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02.02.2026 Transaktionsvolumen steigt deutlich, aber kein Anlass zum Jubeln

In Deutschland wurden im Jahr 2025 rund 284,4 Milliarden Euro in private und gewerbliche Immobilien investiert. Das sind 17,5 Prozent mehr als 2024 und damit ein spürbarer Anstieg gegenüber den beiden schwachen Vorjahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Hochrechnung* des Immobilienverband Deutschland IVD auf Grundlage der Daten des Bundesministeriums der Finanzen zu den Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer sowie der geltenden Grunderwerbsteuersätze der Länder.

Trotz der positiven Entwicklung bleibt das Transaktionsvolumen deutlich unter den starken Jahren 2021 und 2022, als noch über 350 beziehungsweise 329 Milliarden Euro umgesetzt wurden.

Dazu erklärt Dirk Wohltorf, IVD-Präsident: „Die Zahlen zeigen eine klare Erholung, aber sie sind kein Grund zur Entwarnung. Wir bewegen uns noch immer unterhalb früherer Marktniveaus. Der Markt könnte deutlich mehr leisten, wenn die politischen Rahmenbedingungen stimmen würden. Der Bremsklotz ist weiterhin die Politik.“

Mehr Bewegung im Bestand – Neubau bleibt das Sorgenkind

Die weiterhin niedrigen Baugenehmigungs- und Fertigstellungszahlen zeigen ganz deutlich, dass der Anstieg des Transaktionsvolumens vor allem durch Bestandstransaktionen getragen wird. Neubauprojekte spielen dagegen weiterhin eine untergeordnete Rolle, obwohl sie von übergeordneter Bedeutung für die Entlastung der Wohnungsmärkte sind.

Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) benötigt Deutschland jährlich rund 320.000 neue Wohnungen, um den Bedarf zu decken. Wohltorf: „Ohne eine echte Investitionsoffensive wird sich diese Lücke weiter vergrößern. Jede nicht gebaute Wohnung ist eine verpasste Chance für Entlastung am Wohnungsmarkt.“

Bundesländer: Brandenburg mit stärkstem Jahresplus – Bremen mit Sonderentwicklung im vierten Quartal

Besonders stark entwickelte sich im Jahr 2025 Brandenburg mit einem Plus von 44,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch Hamburg (+25,5 Prozent), Sachsen (+27,3 Prozent), das Saarland (+26,7 Prozent) und Schleswig-Holstein (+24,3 Prozent) verzeichneten kräftige Zuwächse. Im vierten Quartal 2025 fiel insbesondere Bremen durch einen deutlichen Ausschlag nach oben auf. Mit 0,69 Milliarden Euro lag das Volumen rund 51 Prozent über dem Vorquartal – ein Hinweis auf einzelne besonders hochpreisige Transaktionen. Bundesweit erreichte das Transaktionsvolumen im vierten Quartal 71,5 Milliarden Euro und lag damit 14,2 Prozent über dem Vorjahresquartal.

Politik muss jetzt handeln

Anfang Januar 2026 hatte Bundeskanzler Friedrich Merz in einem Schreiben an die Koalitionsfraktionen die wirtschaftliche Lage in Deutschland als „sehr kritisch“ bezeichnet und entschlossene Reformen eingefordert. „Diese Einschätzung teilen wir ausdrücklich. Was wir jetzt brauchen, sind klare Signale für Investoren: niedrigere Grunderwerbsteuer, bessere Abschreibungsbedingungen, verlässliche Förderprogramme und mehr Marktfreiheit“, so Wohltorf.




























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