06.02.2026 Statements von Marktakteuren zur Zinsentscheidung der EZB
Zur gestrigen Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) senden wir Ihnen die folgenden Statements von BF.direkt, IREBS, CAERUS Debt Investments und HIH Invest:
Francesco Fedele, CEO der BF.direkt AG: „Die Entscheidung der EZB, die Leitzinsen auf dem aktuellen Niveau zu belassen, ist richtig und konsequent. Zwar ist die Inflation im Euro-Raum auf 1,7 Prozent im Vergleich zum Januar 2025 gesunken, der niedrigste Stand seit September 2024. Allerdings ist diese leichte Abschwächung für die Zentralbank noch kein Anlass, die Leitzinsen abzusenken, zumal die Inflation bei Dienstleistungen mit 3,2 Prozent weiter hoch bleibt.
Für die Immobilienwirtschaft ist das bestehende Zinsniveau zwar anspruchsvoll, aber planbar. Diese Planbarkeit ist aktuell wichtiger als schnelle Zinssenkungen, die angesichts der wieder anziehenden Inflation falsche Erwartungen wecken würden. Gerade im Dienstleistungssektor und bei lohngetriebenen Kosten bleibt der Preisdruck hoch.
Der Immobilienmarkt funktioniert, allerdings selektiv. Während Wohn- und Logistikimmobilien vergleichsweise stabil bleiben, stehen andere Assetklassen weiter unter Anpassungsdruck. Finanzierungen kommen weiterhin zustande, jedoch ausschließlich auf Basis tragfähiger Geschäftsmodelle und realistischer Bewertungen. Vor diesem Hintergrund ist geldpolitische Stabilität derzeit der wichtigste Beitrag der EZB zur Beruhigung der Märkte.“
Prof. Dr. Steffen Sebastian, Lehrstuhl für Immobilienfinanzierung, IREBS Institut für Immobilienwirtschaft, Universität Regensburg: „Während andere Notenbanken bereits Zinssenkungen vorgenommen haben, bleibt die EZB ihrem stabilitätsorientierten Kurs treu. Das stärkt ihre Glaubwürdigkeit und verhindert, dass sich höhere Inflationserwartungen am Kapitalmarkt verfestigen – ein Risiko, das insbesondere für langfristige Finanzierungen problematisch wäre.
Für die Immobilien- und Kreditmärkte bedeutet die Zinspause zwar keine Entlastung, aber Stabilität. In der aktuellen Phase ist Zurückhaltung das kleinere Übel. Erst wenn sich der Inflationsrückgang als nachhaltig erweist, entsteht Spielraum für eine geldpolitische Lockerung. Bis dahin ist Disziplin das Gebot der Stunde.“
Michael Morgenroth, Gründer und CEO der CAERUS Debt Investments AG: „Die Entscheidung der EZB, die seit Mitte 2025 unveränderten Leitzinsen weiterhin stabil zu halten, ist für uns nicht überraschend. Damit setzt sie den Kurs einer vorsichtigen, datenabhängigen Normalisierung fort und vermeidet neue Unsicherheiten für Unternehmen und Haushalte.
Die Inflation in der Eurozone lag im Dezember 2025 mit 1,9 Prozent erstmals seit Monaten unter dem EZB-Ziel von 2 Prozent. Auch in Deutschland fiel die Teuerung mit 1,8 Prozent moderat aus. Gleichzeitig expandiert die Wirtschaft der Eurozone lediglich in einem moderaten Tempo von gut einem Prozent pro Jahr, was gegen eine Straffung der Geldpolitik spricht.
Ein stabiler Zins stützt diese fragile Erholung, stabilisiert Finanzierungsbedingungen und hält sich zugleich die Option offen, bei einer erneuten Inflationsbeschleunigung oder einer unerwarteten Wachstumsabkühlung flexibel zu reagieren. Solange keine neuen Inflationsrisiken auftauchen, wird die EZB unseres Erachtens weiter auf Kontinuität und einen längeren Zeitraum mit stabilen Zinsen setzen.“
Prof. Dr. Felix Schindler, Head of Research & Strategy, HIH Invest: „Die EZB setzt ihren Kurs auch bei ihrer ersten Sitzung im Jahr 2026 fort und belässt die Leitzinsen auf ihrem aktuellen Niveau. Dieser Zinsentscheid der EZB wurde von den Marktteilnehmern an den Kapitalmärkten, aber auch an den Immobilienmärkten erwartet. Die Inflationsraten im Euroraum und in Deutschland bewegen sich zum Jahresauftakt weiterhin innerhalb des EZB-Zielkorridors. Basiseffekte bei den Energiepreisen sowie Wechselkurseffekte dürften im Jahresverlauf auslaufen. Die Kerninflationsrate – getrieben durch den Dienstleistungsbereich – liegt weiterhin über der Zielmarke und bleibt zu beobachten. Auch die hohen geopolitischen Unsicherheiten und die hohe Volatilität an den Kapitalmärkten dürften sich im weiteren Jahresverlauf fortsetzen. Die EZB befindet sich daher mit ihrem Kurs aktuell in einer komfortablen Position, um bei Bedarf entsprechend reagieren zu können."
