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27.01.2026 Sachwertanlagen bleiben wichtige Säule im Bankenvertrieb 2026

Private Banker setzen auch 2026 auf Sachwertanlagen in ihrem Angebotsportfolio. Besonders gefragt sind Wohn- und Logistikimmobilien in Deutschland sowie Energie- und Verkehrsinfrastruktur.

Werterhalt und Diversifikation stehen bei den Anlagezielen klar im Vordergrund, gefolgt von der Gesamtrendite (IRR). Die Mehrheit der Befragten erwartet Mindestrenditen zwischen 4 und 5 Prozent bei Immobilieninvestments und zwischen 5 und 7 Prozent bei Infrastrukturanlagen.

Die Entwicklung der Kundennachfrage nach Immobilien und Infrastruktur fällt heterogen aus - die Antworten reichen von Rückgang bis hin zu Wachstum. Insgesamt lässt sich eine stabile Nachfrage ableiten. Dies deckt sich mit den Angaben zum platzierten Kapital der vergangenen 12 Monate: 40 Prozent melden ein leicht gestiegenes Volumen, 38 Prozent ein konstantes und 12 Prozent einen Rückgang.

Die Umfrage „Zukunft von Sachwertanlagen im Private Banking 2026“ wurde im November und Dezember 2025 von RUECKERCONSULT, Edelstoff Media – Private Banking Magazin – und Scope in Kooperation mit der Quadoro Investment GmbH und der EB – Sustainable Investment Management GmbH (EB SIM) durchgeführt. Insgesamt nahmen 43 Private Banking Einheiten teil, überwiegend aus Vermögensverwaltungen, Privatbanken und Wealth Management Bereichen.

Anlageziele und Herausforderungen im Vertrieb

Über 90 Prozent der befragten Banken bieten Kunden Anlagen im Bereich Private Markets an, davon 92 Prozent Immobilienprodukte.

Werterhalt (78 %), Diversifikation (62 %) und Gesamtrendite/IRR (57 %) zählen zu den wichtigsten Anlagezielen.

Immobilienanlagen: Strukturen, Nutzungsarten und Regionen

Direktinvestments (65 %) werden am häufigsten angeboten. Indirekte Anlagen über geschlossene sowie offene semi-liquide Strukturen (je 57 %) folgen. ELTIFs, ETFs und Aktienfonds werden von rund 20 Prozent der Banken eingesetzt.

Auf Produktebene dominieren Wohnimmobilien in Deutschland (73 %), gefolgt von Büro- und Logistikimmobilien in Deutschland und Europa. US-amerikanische Büro- und Wohnimmobilien werden ebenfalls von einem Teil der Banken berücksichtigt.

Infrastruktur: Breites Angebot und vielfältige Anlageschwerpunkte

68 Prozent der Befragten bieten ihren Kunden die Möglichkeit, sich an Infrastruktur-Produkten zu beteiligen. Am häufigsten kommen offene semi-liquide Vehikel (58,8 %), gefolgt von geschlossenen Strukturen (47,1 %) zum Einsatz; ergänzend nutzen einige Banken auch ELTIFs (35,5 %).

Die Nachfrage verteilt sich auf eine breite Palette von Nutzungstypen – mit einem deutlichen Fokus auf Energie-, Verkehrs-, Daten- und Ladeinfrastruktur.

Private Debt und Private Equity

Private-Debt-Anlagen werden von 68 Prozent der Banken angeboten, vorwiegend über offene semi-liquide und geschlossene Strukturen.
Private-Equity-Investments bieten 84 Prozent der Befragten an, häufig über geschlossene Strukturen, semi-liquide Vehikel sowie ELTIFs.

Erstanbieter: Ausweitung der Produktpalette geplant

Dreizehn Banken, die bislang keine Sachwertanlagen anbieten, planen künftig den Einstieg. Sieben Institute möchten Immobilienprodukte in ihr Portfolio aufnehmen – darunter Direktanlagen sowie offene semi-liquide und geschlossene Vehikel. Ebenfalls sieben Banken beabsichtigen, erstmals Infrastrukturangebote bereitzustellen, vorzugsweise offene semi-liquide Strukturen oder ELTIFs. Vier Banken planen Angebote im Bereich Private Debt, fünf im Bereich Private Equity.

Renditeanforderungen

Die befragten Banken nennen folgende Mindestrenditen (IRR), damit ein Produkt in den Vertrieb aufgenommen wird:

• Immobilien: am häufigsten 4–5?% IRR
• Infrastruktur: 5–7?% IRR
• Private Debt: 5–10?% IRR
• Private Equity: überwiegend >?7?% IRR

Zurückhaltung bei der Empfehlung von Plattformen

Nur 25 Prozent empfehlen externe Handelsplattformen, wenn keine passenden Produkte verfügbar sind – darunter Comdirect, Moonfare, Privatize und S-Broker.

Entscheidungsprozesse und Digitalisierung

83 Prozent der Befragten geben an, dass der Vorstand die finale Entscheidung über die Produktaufnahme trifft. Der Bereich Private Banking ist in den Entscheidungsprozess in 83 Prozent der Fälle eingebunden und der Bereich Produktmarketing zu 50 Prozent.

Der Digitalisierungsgrad steigt: Bei knapp 60 Prozent der Banken ist der Vertriebsprozess teilweise oder vollständig digitalisiert. Die dwpbank wird als wichtigste Abwicklungs- und Lagerstelle genutzt, gefolgt von Attrax, DAB und FIL Fondsbank.

























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