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| 02.03.2010 RICS: Europäischer Markt für Wohnimmobilien beginnt sich zu erholen | Die Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) sieht auf dem europäischen Markt für Wohnimmobilien erste Zeichen einer Erholung. Dies ist das Ergebnis der heute in Brüssel vorgestellten RICS European Housing Review (EHR).
In einigen Ländern in Europa steigen die Immobilienpreise bereits wieder an. Die niedrigen Zinsen und die sich erholenden Volkswirtschaften haben Wohnimmobilien vor einem weiteren Preisverfall bewahrt, so dass die RICS insgesamt nicht mehr mit einer weiteren Verschlechterung der Marktsituation rechnet. Dennoch werden Länder mit sich weniger gut entwickelnden Volkswirtschaften auch weiterhin sinkende Preisen und geringere Marktaktivität verzeichnen.
Einige Länder haben im Jahr 2009 deutliche Preiszuwächse für Wohnimmobilien verzeichnet, insbesondere in Skandinavien. Die Preise in Norwegen stiegen im vergangenen Jahr um zwölf, in Finnland um acht und in Schweden um sieben Prozent. In Großbritannien stiegen die Preise um ein Prozent, während Deutschland, Italien, die Niederlande und Frankreich Preisrückgänge im Bereich von vier bis sechs Prozent verzeichneten.
Hohe Wertverluste wurden 2009 in Irland, Spanien und Griechenland verzeichnet, die größten Rückgänge gab es in Osteuropa, insbesondere in den baltischen Staaten, wo die Preise für Wohnimmobilien zwischen 27 und 53 Prozent nachgaben.
Die europäischen Volkswirtschaften zeigen erste Anzeichen einer Erholung und diese wird sich, wenn es zu keinem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit kommt, auch auf dem Immobilienmarkt widerspiegeln.
Der Chef-Ökonom der RICS, Simon Rubinsohn, kommentiert: „Der nur geringe Rückgang bei den Wohnimmobilienwerten in den westeuropäischen Ländern kommt für einige Marktbeobachter überraschend. Die, im Vergleich zu den USA weiter reichende Regulierung hat nur zu einem geringen Anstieg der Kreditausfälle geführt. Hinzukommen niedrige Zinsen und das klare und strukturierte Handeln der Notenbanken.“
„Dennoch bleiben insbesondere in Osteuropa einige Risiken erhalten. Hier bleibt abzuwarten, in welcher Geschwindigkeit sich die Volkswirtschaften erholen. Auch gibt es in einigen Märten nach wie vor ein deutliches Überangebot, dies gilt insbesondere für Spanien und Irland,“ so Rubinsohn abschließend.
Zu den Ländern, in denen nicht sofort mit einer Erholung der Wohnimmobilienmärkte zu rechnen ist, zählen Ungarn und Spanien. In Ungarn wird eine wirtschaftliche Besserung nicht vor 2011 erwartet, zudem wird eine besonders hohe Anzahl, nämlich rund 60 Prozent der Kredite in ausländischer Währung geführt, was den Markt weiter belastet. In Spanien wird der Immobilienmarkt, wie auch in Zypern und Irland, von einem deutlichen Überangebot an Immobilien bestimmt, dies gilt nicht nur für Ferienimmobilien, sondern auch für Erstwohnsitze. Aus diesem Grund wird auch hier nicht mit einer schnellen Erholung der Märkte gerechnet.
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