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16.01.2026 Hubertusbad in Berlin-Lichtenberg: Bieterverfahren ohne Ergebnis

Das aktuelle Bieterverfahren für das historische Hubertusbad in Berlin-Lichtenberg wurde ohne Ergebnis abgeschlossen. Es konnte kein Interessent für das Gebäude gefunden werden. Im Rahmen des Bieterverfahrens vom April 2025 wurde das Erbbaurecht für eine Laufzeit von 60 Jahren angestrebt. Sowohl der zu zahlende Erbbauzins als auch der Kaufpreis des Gebäudes und das geplante Investitionsvolumen waren Gegenstand des Wettbewerbs.

Handlungsoptionen im Fokus

Da Landesmittel für die Sanierung des Gebäudes nicht zur Verfügung stehen, wird die BIM nach dem ersten Bieterverfahren nun über weitere Handlungsoptionen beraten. Dabei stehen verschiedene Szenarien zur Debatte:

• Die Einleitung eines neuen, modifizierten Bieterverfahrens mit der Vergabe eines länger laufenden Erbbaurechts.

• Ein direkter Verkauf des Gebäudes unter strengen Auflagen.

Zwischennutzung gesichert

Damit das denkmalgeschützte Juwel bis zur finalen Entscheidung nicht ungenutzt bleibt, setzt die BIM das bewährte Konzept der Zwischennutzung fort. Die sanierte ehemalige Frauenschwimmhalle des Stadtbad Lichtenbergs steht weiterhin als exklusiver Veranstaltungs- und Ausstellungsort zur Verfügung. Zudem ist das Hubertusbad eine beliebte Location für Filmdrehs und Fotoshootings. Zuletzt wurden u. a. Aufnahmen für die ARD-Dokumentation „Being Franziska van Almsick“ und den Film „No hit wonder“ mit Florian David Fitz in der Hauptrolle statt. Die Einnahmen daraus tragen direkt zur Sicherung und zum Erhalt der Bausubstanz bei, reichen jedoch bei weitem nicht aus, um die Immobilie kostendeckend zu bewirtschaften.

Birgit Möhring, Geschäftsführerin der BIM: „Das ergebnislose Bieterverfahren zeigt, wie komplex die Revitalisierung des Hubertusbads unter den aktuellen Bedingungen ist. Wir werden nun beraten, mit welchen optimierten Konzepten – sei es durch Verkauf oder ein angepasstes Erbbaurecht mit längerer Laufzeit – wir die Revitalisierung erfolgreich umsetzen können.“

Zur Historie

Das denkmalgeschützte Hubertusbad wurde zwischen 1925 und 1928 im Stil des Expressionismus erbaut und gilt als herausragendes Zeugnis moderner Badeanstalten der Weimarer Republik. Mit einer Vielzahl an Einrichtungen – von Schwimmhallen über medizinische Bäder bis hin zu Saunen und einem Gymnastiksaal – war das Stadtbad seinerzeit ein Vorreiter im Bereich Gesundheit und Sport.
























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