Francesco Fedele, CEO der BF.direkt AG: „Die Entscheidung der EZB, die Leitzinsen auf dem aktuellen Niveau zu belassen, ist richtig und konsequent. Zwar ist die Inflation im Euro-Raum auf 1,7 Prozent im Vergleich zum Januar 2025 gesunken, der niedrigste Stand seit September 2024. Allerdings ist diese leichte Abschwächung für die Zentralbank noch kein Anlass, die Leitzinsen abzusenken, zumal die Inflation bei Dienstleistungen mit 3,2 Prozent weiter hoch bleibt.
Für die Immobilienwirtschaft ist das bestehende Zinsniveau zwar anspruchsvoll, aber planbar. Diese Planbarkeit ist aktuell wichtiger als schnelle Zinssenkungen, die angesichts der wieder anziehenden Inflation falsche Erwartungen wecken würden. Gerade im Dienstleistungssektor und bei lohngetriebenen Kosten bleibt der Preisdruck hoch.
Der Immobilienmarkt funktioniert, allerdings selektiv. Während Wohn- und Logistikimmobilien vergleichsweise stabil bleiben, stehen andere Assetklassen weiter unter Anpassungsdruck. Finanzierungen kommen weiterhin zustande, jedoch ausschließlich auf Basis tragfähiger Geschäftsmodelle und realistischer Bewertungen. Vor diesem Hintergrund ist geldpolitische Stabilität derzeit der wichtigste Beitrag der EZB zur Beruhigung der Märkte.“
Prof. Dr. Steffen Sebastian, Lehrstuhl für Immobilienfinanzierung, IREBS Institut für Immobilienwirtschaft, Universität Regensburg: „Während andere Notenbanken bereits Zinssenkungen vorgenommen haben, bleibt die EZB ihrem stabilitätsorientierten Kurs treu. Das stärkt ihre Glaubwürdigkeit und verhindert, dass sich höhere Inflationserwartungen am Kapitalmarkt verfestigen – ein Risiko, das insbesondere für langfristige Finanzierungen problematisch wäre.
Für die Immobilien- und Kreditmärkte bedeutet die Zinspause zwar keine Entlastung, aber Stabilität. In der aktuellen Phase ist Zurückhaltung das kleinere Übel. Erst wenn sich der Inflationsrückgang als nachhaltig erweist, entsteht Spielraum für eine geldpolitische Lockerung. Bis dahin ist Disziplin das Gebot der Stunde.“
Michael Morgenroth, Gründer und CEO der CAERUS Debt Investments AG: „Die Entscheidung der EZB, die seit Mitte 2025 unveränderten Leitzinsen weiterhin stabil zu halten, ist für uns nicht überraschend. Damit setzt sie den Kurs einer vorsichtigen, datenabhängigen Normalisierung fort und vermeidet neue Unsicherheiten für Unternehmen und Haushalte.
Die Inflation in der Eurozone lag im Dezember 2025 mit 1,9 Prozent erstmals seit Monaten unter dem EZB-Ziel von 2 Prozent. Auch in Deutschland fiel die Teuerung mit 1,8 Prozent moderat aus. Gleichzeitig expandiert die Wirtschaft der Eurozone lediglich in einem moderaten Tempo von gut einem Prozent pro Jahr, was gegen eine Straffung der Geldpolitik spricht.
Ein stabiler Zins stützt diese fragile Erholung, stabilisiert Finanzierungsbedingungen und hält sich zugleich die Option offen, bei einer erneuten Inflationsbeschleunigung oder einer unerwarteten Wachstumsabkühlung flexibel zu reagieren. Solange keine neuen Inflationsrisiken auftauchen, wird die EZB unseres Erachtens weiter auf Kontinuität und einen längeren Zeitraum mit stabilen Zinsen setzen.“
Prof. Dr. Felix Schindler, Head of Research & Strategy, HIH Invest: „Die EZB setzt ihren Kurs auch bei ihrer ersten Sitzung im Jahr 2026 fort und belässt die Leitzinsen auf ihrem aktuellen Niveau. Dieser Zinsentscheid der EZB wurde von den Marktteilnehmern an den Kapitalmärkten, aber auch an den Immobilienmärkten erwartet. Die Inflationsraten im Euroraum und in Deutschland bewegen sich zum Jahresauftakt weiterhin innerhalb des EZB-Zielkorridors. Basiseffekte bei den Energiepreisen sowie Wechselkurseffekte dürften im Jahresverlauf auslaufen. Die Kerninflationsrate – getrieben durch den Dienstleistungsbereich – liegt weiterhin über der Zielmarke und bleibt zu beobachten. Auch die hohen geopolitischen Unsicherheiten und die hohe Volatilität an den Kapitalmärkten dürften sich im weiteren Jahresverlauf fortsetzen. Die EZB befindet sich daher mit ihrem Kurs aktuell in einer komfortablen Position, um bei Bedarf entsprechend reagieren zu können."




