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29.01.2026 Größtes Holzmodulprojekt Europas: Zollhochschule Rostock ist fertig

Bildrechte: Jan Bitter
Die neue Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Fachbereich Finanzen, in Rostock-Lichtenhagen ist fertiggestellt und wird planmäßig an das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt Rostock und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übergeben. Mit über 1.000 vorgefertigten Holzmodulen ist der Neubau der Zollhochschule das derzeit größte Holzmodulbauprojekt Europas. Entwickelt und realisiert wurde der Campus von PRIMUS developments gemeinsam mit Kaufmann Bausysteme als Totalübernehmer. Die Architektur und Planung stammen von Sauerbruch Hutton.

Der neue Hochschulstandort entsteht auf rund 55.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche und vereint Lehre, Wohnen und gemeinschaftliche Nutzungen in einem zusammenhängenden Campus. Neben dem Lehrgebäude mit Hörsälen, Bibliothek, Mensa und Verwaltungsflächen umfasst das Projekt zwei siebengeschossige Wohngebäude mit insgesamt 624 Unterkunftseinheiten. Ein öffentlich zugänglicher Campus-Park verbindet die Gebäude und öffnet das Areal in den Stadtteil.

Öffentliches Großprojekt mit hoher Umsetzungssicherheit

„Mit der Zollhochschule ist es uns gelungen, eines der größten und zugleich komplexesten öffentlichen Bauvorhaben Deutschlands verlässlich und termingerecht zu realisieren“, sagt Lorenz Nagel, Geschäftsführer von PRIMUS developments. „Das Projekt steht exemplarisch für eine neue Qualität im öffentlichen Hochbau: industrielle Vorfertigung, architektonischer Anspruch und organisatorische Präzision greifen hier nahtlos ineinander. Entscheidend für den Projekterfolg war eine früh angelegte, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Bund, der Bauverwaltung in Rostock und allen Planungspartnern.“

Die Realisierung erfolgte im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben unter Projektsteuerung des Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamts Rostock. Mit Investitionskosten von rund 230 Millionen Euro zählt die Zollhochschule zu den bedeutendsten Bauvorhaben in Mecklenburg-Vorpommern.

Modulare Holzbauweise als strategischer Ansatz

Die Kombination von Holzmodulbau, Holzingenieurbau und konventionellen Bauteilen ermöglichte eine hohe Ausführungsqualität bei gleichzeitig verkürzter Bauzeit. Das integrative Konstruktionsprinzip vereint damit ökologische Effizienz mit funktionaler Leistungsfähigkeit. Für das Projekt wurde in Rostock eigens eine regionale Modulproduktion aufgebaut. Dies stärkt die lokale Wertschöpfung, reduziert Transportwege und leistet einen messbaren Beitrag zur CO?-Reduktion. Begrünte Dachflächen, umfangreiche PV-Flächen sowie ein Regenwassermanagement ergänzen das Nachhaltigkeitskonzept.

„Dieses Projekt markiert einen neuen Maßstab für den öffentlichen Hochbau“, so Lorenz Nagel. „Nicht nur aufgrund seiner Größe, sondern weil hier Tempo, Qualität und Wirtschaftlichkeit überzeugend zusammengeführt wurden. Die Zollhochschule ist als langfristig wirksamer Bildungsstandort für den Bund konzipiert, bietet hochwertigen Wohnraum für Studierende und setzt zugleich einen städtebaulichen Impuls im Quartier.“

Mit der Übergabe an die BImA steht der Campus nun der Bundeszollverwaltung zur Nutzung zur Verfügung. Der Hochschulbetrieb wird schrittweise aufgenommen.



























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