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30.09.2020 Wettbewerbsstart für Hochhausensemble Millennium-Areal in Frankfurt

Fotocredit: CA Immo
Das Immobilienunternehmen CA Immo hat in Kooperation mit der Stadt Frankfurt einen Architekturwettbewerb für das sogenannte „Millennium-Areal“ im Frankfurter Europaviertel ausgelobt. Ziel des Wettbewerbs ist die Entwicklung eines gemischt genutzten Gebäudeensembles mit zwei Hochhäusern und einer Blockrandbebauung mit einer Gesamtbruttogrundfläche von ca. 185.000 m². Das rd. 8.700 m² große Wettbewerbsareal liegt in zentraler Lage unweit des Frankfurter Hauptbahnhofs zwischen Hohenstaufen- und Osloer Straße am westlichen Rand des Frankfurter Bankenviertels.

Zur Entwicklung des Areals haben die Stadt Frankfurt und die CA Immo einen städtebaulichen Vertrag geschlossen. Dieser sieht für den Standort eine hohe, urbane Nutzungsmischung aus Wohnungen, Büroflächen, Hotel und einer Kindertagesstätte sowie ergänzenden Gastronomie-, Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Freizeitflächen vor.

Mike Josef, Planungsdezernent der Stadt Frankfurt: „Es ist gut, dass nach 20 Jahren das Areal am Rande des Europaviertels und der Messe in die Entwicklung kommt. Ich wünsche mir, dass das Wettbewerbsergebnis mit den beiden Hochhäusern einen Gewinn für Frankfurt und seine Skyline darstellen werden. Deswegen legen wir Wert auf ein Wettbewerbsverfahren, das dieser Bedeutung auch gerecht wird. Denn die Türme werden die Stadtsilhouette mitprägen und das Hochhauscluster an der Messe städtebaulich ergänzen. Neben der Frage der funktionalen und sozialen Durchmischung ist uns die Nachhaltigkeit wichtig. Gemischte öffentliche Nutzungen in den gesamten Sockelbereichen der Hochhäuser sowie eine Aussichtsplattform beleben das Umfeld. Die insgesamt rund 500 Wohnungen tragen zur Lebendigkeit des Quartiers bei. 200 davon sind öffentlich gefördert, sowohl im Förderweg 1 als auch im Förderweg 2.“

Matthias Schmidt, Geschäftsführer CA Immo Deutschland und Leiter Projektentwicklung: „Wir wollen hier ein Projekt mit internationaler Strahlkraft umsetzen. Dies gilt gleichermaßen für die Architektur, die lebendige Nutzungsmischung und insbesondere auch den Anspruch an die Nachhaltigkeit. Daher haben wir schon im Wettbewerb den Teilnehmern ambitionierte Ziele in Sachen Energieeffizienz, Nutzung von regenerativen Energieträgern und CO2 Einsparung ins Aufgabenheft geschrieben. Wir wollen mit rund 260 Metern Höhe nicht nur Deutschlands höchstes Gebäude, sondern auch Deutschlands nachhaltigstes Bürohochhaus entwickeln.“

Lebendiger, vielfältiger und städtischer Nutzungsmix

Das von CA Immo entwickelte Gebäudekonzept sieht die Errichtung einer Blockrandbebauung mit sechs Geschossen und ggf. einem Staffelgeschoss sowie von zwei Hochhaustürmen mit ca. 260 und ca. 150 Metern Höhe vor. Eine Besonderheit dabei ist, dass in den Hochhäusern die ersten drei und in der Blockrandbebauung die ersten zwei Geschosse öffentlichen Nutzungen vorbehalten bleiben sollen. Der Wohnungsbau mit insgesamt ca. 500 Wohneinheiten – wovon 200 Wohnungen im Rahmen der Förderwege 1 und 2 umgesetzt werden – soll exklusiv in der Blockrandbebauung sowie in dem ca. 150 Meter hohen Turm untergebracht werden.

