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12.06.2024 Neue ZIA-Präsidentin Schöberl: Die Branche braucht dringend Freiraum

Die neue ZIA-Präsidentin, Iris Schöberl, fordert einen „neuen Spirit“ im Zusammenwirken von Politik und Wirtschaft. „In Zeiten riesiger Herausforderungen brauchen wir den Schulterschluss der Tatkräftigen, den Schulterschluss von Politik und Wirtschaft, um unser Land wieder voranzubringen“, sagte sie vor über 2500 Gästen im Berliner Tempodrom zur Eröffnung des Tages der Immobilienwirtschaft (TDI). Sie wolle den großen Aufgaben in Europa und der ernsten ökonomischen Lage in Deutschland ein „Jetzt-erst-Recht“ entgegensetzen. Aufgestaute Probleme erforderten zwingend schnelle Antworten.

Schöberl blickt hier insbesondere auf den chronischen Wohnungsmangel und die wichtige Neustrukturierung der Innenstädte. „Es geht auch darum, Leerstände und gewerbliche Flächen künftig intelligent und kreativ zu nutzen.“ Zwingend nötige Veränderungen müssten unverzüglich angegangen werden. „Unsere Branche braucht dringend Freiraum“, so Schöberl. Sie betont dabei, dass im Kampf gegen überzogene Auflagen und bürokratische Fesseln die Immobilienwirtschaft selbst mutig ihren Teil der Verantwortung wahrnehmen müsse: „Die Bürokratie – das sind auch wir. Manchmal bremsen wir uns selbst aus, wenn wir im ewigen Absicherungsmodus verharren.“

Auf dem Schlüsseltermin der Branche im Tempodrom setzten Bundesfinanzminister Christian Lindner, Bundesbauministerin Klara Geywitz, Ministerpräsident Daniel Günther und CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann politische Zeichen. Prof. Moritz Schularick, Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, ordnete in seiner Keynote die Lage der Immobilienbranche in eine globale Gesamtlage ein, in der sich China neu aufstellt.

Für den Nachmittag standen eine Reihe von Fachpanels mit Schlüsselvertretern der Branche sowie eine Keynote des Meteorologen Jens Plöger an. Das Motto des TDI 2024: „Resilient. Gemeinsam. Entschlossen. Jetzt erst recht!“

Hintergrund: Am Montag war Iris Schöberl (Managing Director Germany, Columbia Threadneedle Investments, München) auf der Mitgliederversammlung des ZIA einstimmig zur neuen Präsidentin gewählt worden. Schöberl gehörte bisher zum Kreis der ZIA-Vizepräsidenten. Sie hatte nach ihrer Wahl betont, dass es „für die soziale Balance und die ökonomische Stärke des gesamten Landes essenziell ist, dass die Immobilienwirtschaft wieder zu alter Stärke kommt“. Der ZIA steht damit unter weiblicher Führung. Seit Jahresbeginn schon hat Aygül Özkan die Position der hauptamtlichen ZIA-Hauptgeschäftsführerin inne.

Schöberl tritt die Nachfolge von Dr. Andreas Mattner an, der 15 Jahre an der Spitze der Immobilienwirtschaft stand und sich im Frühjahr entschieden hatte, nicht mehr zu kandidieren. „Wir werden in Zukunft eine noch klarere Abgrenzungspolitik zum Extremismus haben“, kündigte Mattner an. Er war tags zuvor zum Ehrenpräsidenten ernannt worden.





















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