diligence übernehmen, aber sie kann den Zugang zu mehr und besseren Deals vereinfachen. Das ist keine schlechte Nachricht für einen Markt im Umbruch.“
So wollen die meisten Befragten 2026 maximal 20 Millionen Euro in Immobilien investieren (36 Prozent). 15 Prozent planen ein Investitionsvolumen zwischen 20 und 50 Millionen Euro, 14 Prozent zwischen 50 und 100 Millionen Euro, 11 Prozent zwischen 100 und 250 Millionen Euro und 14 Prozent sogar mehr als 250 Millionen Euro.
Eine der zentralen Erkenntnisse des Reports ist, dass 53 Prozent der Befragten über alle europäischen Märkte hinweg eine verlängerte Transaktionsdauer in den vergangenen zwölf Monaten festgestellt haben. 16 Prozent berichten sogar von einer Zunahme um mehr als 20 Prozent, 27 Prozent von einer Zunahme zwischen 10 und 20 Prozent. Ebenso geben 24 Prozent an, dass die Wahrscheinlichkeit, einen Deal nach der Due Diligence abzuschließen, im vergangenen Jahr abgenommen habe; 54 Prozent berichten von einer gleichbleibenden Wahrscheinlichkeit.
Stagnierende Transaktionsdauer in Europa – Trendwende in Sicht?
Die anonymisierte Auswertung der Drooms-Datenbank zeigt hingegen eine stagnierende Transaktionsdauer. Gegenüber 2024 blieb die europäische Transaktionsdauer mit 363 Tagen stabil. Allerdings lassen sich deutliche länderspezifische Unterschiede beobachten: In Großbritannien dauert eine Transaktion nun 577 Tage – gegenüber 499 Tagen im Vorjahr ein neuer Rekord. Für Deutschland gibt es gute Nachrichten: Dort sank die Transaktionsdauer mit 398 Tagen gegenüber 405 Tagen im Vorjahr erstmals wieder. In Frankreich ließ sich mit 336 Tagen gegenüber 329 Tagen im Vorjahr ebenfalls ein Anstieg beobachten, ebenso in Spanien (244 gegenüber 206 Tagen).
Die Datenmenge pro Immobilientransaktion ist nach dem Höchststand von 3,6 Gigabyte im Jahr 2024 auch 2025 stabil geblieben. Hauptgrund für die weiterhin hohe Datenmenge sind die gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen an Immobilientransaktionen.
Die stabile Transaktionsdauer in Europa und der leichte Rückgang in Deutschland können laut Drooms-CEO Alexandre Grellier Frühzeichen einer Trendwende sein.
„Die Transaktionsdauer ist in Europa seit Jahren von Rekordhoch zu Rekordhoch geeilt. Nun beobachten wir erstmalig eine Stagnation. Das kann ein Indikator für ein aufhellendes Transaktionsumfeld sein. Allerdings muss auch festgestellt werden, dass trotz der leichten Erholung die Dealsicherheit abnimmt und sich die Transaktionsdauer trotz allem weiter auf hohem Niveau befindet“, kommentiert Alexandre Grellier, Mitgründer & CEO von Drooms. „Es ist eine Riesenherausforderung, diese Komplexität zu managen. Umso wichtiger sind strukturierte und digitale Prozesse zum Austausch und zur Bearbeitung von Informationen und Dokumenten – gerade bei komplexen und grenzüberschreitenden Transaktionen.“
CEE- und DACH-Region im Fokus
Diese Regionen stehen bei Investoren weiterhin hoch im Kurs: 28 Prozent der Befragten planen, 25 bis 50 Prozent ihres Investitionsvolumens außerhalb ihres Heimatmarktes zu investieren. 58 Prozent gaben an, maximal 25 Prozent im Ausland investieren zu wollen. Besonders gefragt sind Spanien (43 Prozent), die DACH-Region (37 Prozent), die CEE-Region (34 Prozent), gefolgt von Benelux (22 Prozent). Gleichzeitig sehen Investoren Herausforderungen: 47 Prozent nennen das unterschiedliche regulatorische Umfeld als größte Hürde, 28 Prozent fehlenden Marktzugang.
Wohn- und Logistikimmobilien bleiben Investorenliebling – Infrastruktur gefragt
Wie schon 2025 bleiben Wohnen (43 Prozent; -1) und Logistik (15 Prozent; -5) im Fokus der Investoren, gefolgt von Infrastruktur (inkl. Rechenzentren: 14 Prozent; ±0) und Hospitality (11 Prozent; +1), Retail (8 Prozent; +3), Healthcare (7 Prozent; +3) und Büro (1,3 Prozent; -2,7). Trotz der zurückhaltenden Einstufung als attraktivste Asset-Klasse wollen 62 Prozent der Investoren ihr Infrastruktur-Engagement ausbauen; nur rund 10 Prozent wollen es reduzieren.
Finanzierung bleibt Herausforderung
Die größte Herausforderung für die befragten Unternehmen bleibt die Finanzierungssituation: 46 Prozent geben an, dass die Sicherung weiterer Finanzmittel ihre größte Herausforderung ist. Für 16 Prozent ist die Restrukturierung und Anschlussfinanzierung ihrer Verbindlichkeiten eine weitere große Herausforderung. 39 Prozent nennen mangelnde Investmentopportunitäten; jeweils 28 Prozent zählen Fachkräftemangel und den Umgang mit Regulierung zu ihren drei größten Herausforderungen. Trotzdem wollen 60 Prozent der Befragten 2026 aktiver am Transaktionsmarkt sein als 2025. Nur 15 Prozent planen, ihre Aktivitäten einzuschränken.
Mehr Deals dank KI
Zu den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf das Transaktionsgeschäft erwarten die meisten Befragten, dass sie dank KI mit derselben Personalstärke mehr Deals sichten und vorbereiten können (49 Prozent). 15 Prozent gehen davon aus, dass Deals schneller und günstiger werden und/oder mithilfe von KI die Kosten für Transaktions- und Rechtsberatung gesenkt werden können. 12 Prozent erwarten, dass durch KI Arbeitsplätze im Transaktionsgeschäft abgebaut und dadurch Kosten eingespart werden könnten.
„KI hat das Potenzial, den Transaktionsmarkt fairer zu machen. Während für große Deals heute entsprechende Strukturen und Manpower vorhanden sein muss, können künftig kleinere Boutiquen mit den großen Investmentmanagern und Investoren konkurrieren“, erklärt Grellier. „KI wird nicht von allein das Dealsourcing oder die Due Diligence übernehmen, aber sie kann den Zugang zu mehr und besseren Deals vereinfachen. Das ist keine schlechte Nachricht für einen Markt im Umbruch.“