In der Blockrandbebauung soll zudem auf einer Bruttogrundfläche von rd. 1000 m² eine 4-gruppige Kita mit einem 600 m² großen Außenbereich entstehen. Das Hotel und die Büroflächen sind in dem rd. 260 Meter hohen Turm vorgesehen. Hier soll zudem eine öffentliche Aussichtsplattform mit gastronomischem Angebot entstehen. Weitere öffentliche Nutzungen, wie Restaurants, Cafés, Einzelhandel oder auch kulturelle Angebote bis hin zu Arztpraxen und Dienstleistungen des alltäglichen Bedarfs sind in den öffentlichen Bereichen der Gebäude vorgesehen. Das Ensemble selbst soll offen gestaltet werden und sich im Erdgeschossbereich mittels öffentlicher Durchwegung und Platzräume auf vielfältige Weise mit seinem städtebaulichen Umfeld vernetzen.

Nachhaltigkeit mit ambitionierter Zielsetzung

Wie bei allen Projektentwicklungen der CA Immo wird auch dieses Ensemble konsequent unter Berücksichtigung strenger Nachhaltigkeitskriterien als Green Building entwickelt. Hierbei hat sich das Unternehmen ambitionierte Ziele gesetzt. Dazu gehört ein innovatives Energiekonzept, durch das ein Großteil der von den Gebäuden benötigten Primärenergie regenerativ direkt im bzw. am Gebäude erzeugt werden soll, u. a. durch den Einsatz großflächiger Photovoltaikanlagen in den Fassaden der Hochhäuser und durch die Speicherung und Nutzung innerer Wärmequellen der Gebäude. Bei den verwendeten Materialien wird Wert daraufgelegt, dass die Gewinnung und Verarbeitung anerkannten ökologischen und sozialen Standards entspricht. Sie sollen in möglichst geringem Maße „graue Energie“ binden, geringe Betriebsaufwendungen für die Reinigung und Instandhaltung verursachen, eine möglichst lange Lebensdauer aufweisen und in hohem Maße rückbau- und recyclingfähig sein.

Zu allen Nachhaltigkeitsaspekten hat CA Immo bereits umfangreiche Voruntersuchungen angestellt, deren Ergebnisse den Teilnehmern des Architekturwettbewerbs als Zielsetzung und konkrete Planungshinweise anhand gegeben wurden. In diesem Sinne setzt sich CA Immo für Bau, Betrieb und induzierte Mobilität die Erreichung der CO2-Reduktionsziele der Bundesrepublik Deutschland für das Jahr 2045 bereits zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Ensembles zum Ziel. Zudem sollen die Vorgaben der aktuellen EnEV um mind. 30 % unterschritten werden.

Die Nachhaltigkeit für das Projekt bemisst sich jedoch nicht allein in der Energieeffizienz des Gebäudes, sondern auch in der hohen Vielfalt der Raumnutzung, um hier flexibel auf sich ändernde Marktnachfragen reagieren zu können.

Das Projekt soll jeweils mit dem Platin-Siegel der Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) und dem WELL Building Institut zertifiziert werden.

Hochkarätig besetzter Architekturwettbewerb

Zu dem nun ausgelobten Architekturwettbewerb wurden acht renommierte internationale, nationale und lokale Architekturbüros eingeladen. Dazu gehören die Büros 3XN Architects (Kopenhagen, DK), David Chipperfield Architects (London/Berlin, UK/D), Cobe (Kopenhagen, DK), Ferdinand Heide Architekt (Frankfurt, D), Herzog & de Meuron, (Basel, CH), Ingenhoven Architects (Düsseldorf, D), OMA (Rotterdam, NL), Schneider + Schumacher Architekten (Frankfurt, D). Der Wettbewerb wird voraussichtlich Ende Januar 2021 mit der Jurysitzung abgeschlossen werden.







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