28.01.2026 Kehrtwende am Bau: Die Zeichen stehen wieder auf Wachstum
Die deutsche Bauwirtschaft steht vor einer Trendwende: Nach Jahren rückläufiger Bauleistung dürfte das Bauvolumen 2026 erstmals seit 2020 wieder wachsen. Laut der neuen Bauvolumenrechnung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) dürfte das Bauvolumen im laufenden Jahr um 1,7 Prozent und 2027 um 3,4 Prozent zunehmen. Treiber dieser Entwicklung ist vor allem der öffentliche Bau. Aber auch der dringend benötigte Wohnungsneubau belebt sich wohl wieder.
„Die Talsohle der Baukonjunktur scheint durchschritten“, sagt Studienautorin Laura Pagenhardt aus der Abteilung Makroökonomie. Vor allem die Stabilisierung der Baupreise und Finanzierungsbedingungen, aber auch die öffentlichen Investitionen aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität treiben die Erholung voran. „Das umfangreiche Fiskalpaket dürfte besonders die öffentliche Bautätigkeit weiter ankurbeln. Private Haushalte werden zunächst wohl noch vorsichtiger agieren“, erwartet Pagenhardt.
Wohnungsneubau erholt sich langsam
Stark gelitten hat in den vergangenen Jahren der Wohnungsneubau, da viele Haushalte angesichts höherer Zinsen und stark steigender Baupreise auf größere Bauprojekte verzichteten. Noch 2025 ging der Wohnungsneubau um 6,4 Prozent zurück. Doch schon in diesem Jahr wird ein Plus von 2,4 Prozent erwartet, das im kommenden Jahr auf 6,1 Prozent zulegen dürfte. Eine Erholung signalisieren bereits die Genehmigungszahlen für den Wohnungsbau, die in der zweiten Jahreshälfte 2025 anzogen.
Die schwache Konjunktur der vergangenen Jahre lässt den Nichtwohnungshochbau hinterherhinken. Preisbereinigt dürfte er auch in diesem Jahr noch um ein Prozent schrumpfen, bevor es im kommenden Jahr wohl um 2,2 Prozent aufwärts geht.
Kapazitätsengpässe könnten Preise treiben
Der Rettungsanker für das Baugewerbe war schon in den vergangenen beiden Jahren der Tiefbau mit einem Plus von jeweils mehr als zwei Prozent. Für dieses Jahr erwarten die DIW-Forschenden sogar ein Wachstum von 7,3 Prozent. Auch im kommenden Jahr dürfte er dank des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität noch deutlich zulegen.
Doch die DIW-Forschenden warnen: „So erfreulich die Entwicklung der Bauwirtschaft ist, gibt es noch keinen Grund zur Entwarnung. Die Produktivität im Bauwesen ist zuletzt deutlich gesunken. Sollten durch die vielen Investitionen die sehr spezialisierten Baufirmen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, könnte dies den Preisauftrieb erneut befeuern – und die Dynamik bremsen“, sagt Studienautor Martin Gornig,
Forschungsdirektor für Industriepolitik. Damit die öffentlichen Investitionen nicht mit steigenden Preisen verpuffen, müsse die Produktivität der Bauwirtschaft dringend verbessert werden, zum Beispiel über entsprechende Initiativen von Politik und Unternehmen. „Helfen würde eine Taskforce zur Koordination der öffentlichen Investitionen, in der die unterschiedlichen staatlichen Ebenen eingebunden sind.“
„Die Talsohle der Baukonjunktur scheint durchschritten“, sagt Studienautorin Laura Pagenhardt aus der Abteilung Makroökonomie. Vor allem die Stabilisierung der Baupreise und Finanzierungsbedingungen, aber auch die öffentlichen Investitionen aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität treiben die Erholung voran. „Das umfangreiche Fiskalpaket dürfte besonders die öffentliche Bautätigkeit weiter ankurbeln. Private Haushalte werden zunächst wohl noch vorsichtiger agieren“, erwartet Pagenhardt.
Wohnungsneubau erholt sich langsam
Stark gelitten hat in den vergangenen Jahren der Wohnungsneubau, da viele Haushalte angesichts höherer Zinsen und stark steigender Baupreise auf größere Bauprojekte verzichteten. Noch 2025 ging der Wohnungsneubau um 6,4 Prozent zurück. Doch schon in diesem Jahr wird ein Plus von 2,4 Prozent erwartet, das im kommenden Jahr auf 6,1 Prozent zulegen dürfte. Eine Erholung signalisieren bereits die Genehmigungszahlen für den Wohnungsbau, die in der zweiten Jahreshälfte 2025 anzogen.
Die schwache Konjunktur der vergangenen Jahre lässt den Nichtwohnungshochbau hinterherhinken. Preisbereinigt dürfte er auch in diesem Jahr noch um ein Prozent schrumpfen, bevor es im kommenden Jahr wohl um 2,2 Prozent aufwärts geht.
Kapazitätsengpässe könnten Preise treiben
Der Rettungsanker für das Baugewerbe war schon in den vergangenen beiden Jahren der Tiefbau mit einem Plus von jeweils mehr als zwei Prozent. Für dieses Jahr erwarten die DIW-Forschenden sogar ein Wachstum von 7,3 Prozent. Auch im kommenden Jahr dürfte er dank des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität noch deutlich zulegen.
Doch die DIW-Forschenden warnen: „So erfreulich die Entwicklung der Bauwirtschaft ist, gibt es noch keinen Grund zur Entwarnung. Die Produktivität im Bauwesen ist zuletzt deutlich gesunken. Sollten durch die vielen Investitionen die sehr spezialisierten Baufirmen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, könnte dies den Preisauftrieb erneut befeuern – und die Dynamik bremsen“, sagt Studienautor Martin Gornig,
Forschungsdirektor für Industriepolitik. Damit die öffentlichen Investitionen nicht mit steigenden Preisen verpuffen, müsse die Produktivität der Bauwirtschaft dringend verbessert werden, zum Beispiel über entsprechende Initiativen von Politik und Unternehmen. „Helfen würde eine Taskforce zur Koordination der öffentlichen Investitionen, in der die unterschiedlichen staatlichen Ebenen eingebunden sind.“




