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13.01.2026 Auf dem Berliner Büromarkt fehlen die Großdeals

Mit einem der schwächsten Ergebnisse der vergangenen Jahre hat der Berliner Bürovermietungsmarkt das Jahr 2025 abgeschlossen. In Summe wurden 481.000 m² angemietet, ein Rückgang um knapp ein Fünftel im Vergleich zum Vorjahr (591.100 m²). Noch deutlicher fällt das Minus im langjährigen Vergleich aus: Der Fünfjahresschnitt wurde um 31 Prozent verfehlt, das zehnjährige Mittel um 40 Prozent.

Auch im Schlussquartal blieb eine spürbare Marktbelebung aus. Der Flächenumsatz lag hier bei 125.900 m² und damit 16 Prozent unter dem Vorjahreswert (149.200 m²). Immerhin gab es mit 221 Anmietungen die meisten Abschlüsse im Quartalsvergleich. Im Gesamtjahr wurden 773 Abschlüsse registriert, lediglich fünf weniger als ein Jahr zuvor.

Was nach wie vor fehlt, sind großvolumige Abschlüsse. 2025 gab es lediglich zwei Anmietungen über der Marke von 10.000 m², im Vorjahr waren es noch sieben gewesen. Für den größten Abschluss sorgte die landeseigene Gesellschaft Wista Management mit 10.900 m² als Betreiberin des House of Games im Teilmarkt Mediaspree. Zwei Drittel der Abschlüsse entfielen auf die Größenklasse kleiner 500 m². „Auch bei mittelgroßen Flächen zwischen 1.000 und 2.000 m² sehen wir eine leicht verbesserte Nachfrage, insbesondere in den CBD-Lagen. Bei großvolumigen Anmietungen herrscht dagegen aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage weiterhin Zurückhaltung“, kommentiert Anja Schuhmann, Niederlassungsleiterin JLL Berlin und Leipzig, das Marktgeschehen.

Die meisten Anmietungen fanden 2025 in Berlin-Mitte statt mit einem Marktanteil von rund 19 Prozent. Dahinter folgen die Teilmärkte Charlottenburg-Wilmersdorf (zehn Prozent) und Kreuzberg (neun Prozent). Die umsatzstärksten Branchen waren unternehmensbezogene Dienstleistungen mit 14 Prozent und Ausbildung, Gesundheit, Soziales sowie EDV mit jeweils zwölf Prozent.

Bei Umzügen entscheiden sich die Unternehmen in vielen Fällen für Flächen mit sehr guter Qualität in guten Lagen. Entsprechend entwickelt sich die Spitzenmiete kontinuierlich nach oben und liegt aktuell bei 47 Euro/m². Weil zurzeit wenig neues Produkt auf den Markt kommt, rechnet Schuhmann mit einem weiteren moderaten Anstieg der Spitzenmiete.

Beim Flächenumsatz prognostiziert sie für 2026 ein Volumen von circa 550.000 m². „Wir erwarten eine moderate Belebung der Nachfrage und rechnen mit wieder mehr größeren Abschlüssen, was auf eine leichte Verbesserung des Flächenumsatzes für 2026 hindeutet", sagt Schuhmann.























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