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INVESTMENT (10/2009, DEAL-Magazin)
Milliardenprojekt Zielgruppeninsel

Der Münchener Unternehmer Carlo Didillon hat eine klare Vorstellung von seinem Touristikgeschäft der Zukunft. Seine Vision ist es, ein Ferienparadies für die homosexuelle Zielgruppe zu planen und zu realisieren. Die Vorbereitung zu diesem milliardenschweren Projekt laufen bereits sehr erfolgreich. Worum geht es dabei genau? DEAL-Magazin-Chefredakteur Bernd Eger befragte Carlo Didillon zu dem Projekt hinsichtlich Strategie und Zielen, Stand der Dinge und Kooperationspartnern, welche er noch für „seinen Traum“ benötigt.

Herr Didillon, unter dem Arbeitstitel „Gayisland“ wollen Sie eine Insel für die Zielgruppe „Gays and Friends“ entwickeln. Was genau steckt hinter Ihrer Idee?

Viele Schwule haben einen Traum. Der Traum von einem Ort, an dem sie sich frei entfalten und verwirklichen können. Ein Ort, an dem sie ganz sie selbst sind und zugleich mit anderen Schwulen zusammen sein können. Ein Ort, an dem sie sich nicht für ihre Lebensweise rechtfertigen müssen. Wir leben nach wie vor in einer Welt der Vorurteile. Seien es die unfreundlichen Blicke, wenn zwei Männer Hand in Hand durch die Straßen gehen oder die Peinlichkeit, dass man am Urlaubsort darauf bestehen muss, ein Doppelbett statt zwei Einzelbetten zu bekommen. Aber auch die Angst, auf der Straße verprügelt oder verhaftet zu werden – ist doch Homosexualität in vielen Ländern bis heute strafbar. Und auch wenn sich bereits vieles verbessert hat, so geht doch ein Rest von Unsicherheit stets mit auf Reisen. Gerade erst haben die Vereinten Nationen eine französische Erklärung gegen die Verfolgung von Homosexuellen abgelehnt. Nur 66 von 192 Mitgliedsstaaten unterzeichneten das Dokument.

Doch gibt es mehr positive als negative Aspekte, die für das Projekt „Gayisland“ sprechen. Wir Schwule sind gerne mal unter uns! Das beweisen die beliebten Urlaubsziele wie Sitges, Mykonos oder Gran Canaria. Wir feiern gerne zusammen, schließen neue, internationale Kontakte und versuchen den Partner fürs Leben oder auch nur einen Reiseflirt zu finden. So möchten wir also einen Ort, der nur auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist, an dem wir Spaß haben können – und zwar so, wie es in unserem Sinne ist. Einen Ort, an dem wir echte Wertschätzung erfahren und an dem wir frei von Zwängen sind. „Gayisland“ ist die Verwirklichung dieses Traums.

In Zeiten, in denen viele Unternehmen gerade beginnen, sich von der Finanzmarktkrise zu erholen, gehen Sie mit dieser spektakulären Idee an den Markt, die sich im Endeffekt im Milliardenbereich bewegen wird. Ist das nicht der falsche Zeitpunkt für solche Projekte?

Nein, ganz und gar nicht. Schlechte Zeiten bieten große Chancen. Zum einen sind die Konditionen am Markt besser als sonst, zum anderen sind Investoren zugänglicher für wirklich innovative Konzepte. Wohlhabende Investoren sehen in schlechten Zeiten gute Möglichkeiten, sich günstig einzukaufen, um dann in besseren Zeiten wieder zu verkaufen. Wichtig ist daher vor allem ein herausragendes und stimmiges Konzept. Der klassische Immobilienmarkt hat es derzeit sehr schwer und auch der Aktienhandel ist doch eher ermüdend. Wirtschaft und Investoren suchen daher fieberhaft nach nachhaltigen Konzepten, die auf eine hohe Nachfrage stoßen. Genau hier setzen wir an. Zielgruppenorientiertes Denken ist dabei ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg und somit ein guter Ansatz.

Mit einem Ihrer Kooperationspartner für die Projektplanung haben Sie die DU Diederichs Projektmanagement AG & Co. KG aus Berlin gewinnen können, die ja bekannt sind für zahlreiche hochkarätige Objekte. War das ein erster wichtiger Schritt, so ein namhaftes Unternehmen an Ihrer Seite zu haben?

Ja, es war die beste Wahl! Ich habe den Vorstand Bernd Bötzel gefragt, ob ich Ihnen seine erste E-Mail an mich zur Verfügung stellen darf. Sie beschreibt auf einen Punkt, warum wir heute sehr eng zusammenarbeiten:

„Hallo Herr Didillion,
als Kirchturmbesitzer, SecondLife Galerist und Lehrbeauftragter für Projektentwicklung habe ich mir auch trotz eines Bauvolumens von ca. 1,8 Milliarden Euro als Projektmanager ab 1995 in Berlin schon ziemlich oft dumme Sprüche zu sehr innovativen, umgangssprachlich ‘durchgeknallten’, Ideen anhören müssen und bin dennoch ruhig und gelassen ;-) Respekt ... Ihre Idee ist visionärer und extrem clever!!!

- Zielgruppe: klar, eindeutig und mit hoher Kaufkraft
- Alleinstellungsmerkmal: weltweit einzigartig und unique
- Location: wetterstabil, 365 Tage Saison. politisch stabil
- Anreise: von Europa und aus USA perfekt
- Konzept: schlüssig, zielgruppenorientiert, sehr nachhaltig

Wir sollten uns zeitnah treffen – gerne in Berlin, aber auch in München. Mit freundlichen Grüßen,
Bernd Bötzel (Vorstand, DU Diederichs)“

Das ist nun fast ein Jahr her, und heute sind wir ein eingespieltes Team, wie ich es mir nicht besser vorstellen kann.

Sie haben mir erzählt, dass Sie mit dem weltgrößten Inselmakler Vladi Private Islands auf der Suche nach einer geeigneten Destination sind. Gibt es schon konkrete Ansätze? Kann man schon sagen, wo das Ferienparadies entstehen wird? Gibt es schon einen Masterplan?

Die Suche nach der passenden Destination war sehr aufwändig und bedingt durch die Thematik auch nicht leicht. Aber wir sind fündig geworden, und die Bedingungen könnten kaum besser sein. Wir haben ein etwa 500 ha großes Gebiet auf einer wunderschönen Insel in der Karibik gefunden. Im Moment sind wir gerade dabei, eine Kaufoption für das Areal zu erwerben. Deshalb kann – und darf – ich Ihnen natürlich bis zur endgültigen Unterzeichnung der Verträge leider noch nicht den genauen Standort verraten.

Nur so viel sei bereits erwähnt, unser Projekt ist schon in den höchsten Regierungsebenen bekannt und wird dort sehr befürwortet. Der Masterplan wird derzeit entwickelt, es gibt schon einen Vorentwurf.

Was wird auf der Insel alles entstehen?

Derzeit sind 20 Hotels unterschiedlicher Kategorien geplant. Dazu ein Stadtzentrum mit Geschäften und kleineren Bürokomplexen, Restaurants und Bars, eine Marina, ein Wohn- und ein Villenviertel. Hinzu kommen kulturelle Angebote, Diskotheken, Theater, Kinos und ein kleines Stadium für große Events oder Sportveranstaltungen.

Auch an die älteren Homosexuellen haben wir gedacht. Viele haben speziell im fortgeschrittenen Alter große Probleme damit, sich in ein herkömmliches Altersheim zu begeben. So freuen wir uns darauf, dieser Klientel niveauvolles, betreutes Wohnen anbieten zu können und haben in unserer Planung eine Seniorenresidenz aufgenommen. Zusammenfassend entsteht so nach und nach die erste schwule Ferienstadt der Welt, die über 10.000 Menschen gleichzeitig und ganzjährig Platz bieten wird.

Daran schließt sich mir natürlich die naheliegende Frage an: „Wer soll das alles bezahlen“?

Die Antwort ist verblüffend einfach: Investoren. Kapital war und ist auf der Welt schon immer vorhanden und potenzielle Investoren gibt es in großer Zahl. Es werden sicherlich ein paar „Clevere“ darunter sein. Da mache ich mir keine Sorgen. Jeder Investor, der schon einmal ein paar Millionen mit einer Idee oder einem Konzept verdient hat, weiß genau, worauf er zu achten hat. Wie heißt es doch so schön: „Nichts ist kraftvoller als eine Idee, deren Zeit gekommen ist“.

Sie suchen also für Ihr Mammutprojekt ganz konkret nach Projektentwicklern, Investoren und Betreibergesellschaften?

Sie sagen es, genau das sind zunächst die Unternehmen bzw. Persönlichkeiten, die wir suchen. Wer Interesse hat und visionär denkt, ist ein gern gesehener Gast und soll sich einfach bei uns melden. Auch mit Fondsanbietern können wir uns eine Zusammenarbeit vorstellen.

Denken Sie denn, dass die von Ihnen avisierte Zielgruppe, die marketingtechnisch ja als sehr konsumfreudig, reiseaffin und trendy bezeichnet wird, die Investorensuche erleichtern wird?

Da bin ich mir ganz sicher! Die Markenartikler begreifen die Zielgruppe als Trendsetter, die Hotellerie erlebt sie als freundliche und sehr reisefreudige Zielgruppe. Die Gastronomie schätzt unsere guten Trinkgelder und tolerante Menschen unsere Andersartigkeit. Was alle Investoren begeistern wird, ist die Dankbarkeit der Zielgruppe, die sich in Umsatz und Gewinn nachhaltig niederschlägt. Was mir persönlich gut daran gefällt, ist, dass wir hier etwas wirklich Positives für andere Menschen tun. Was kann es Besseres geben als ein Investment, das glücklich macht und sich zugleich noch rentiert.

Abschließend die konkrete Frage: Wann geht’s los und wann rechnen Sie realistisch gesehen mit der Fertigstellung des Projektes?

Wir sind derzeit in der Planungsphase, die voraussichtlich bis Ende 2010 abgeschlossen sein wird. Parallel dazu werden wir mit den ersten Baumaßnahmen beginnen und – so der bisherige Plan – bereits im Jahre 2016 die ersten Gäste auf der Insel begrüßen.

Besten Dank für das Interview und viel Erfolg.

Kontakt:
didillon@gayisland.com

http://www.gayisland.com



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